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Frisches Brot und ein offenes Ohr

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Käthi Mooser weiss, was ihre Kunden wünschen

Autor: Von ELISABETH SCHWAB-SALZMANN

Worin liegt der Unterschied zwischen dem Dorfladen in Jaun und einem Supermarkt in der Stadt? «Bei mir gibt es alles, was das Herz begehrt. Natürlich gibt es das auch im Supermarkt, nur ist bei mir alles viel persönlicher. Ich bin so etwas wie die Migros von Jaun», sagt Käthi Mooser im Gespräch mit den FN.Ihr Laden ist an der Hauptstrasse, gegenüber der Post. Vis-à-vis ist die dazu gehörende Backstube. «Hier will man jeden Tag sein frisches Brot und am Sonntag Züpfe, Cuchaule, Chärnebrot und noch viel mehr», lacht Käthi. Sie lacht gern und viel, trotz ihres grossen Arbeitspensums. Von früh bis spät ist der Dorfladen offen. Die Arbeiter wollen vor Arbeitsbeginn ihr Sandwich, und Tou-risten, die vom Tagesausflug einen Bergkäse mit nach Hause nehmen wollen, schätzen die fast unendlich langen Öffnungszeiten.Geschlossen ist der Dorfladen nur am Mittwochnachmittag für drei Stunden. Ob ihr die Arbeit nach so vielen Jahren nicht manchmal zu viel wird? «Im Gegenteil, ich bin glücklich in meinem Laden, etwas anderes möchte ich nicht tun, und ans Aufhören denke ich noch lange nicht», meint die rüstige Jaunerin.

Einkaufen und Sorgen deponieren

Seit ihrer Heirat führt Käthi Mooser den Laden, zog nebenher zwei Töchter gross und kümmert sich gern auch um ihre fünf Enkelkinder.Natürlich kommen die Kunden, um einzukaufen: «Für viele Jaunerinnen und Jauner gehört aber ein kleiner Schwatz dazu. Meine Kunden wissen genau, Diskretion ist bei mir Ehrensache. Wer nicht verschwiegen ist, kann keinen Dorfladen führen.» Die Ortsansässigen schätzen es, praktisch vor der Haustür ein komplettes Warenangebot zu haben.Wer weiss schon, was «Graswürmleni» sind? Das ist der Name für ein Gebäck aus Eiern, Zimt, Mehl und Zucker, es wird vor allem im Juli hergestellt. Wahrscheinlich ähnelt es ziemlich stark den kleinen, schmalen Graswürmern, so taufte man halt das besondere Gebäck danach», mutmasst die Ladenbesitzerin.In der Backstube werden auch Fasnachts-Chüechli gebacken, Änisbrötli und vor allem die mit einer Bronzemedaille ausgezeichneten Spezial-Gugelhöpfe.Eigentlich hat alles mit einer Bäckerei begonnen. Emil Mooser, der Grossvater von Käthis Ehemann, gründete 1912 die Bäckerei, die heute von Sandro Buchs geleitet wird, unter Mithilfe von Käthis Ehemann Gilbert. Bald kam ein Dorfladen mit gemischtem Sortiment dazu, der 1984 auf die gegenüberliegende Seite, vis-à-vis der Post gezügelt wurde. Dort arbeitet Mooser zusammen mit ihrer langjährigen Angestellten Silvia Julmy.

Was fehlt, das wird bestellt

Es gibt fast nichts, das es nicht bei Käthi Mooser zu kaufen gibt: Eier von glücklichen Jauner Hühnern, Dorf- käse, Joghurt, Fleischwaren, Obst, Gemüse, Schokolade, Wein und Suppen. In Zweikilodosen stehen Fruchtsalat, Pelati und Bohnen in Reih und Glied. Darunter hangen Abwaschbürsteli, Putzmittel, Nähzubehör und Bébé-Nuggis. Stricknadeln, Schuhcreme, Glühbirnen und sogar eine hölzerne Mäusefalle liegen bereit. Spazierstöcke, Papeteriewaren und Tulpenzwiebeln liegen neben der Kasse. Beliebt sind auch die Zeitungen und Zeitschriften, die am Sonntag nach der Messe gekauft werden.Wenn trotzdem etwas nicht im Laden vorhanden ist, so wird der Artikel schleunigst bestellt. Dreimal in der Woche kommt der Camion für Frischprodukte, und alle 14 Tage fährt der Lieferant mit Kolonialwaren vor. «Ich möchte nur gesund alt werden und so lange wie möglich mein Geschäft weiterführen», wünscht sich Käthi Mooser.

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