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Friedliche Ausweitung der Kampfzone

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Autor: HAnnes Währer

«Alles, was möglich ist, machen wir selbst», sagt Stefan Portmann, Präsident des Judo-Clubs Hara Sport Murten. Und zu tun gibt es einiges, denn Hara Sport konnte dieses Jahr einen weiteren, an das bisherige Trainingslokal angrenzenden Raum kaufen und baut diesen nun aus. Die Trainingsfläche wird um 50 Quadratmeter auf 133 Quadratmeter erweitert. Statt im Kimono auf der Matte stehen die erwachsenen Mitglieder des Clubs deshalb jeweils an zwei Abenden der Woche sowie am Samstag in den Überhosen im Trainingslokal.

20 Jahre sparen

Bereits 2004 konnte sich der als gemeinnütziger Verein organisierte Club den ersten Teil des Lokals kaufen. «Um uns das leisten zu können, haben wir 20 Jahre gespart», sagt Portmann. Und die Judokas wollen bis zum Ende der Sommerferien mit der Bauerei fertig werden. «Von unseren 100 Mitgliedern sind 70 Kinder, die bei Schulbeginn auch wieder ins Training kommen wollen», so Portmann.

Freiwillige übernehmen bei Hara Sport nicht nur den Hauptteil der laufenden Bauarbeiten. Freiwillige erteilen auch die Trainingslektionen, managen die Vereinsadministration und organisieren dieses Jahr in Murten zum vierten Mal den zweitgrössten Judoanlass der Schweiz (Kasten).

Zwar sagt Portmann: «Es gibt keine rationale Erklärung für die Faszination Judo. Es ist eher wie ein Fieber, das einem nicht mehr loslässt.» Aber genau das erklärt, weshalb sich ein Club wie Hara Sport, der sich einer Randsportart verschrieben hat, ein eigenes Lokal leisten kann.

Für ein Butterbrot

Die Trainings im Dojo an der Bernstrasse 30 kosten gerade mal ein Butterbrot. Damit werden aber nicht etwa die Trainer entschädigt. «Sämtliche Einnahmen, die wir erzielen, fliessen in die Vereinskasse», sagt Portmann. Nebst dem üblichen Trainingsbetrieb engagieren sich die Clubmitglieder auch bei Anlässen wie dem Murtner Stadtfest oder bei Lottoveranstaltungen.

Die Judokas von Hara Sport sind keine Missionare. Aber das Fieber, dass sie selbst ergriffen hat, soll sich ausbreiten, und das möglichst ohne Hindernisse. «Wir arbeiten nicht für den Spitzen-, sondern für den Breitensport. Das muss billig sein», erläutert Portmann die Philosophie des Clubs. Und das Fieber zeigt offenbar positive Wirkungen bei denen, die es befallen hat.

Keine Kampfmaschinen

«Judokas sind keine Kampfmaschinen. Der Sport lernt einem den Respekt vor dem andern», so der Club-Präsident. Und er weiss, wovon er spricht, denn «bevor ich mit Judo begann, war meine Kraft sehr ungezügelt, da mussten auch mal Dritte darunter leiden», erzählt er.

Heute wendet Portmann seine Kraft kontrolliert auf der Matte an und denkt nicht daran, damit aufzuhören. Genau wie der 1977 gegründete Club, der mit dem Kauf und Ausbau des neuen Lokals «den Grundstein dafür gelegt hat, weitere 32 Jahre erfolgreich zu existieren».

www.hara-sport.ch

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