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Freiburg-Gottérons zweiter Streich

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Autor: Kurt Ming

Der Champions-League-Sieger und noch amtierende Schweizer Meister ZSC wackelt. Dies ist vorab das Verdienst des HC Freiburg-Gottéron, der wie vor einem Jahr gegen Bern in den Playoff-Viertelfinalserie seine Rolle als Aussenseiter perfekt ausspielt. Mussten die Drachen am Donnerstag beim Startspiel im Hallenstadion noch ein Quäntchen Glück beanspruchen, so ging der Sieg im zweiten Spiel der Best-of-Seven-Serie im proppenvollen St. Leonhard völlig in Ordnung.

Defensiv hervorragend

Dies bestätigte nach den 60 hart umkämpften Minuten auch das ZSC-Duo Seger, Simpson ohne Umschweife. Gottéron sei an diesem Abend in allen Belangen besser gewesen. Das Fundament für den zweiten Erfolg legte der Heimklub erneut mit einer defensiv starken Leistung, diesmal konnte Hexer Caron den in Zürich knapp verpassten Shutout nachholen. Wer in 120 intensiven Playoff-Minuten gegen ein offensiv starkes ZSC-Team nur gerade ein Törchen kassiert, muss defensiv schon etwas auf dem Hut haben.

Das vielleicht grösste Verdienst an den letzten Erfolgen geht dabei sicher an Coach Serge Pelletier, der seine Mannschaft wie schon letztes Jahr gegen den SCB taktisch optimal auf einen auf dem Papier besseren Gegner eingestellt hat. Plötzlich bleibt Abwehrchef Heins ausser zwei drei Rencontres mit Pittis ohne nennenswerte Aussetzer, und der Rest der Freiburger Abwehr spielt im Moment an seinem oberen Limit. Und wie heisst doch ein altes Sportsprichwort: Im Sturm gewinnt man Spiele, in der Abwehr Meisterschaften. Gottéron ist wohl im Moment noch meilenweit vom Titel entfernt, aber nach den gezeigten Leistungen in den letzten Wochen ist bei den Fans zumindest träumen erlaubt.

Trotz all den schönen Erfolgen bleibt Trainer Pelletier richtigerweise auf dem Boden, wenn er sagt, ausser einem zusätzlichen Heimspiel habe man noch gar nichts gewonnen.

Diesmal wars wieder der Bykow-Sturm

Praktisch in allen Ligen der Welt setzen die besten Mannschaften, wenns wirklich drauf ankommt, auf einen Superblock. Das war schon in den legendären Zeiten der russischen Sbornaja so. Etwas anders funktioniert die aktuelle Mannschaft der Freiburger. Am Donnerstag im Hallenstadion sorgte den Angriff mit Jeannin und Law für die entscheidenden Tore, am Samstag war die Reihe wieder am Bykow-Sturm.

Beni Plüss (3), der sich offensichtlich ein internes Duell mit seinem SCB-Bruder Martin (4) in der Playoff-Skorerliste liefert, schoss nach drei Minuten das so wichtige 1:0. Nativerteidiger Severin Blindenbacher schnitzerte als letzter Mann an der gegnerischen blauen Linie. Plüss schlenzte nach einem Speedlauf die Scheibe am machtlosen Sulander vorbei ins Netz. Für die beiden weiteren Tore sorgte dann einmal mehr Julien Sprunger, der sich offensichtlich im Playoff wieder seiner Bestform nähert. Bei beiden Mouchen zeigte der NHL-Draft seinen klassischen Torriecher: Beim 2:0 traf er via Rücken von ZSC-Hüter Ari Sulander aus einer an und für sich ungefährlichen Position hinter dem Tor, und das dritte Tor erzielte er im Power-Play mit einem platzierten Schuss in die Ecke. ZSC-Trainer Simpson versuchte immer wieder mit wechselnden Sturmreihen Freiburgs besten Schweizersturm in den Griff zu bekommen im Endeffekt ohne Erfolg.

Wenig Emotionen und viel Taktik

Auch wenn die Drachen vor dem eigenen Anhang um eine Spur offensiver als in Spiel eins ans Werk gingen, änderte sich sonst wenig an den taktischen Spielweisen der beiden Teams. Die Zürcher hatten optisch mindestens gleich viele Spielanteile. Aber die wirklich guten Möglichkeiten gingen mehrheitlich auf die Seite des verdienten Siegers. Diese taktischen Fesseln machen übrigens die ZSC-Spieler und Verantwortlichen nebst den zwei Niederlagen am meisten zu schaffen. Praktisch in jedem Block hatte der HCF am Samstag Vorteile; einmal mehr nahm zudem der defensive Meunierblock Zürichs Paradesturm um Center Pittis aus dem Spiel. Dies hatte zur Folge, dass der heissblütige Kanadier zwischenzeitlich etwas die Nerven verlor und zum einen oder anderen unnötigen Foul griff. Schiri Dani Kurmann hatte den Match mit relativ wenig Playoff-Emotionen stets gut im Griff. Der Match im St. Leonhard war insgesamt eine Doublette des Startspiels: Zürich fand nach einem Rückstand nie mehr die spielerischen Mittel, um noch eine erfolgsversprechende Reaktion zu zeigen. Und so konnte es sich der HCF sogar erlauben, zwei Minuten in doppelter Überzahl ohne Torerfolg zu bleiben. Das Powerplay ist im starken Spiel der Saanestädter im Jahr 2009 praktisch die einzige Domäne, wo noch «Spatzung» nach oben besteht. Anders der ZSC, der sich fast in allen Belangen in den nächsten Tagen steigern muss, will er nicht frühzeitig die bisher erfolgreiche Saison beenden.

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