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FC Bulle ging gestern Abend «baden»

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FC Bulle ging gestern Abend «baden»

Fussball Challenge League: Niederlage gegen Baden

Bulle kassierte eine Woche nach dem 2:1-Sieg in Baden gegen die Aargauer im heimischen Bouleyres eine 1:3-Niederlage, und geht somit ohne Bonuspunkte aus diesem Duell heraus. Gegen die gefährlichen Frontera und Co. fand die Abwehr der Greyerzer 90 Minuten lang kein geeignetes Gegenmittel.

Von KURT MING

Zweites Heimspiel für Neuling Bulle und auch gleich die zweite Heimniederlage. War diese gegen Vaduz laut Trainer Guillod wegen der Stärkeverhältnisse fast logisch, so enttäuschten die Greyerzer ihren Chef gestern Abend in der ersten Halbzeit gewaltig. Und statt wenigstens drei Punkte mit einem Remis zu holen, standen die Rotweissen am Schluss mit leeren Händen da. Gästetrainer Roger Wehrli hatte einen einfachen Grund für den Wechsel innerhalb von nur einer Woche: «In Baden war Bulle spielerisch besser und auch aggressiver. Heute Abend konnten wir diese Attribute selber ausspielen. Dazu kamen bei mir vier neue Spieler ins Team, die die ganze Sache anders aussehen liessen.» Beide Trainer waren sich am Schluss einig, dass Baden aufgrund des gestrigen Spiels die fünf Zähler nicht gestohlen hatte. Und selbst dem letzten Zuschauer auf der Tribüne war klar, wer dieses Spiel entschieden hatte: Der vom FC Wil gejagte Brasilianer Paulo Menezes machte auf dem Feld 90 Minuten lang die Differenz aus. Dabei gelang es den Gästen, Bulles Angriffswaffe Ebe aus dem Spiel zu nehmen.

Bulle verschlief den Start

Eigentlich hätte der Lattenknaller von Menezes nach nur drei Minuten die Buller Hintermannschaft wecken sollen. Dem war aber nicht so. Bis zum Seitenwechsel agierte auf dem Terrain nur Baden, das nach dem peinlichen Saisonstart ohne Punkte wie die Feuerwehr begann. Anders Bulle, das wie schon gegen Vaduz auf Abwarten spielte und dies teuer bezahlte. Nach einer halben Stunde zeigte die Matchuhr auf dem Bouleyres schon zwei Tore für Baden an. Menezes mit einem Elfer und Frontera mit einer schönen Einzelleistung hatten gegen die schlafende Abwehr um Martin ihre Farben in Front gebracht. Erst in der Nachspielzeit des ersten Umgangs konnte Martin nach einem Corner mit einem platzierten Kopfstoss den Anschlusstreffer buchen. Das 1:2 nach 45 Minuten schmeichelte den Greyerzern jedoch noch.

Umstrittene Entscheidung

Obwohl Baden-Trainer Wehrli nach dem Match von einem verdienten Sieg seiner Truppe sprach, fiel die Entscheidung nach einer umstrittenen Szene kurz nach dem Tee. Die Guillod-Boys hatten offensichtlich einen Pfiff von Schiri Etter gehört und spedierten den Ball in Corner. Gmünder nutzte die kurze Verwirrung und köpfte den Flankenball von Menezes aus kurzer Distanz ins Netz. Somit war der Match eigentlich schon gelaufen, denn jetzt hätte Bulle wegen der Europacupformel mit den doppelt zählenden Auswärtstoren sogar ein zweites Tor nichts mehr genützt. Die Heimmannschaft setzte in der letzten halben Stunde zu einem tollen Schlussspurt an, hatte durch Rickli und Clément auch noch zwei gute Torchancen, aber Goalie Abtangelo konnte in dieser Phase zeigen, dass er zu den grossen Stützen seiner Mannschaft zählt. Ein erstmals seit mehreren Wochen arg enttäuschter Steve Guillod zog dann auch ein nüchternes Fazit: «In der ersten Halbzeit verloren wie das Spiel Mann gegen Mann, da nützten uns unsere spielerischen Mittel nach dem 3:1 nicht mehr viel. Ein Aufsteiger muss zu Hause ganz anders zur Sache gehen, wenn er punkten will.»

Mit zwei Siegen und zwei Niederlagen bleibt aber der FC Bulle nach zwei Runden voll im Budget. Das gestrige Spiel zwischen zwei Teams, die gemäss Roger Wehrli am Schluss wohl in der hinteren Tabellenhälfte rangieren werden, zeigte deutlich auf, wie viel von der Tagesform abhängt. Und Bulle zahlte gegen ein etwas routinierteres Baden eine Portion Lehrgeld. Am kommenden Freitag empfängt man nun den Aufsteiger La Chaux-de-Fonds.
Bulle – Baden 1:3 (1:2)

Bouleyres: 1380 Zuschauer; SR Florian Etter. Tore: 19. Menezes (Foulpenalty) 0:1; 29. Frontera 0:2; 47. (1. Halbzeit) Martin 1:2; 51. Gmünder 1:2.
Bulle: Hubacher; Tavares, Martin, Murith, De Sousa (55. Rickli); Meuwly, Zaugg (36. Clément), Völin (72. Verdon), Mora; Ayangma, Ebe.
Baden: Abatangelo; Sulejmani, Bigi, Mijadinoski; Özcakmak (72. Hotnjani), Hürlimann, Berisha, Andrade (70. Deon); Menezes; Frontera (81. Leonardo), Gmünder.
Bemerkungen: Bulle ohne Raemy, Rusca (beide verletzt), Artan und Faton Bytyqi (abwesend). – Baden ohne Albrecht, Grecco und Kalyon (alle verletzt), Lehmann (gesperrt). – Holzschüsse: Menezes (3.), Meuwly (45.). – Verwarnungen: Martin (18.), Sulejmani (36.), Özcakmak (53.), Ayangma (66.).

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