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Freiburgs Limiten krass aufgedeckt

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Autor: kurt ming

Zug und Lugano hatten vor den Gastspielen der Freiburger ihre letzten Heimspiele jeweils 6:0 verloren. Das will allerdings nichts heissen. Eine Woche nach der klaren Niederlage in Zug gabs jetzt auch in der Südschweiz gegen die Luganesi eine 7:2-Pleite, und der Play-out-Strich rückt für die Drachen nun bedrohlich nahe.

Wenn bei einem Team wie Gottéron der vierte Sturm der beste ist, sagt dies schon so ziemlich alles über die matte Vorstellung der Mannschaft aus. Von den Leistungsträgern war in der halbleeren Resega nichts zu sehen. Angefangen bei den nur drei Ausländern und aufgehört bei Spielern wie Sprunger oder Goldhelm Jeannin. Caron zog einen eher durchzogenen Abend ein, Heins war zusammen mit Birbaum (-4-Bilanz) ein glatter Ausfall und von Meunier ging praktisch keine einzige Offensivszene aus.

So war beim Pelletier-Team an diesem Abend guter Rat teuer. Höchste Zeit, dass für das Spiel in Biel am nächsten Dienstag ein neuer Ausländer ins Team kommt, der den Nebenspielern hoffentlich neues Leben einhauchen wird.

Slettvolls Time-out

In Lugano lief schon die 30. Minute, Collenberg hatte Domenichellis Überzahltor ausgeglichen, und Sprunger und Botter hatten soeben das Führungstor vor dem starken Aebischer knapp verpasst. Auf der anderen Seite wirkte Lugano müde und konzeptlos und der Match schien auf die Seite der Gäste zu kippen.

Dies war Altmeister John Slettvoll doch etwas des Guten zu viel. Er nahm kurzerhand ein Time-out und plötzlich lief das Spiel auf dem Eis wieder in die ganz andere Richtung. Topskorer Thoresen mit einem Hocheckschuss – Heins stand bei diesem vorentscheidenden Tor einmal mehr bös im Schilf – und Chiesa mit einem verdeckten Weitschuss von der blauen Linie machten innert 63 Sekunden mehr oder weniger alles klar. Von diesem Doppelschlag erholte sich Freiburg nie mehr.

In regelmässigen Abständen buchte der nun mächtig in Schwung gekommene Heimklub Treffer um Treffer, zwischendurch konnten die Drachen mit dem zweiten Treffer (48.) das Resultat etwas verschönern. Der letzte Abschnitt war dann ein einziges Schaulaufen der Bianconeri, die von der Fankurve mächtig gefeiert wurden.

Ungleiche Ellen

Gottéron trat zu diesem einzigen Spiel am Weekend mit sechs Verteidigern und 14 Stürmern an, die jungen Bielmann und Genazzi kamen jedoch nicht zu Einsatz. Das Hauptproblem lag beim Verlierer vorweg im Defensivspiel. Und wenn für einmal Stützen wie Caron und Heins nicht auf Touren kommen, steht es um die Hintermannschaft eben nicht zum Besten. Ganz anders Lugano. Der siebenfache Schweizer Meister hat sich offenbar bestens von der Derbyniederlage erholt und stellte diesmal eine um Klassen bessere Mannschaft. Nummelin dirigiert wie zu besten Zeiten seine Abwehr und vorne machen die Ausländer mächtig Dampf. Im Zuge dieser Reisser trafen plötzlich ehemalige Schweizer Natispieler wie Romy und Paterlini auch wieder.

Bei den Weissen suchte man solche Skorer vergebens. Rückkehrer Beni Plüss mühte sich wohl redlich seinem Team zu helfen, der Flügelstürmer kam jedoch zu seiner ersten und einzigen Chance im nach wie vor schwachen Powerplay, als der Match beim Stande von 3:1 schon mehr oder weniger gelaufen war.

Für Pelletier war das Resultat zu krass

Gottéron und sein Trainer Serge Pelletier sind zuletzt in eine gefährliche Negativspirale geraten. Mit Ausnahme des Sieges gegen Servette läuft es dem verstärkten HCF seit ein paar Spielen überhaupt nicht mehr. Trotzdem nimmt sie der Chef immer wieder in Schutz. Das Resultat widerspiegle überhaupt nicht das Geschehen auf dem Eis, bilanzierte er in den Katakomben der Resega. Fakt ist allerdings, dass viele seiner Boys im Moment die Leistung nicht bringen und die Mannschaft in der ausgeglichenen Meisterschaft immer wieder wichtige Punkte und Terrain am Strich leichtfertig preis gibt. Ausgerechnet in dieser schwierigen Phase muss er sich jetzt noch um Transfers im Ausländersektor kümmern, wo eigentlich seine Arbeit vorab auf dem Eis gefragt wäre.

Auch die neu formierten Sturmreihen konnten die magere Torproduktion nicht ankurbeln. So gesehen kommt dem Spiel am Dienstag gegen Biel schon eine kapitale Bedeutung zu. Spieler und Trainer haben jetzt noch vier Tage, um das von Lugano gestern Gezeigte bei sich zuhause aufs St.-Leonhard-Eis zu bringen.

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