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Für magische Momente zwischen Jung und Alt

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Ältere Menschen sind ein zentrales Element in der Gesellschaft und sollen am gemeinschaftlichen Leben stärker teilnehmen. Der Kanton unterstützt Projekte, die genau dieses Ziel haben. Alt und Jung sollen voneinander profitieren. 

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Ältere Menschen sind ein zentrales Element in der Gesellschaft und sollen am gemeinschaftlichen Leben stärker teilnehmen. Der Kanton unterstützt Projekte, die genau dieses Ziel haben. Alt und Jung sollen voneinander profitieren. 

Die Förderung intergenerationeller Projekte und der Austausch von Jung und Alt sind ein Kernelement des kantonalen Alterskonzepts Senior plus. Das Vorbild war das erfolgreiche «Senior in der Schule» vor rund zehn Jahren. 2018 begann die Gesundheitsdirektion mit der Unterstützung entsprechender Projekte. Dieses Jahr setzt sie ihr Augenmerk auf Vorhaben, die älteren Menschen gerade in der Pandemie helfen wollen, wenn die Not am grössten ist. 

Insgesamt stehen 80‘000 Franken pro Jahr und bis zu 10‘000 Franken pro Projekt zur Verfügung. Im Frühling hatte die Direktion Organisationen und Gemeinden aufgefordert, Dossiers einzureichen. «Sie werden angespornt, neuartige Projekte zur Förderung der Solidarität zwischen den Generationen zu erarbeiten», erläuterte Anne-Claude Demierre (SP) damals. Die Projekte sollten langfristig ausgerichtet sein, und private Anlässe waren ausgeschlossen. Zwölf Projekte wurden dieses Jahr eingereicht, acht angenommen. Demierre hat gestern im Begegnungszentrum von Reper im Stadtfreiburger Juraquartier mehrere Projekte vorgestellt.

Wenig, aber dringend nötig

Der Verein Café du coeur von Polizist François Meuwly in Freiburg möchte im Schönbergquartier der Stadt Freiburg ein Begegnungscafé für ältere Menschen einrichten. Das Projekt begann während der Pandemie als ein Telefon- und Besuchsangebot. Das Motto sei «solidarisch und nah», so Mitbegründerin Eva Rütsche. Sie hoffen, dass sie die Baubewilligung bis Ende Jahr erhalten. Das Projekt soll die Geselligkeit in den Quartieren stärken. Vor allem ältere Menschen erhalten zu wenig Gehör, Zeit und Aufmerksamkeit, so Rütsche weiter. Sie sollen im neuen Treffpunkt im Salvatorhaus ein Gespräch führen, diskutieren können. Die Pandemie habe die Verbreitung von Armut, Einsamkeit und psychischen Problemen in der Bevölkerung deutlich gemacht, sagt Vorstandsmitglied Erwin Nussbaumer. «Wir haben anlässlich unserer Lebensmittellieferungen die Nöte und die Einsamkeit der Leute gesehen.» Rütsches Videoumfrage im Quartier belegt den Bedarf: «Es ist ein Tropfen auf den heissen Stein, aber super», sagt darin ein Anwohner.

Im Projekt «Toile de vie» treten laut Florence Ducrocq von Reper Jugendliche der Institution mit älteren Menschen im Juraquartier in Kontakt und tauschen sich mit ihnen über ihre soziale Situation aus. Aus den Erkenntnissen sollen gemeinsame Vorhaben in der Nachbarschaft der Seniorinnen und Senioren entstehen. «Wir helfen Leuten, die aus dem Raster fallen, die vom staatlichen Netz nicht erreicht werden, kaum Gesundheitsangebote in Anspruch nehmen, die von Institution zu Institution gereicht werden.»

Ein Türöffner für mehr

Sie hoffe, so Demierre, dass sie nach der unkomplizierten und kräftigen Unterstützung durch den Beitrag des Kantons loslegen und Mittel von Privaten oder den Gemeinden erhalten können. Eine Anstossfinanzierung sei tatsächlich zentral, bestätigt Meuwly von «Café du coeur», weil vor allem laufende Projekte Beiträge erhalten. «Der Beitrag des Kantons hat uns Türen geöffnet, uns bei der Suche nach weiteren Geldgebern Glaubwürdigkeit verliehen.» Demierre betonte:

Wir möchten magische Momente zwischen jungen und alten Menschen schaffen.

Nicht für, sondern mit der älteren Generation sollen die Projekte erarbeitet werden. Sie soll die Möglichkeit erhalten, sich bei der Planung und der Ausarbeitung zu beteiligen.

Deutschfreiburg ist gefordert

Im Sensebezirk erhalten der «Austausch beim Bretzelbacken» der Jugendarbeit Sense, das Trampolintraining für Bewohnende des Düdinger Pflegeheims Wolfacker mit Kindern der Sesamschule sowie das Begegnungszentrum in Plaffeien Gelder.

Allerdings sind Projekte aus den Bezirken Sense und besonders See nicht zahlreich. Judith Camenzind, kantonale Beauftragte für Altersfragen, hat zwar Vorschläge erhalten, diese entsprachen aber nicht den Vorgaben. Oft werde das Hauptkriterium, die Zusammenarbeit zwischen Alt und Jung, zu wenig betont.

Seit 2018 profitierten bisher 43 Projekte von der Unterstützung. Die Mittel stammen aus dem Budget von Senior plus und sind mindestens bis 2023 gesichert. Demierre zeigte sich zuversichtlich, dass die Projekte auch in Zukunft einen Zustupf erhalten werden, stehen sie doch im Zentrum der Bemühungen der kantonalen Alters- und Sozialpolitik. Demierre betonte, dass bis 15. Dezember wieder Projekte eingereicht werden können. Nur etwas mehr als die Hälfte des diesjährigen Budgets ist schon vergeben.

Konzept

Zehn Jahre Senior plus

Während heute etwa jeder siebte Mensch zur älteren Generation gehört, rechnen Fachleute für 2035 mit einem Anteil von 25 Prozent in der Bevölkerung, also jedem vierten. Und weil die Bevölkerung insgesamt wächst, steigt die Zahl absolut viel stärker. Im Kanton Freiburg werden folglich zukünftig doppelt so viele alte Menschen leben wie heute. Seit nunmehr zehn Jahren koordiniert der Kanton im Konzept Senior plus eine kohärente und im Alltag funktionierende Alterspolitik. Das Kernziel ist, ältere Menschen in die Gesellschaft zu integrieren und ihnen ein würdiges Leben – nach Möglichkeit in den eigenen vier Wänden – zu ermöglichen. Ihre Stärken sollten hervorgehoben, ihre Probleme ganzheitlich angegangen werden. fca

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