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Freiburg fährt schon bald mit Batterie

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Nicht mehr lange, dann zieren neue Trolleybusse das Freiburger Strassenbild. Das Besondere daran: Sie sind batteriebetrieben und laden ihre Batterien an den Oberleitungen auf.

«Wir erleben hier gerade einen historischen Moment: eine Änderung unserer bisherigen Philosophie zum Thema Busfahren», sagte Generaldirektor Serge Collaud an der gestrigen Medienkonferenz zur Präsentation der neuen batteriebetriebenen Trolleybusse der Freiburgischen Verkehrsbetriebe (TPF). Fünf Stück besitzen die TPF bereits. Weitere fünf sollen bis Ende November folgen.

Länger ohne Stromnetz

Batteriebusse sind keine Neuheit in der Schweiz. In den Kantonen Bern und Zürich kommen solche Busse bereits zum Einsatz. Das Besondere an den batteriebetriebenen Trolleybussen der TPF ist jedoch, dass sie weniger lang am Stromnetz sein müssen. «Auf 28 Prozent der gesamten Strecke werden die Busse ihre Batterien an den Oberleitungen aufladen können. Die restliche Fahrt bestreiten sie, ohne die Oberleitung zu berühren», erklärte Collaud. Das sei bei den anderen batteriebetriebenen Bussen in der Schweiz nicht der Fall. Dort sei das Verhältnis genau umgekehrt.

Momentan befinden sich die neuen Trolleybusse in der Testphase. «Ab dem Fahrplanwechsel Mitte Dezember wollen wir sie mit Passagieren testen, und im Januar sollen sie dann offiziell die alten Busse der Linie 1 ersetzen», sagte der TPF-Direktor. Die Linie 1 (Marly–Portes de Fribourg) wurde gewählt, weil sie die flachste und längste Linie im Freiburger Stadtverkehr ist. Das Ziel ist, dass im neuen Jahr auf dieser Linie nur noch Batteriebusse fahren. Zu einem späteren Zeitpunkt sollen auch auf den Linien 2, 3 und 6 batteriebetriebene Trolleybusse zum Einsatz kommen und die heutigen Busse, die am Ende ihrer Lebensdauer angelangt sind, ersetzen. «Wir möchten, dass im Freiburger Stadtverkehr in Zukunft nur noch Batteriebusse fahren. Danach könnte Bulle folgen», sagte Collaud.

Leiser und energiesparend

Der Vorteil der neuen Trolleybusse ist, dass sie leiser sind als die bisherigen. «Das kommt sowohl den Anwohnern der betroffenen Gebiete als auch den Reisenden zugute», sagte Collaud. Zudem sind die Busse auch umweltfreundlicher; die Schadstoffbelastung kann reduziert werden. Die zehn neuen Busse werden pro Jahr den Ausstoss von 800 Tonnen C02 verhindern. Ein weiterer Vorteil dieser Busse ist, dass sie mehr Platz für Passagiere bieten, weil kein Dieselmotor vorhanden ist.

Die Trolleybusse können sich während dem Fahren an den Oberleitungen aufladen. Es werden jedoch auch im Busdepot in Givisiez Ladegeräte installiert, um die Fahrzeuge über Nacht zu laden. Durch einen Zeitschalter sollen vor allem in den kälteren Monaten die Busse vorgewärmt werden, um ein kältebedingtes Entladen der Batterie zu verhindern. Was die Busse nicht können, ist lange Strecken fahren. Sie sind ausschliesslich für den Stadtverkehr geeignet. «Die Busse sind auf ein Stromnetz angewiesen und können nicht endlos lange Strecken fahren, ohne aufgeladen zu werden», sagte Collaud.

Infrastruktur modernisieren

Die neuen Trolleybusse beanspruchen die Oberleitungen stärker als die bisherigen. Darum müssen die zum Teil veralteten Oberleitungen in der Stadt dringend angepasst und modernisiert werden. «Die Leistung der Leitungen muss dringend erhöht werden», so Serge Collaud. Denn die Busse brauchen die Leitungen, um ihre Batterien während der Fahrt aufzuladen. Beim aus den 1960er-Jahren stammenden Unterwerk Tilleul besteht am meisten Modernisierungsbedarf. In Planung ist zudem der Bau eines neuen Unterwerks am Bahnhof Freiburg, das 2021 betriebsbereit sein soll.

Zahlen und Fakten

1,3 Millionen Franken für Batteriebus

Die Freiburgischen Verkehrsbetriebe (TPF) setzen neu auf batteriebetriebene Trolleybusse. Ein solcher Batteriebus kostet rund 1,3 Millionen Franken. Ein Dieselbus derselben Grösse kostet knapp 500 000 Franken. Die TPF haben nun insgesamt zehn batteriebetriebene Fahrzeuge gekauft. Zudem werden rund drei Millionen Franken für die Anpassung der Infrastruktur in der Stadt ausgegeben. Die neuen Trolleybusse sind fast 19 Meter lang, zweieinhalb Meter breit und dreieinhalb Meter hoch. Sie wiegen voll beladen rund 29 Tonnen. Allein die Batterie bringt eine Tonne auf die Waage. Sie hat eine Lebensdauer von zehn Jahren. 100 Stehplätze und 38 Sitzplätze bieten die neuen Trolleybusse für die Passagiere.

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Batteriebus

«Das ist mein Traumarbeitsplatz»

Manfred Neuhaus ist bei den Freiburgischen Verkehrsbetrieben (TPF) Sektorchef der Stadt Freiburg. An der gestrigen Präsentation der neuen batteriebetriebenen Trolleybusse durfte er sich ans Steuer dieser Investition der TPF setzen und den Batteriebus vorführen.

Angenehmer und leiser

«Das ist mein Traumarbeitsplatz», schwärmte Neuhaus nach der Fahrt. Obwohl es erst seine zweite Fahrt mit einem batteriebetrieben Trolleybus war, freute er sich bereits auf die nächste Tour. «Die Busfahrt ist sehr angenehm, der Bus hat eine viel bessere Abfederung als manch anderes Fahrzeug.» Zudem erzeugten diese Trolleybusse viel weniger Lärm als die üblichen Dieselbusse. Das sei nicht nur für die Bewohnerinnen und Bewohner von Freiburg angenehmer, sondern auch für die Buschauffeure.

Eintägiger Kurs

Um die neuen batteriebetriebenen Trolleybusse zu fahren, müssen alle 104 Busfahrerinnen und Busfahrer inklusive des Sektorchefs und der vier Gruppenchefs bis Ende November einen eintägigen Kurs absolvieren. In diesem lernen sie mit dem neuen Batteriebus zu fahren und umzugehen. Ein zusätzlicher Fahrausweis ist nicht nötig.

«Die Fahrweise ist nicht dieselbe wie bei den anderen Bussen», so Neuhaus. So kann beispielsweise bereits bei leichtem Bremsen Strom zurückgewonnen werden. Ausserdem können die Buschauffeure neu auf ihren Bildschirmen sehen, wie viel Strom sie verbrauchen und wie viel geladen wird. «Für die Fahrerinnen und Fahrer ist das sehr interessant. Wir können so mithelfen, Energie zu sparen», sagte Neuhaus. In den anderen Bussen sei das nicht der Fall. Die jetzigen Busse auf der Linie 1, wo die Batteriebusse als erstes fahren sollen, kommen langsam an ihre Grenzen. «Wir alle hier sind sehr gespannt auf die neuen Busse und freuen uns darauf, sie zu testen», sagte Neuhaus.

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