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Fünf der sieben Tore im Powerplay

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Fünf der sieben Tore im Powerplay

Eishockey: Gottérons zweiter Heimsieg im Playout-Final gegen Lausanne

Dritter Heimsieg in der Playout-Serie (best of 7) zwischen Gottéron und Lausanne sowie die psychologisch wichtige 2:1-Führung für die Freiburger: 4850 Fans sahen im St. Leonhard den 7:3-Sieg der Drachen. Fünf der sieben Tore schoss der HCF in Überzahl. Lausanne verlor nebst dem Spiel auch seinen Topskorer Landry (21.) wegen einer Kopfverletzung.

Von KURT MING

Im bisher besten Spiel dieser ausgeglichenen und interessanten Playout-Serie behielt mit Freiburg einmal mehr der Heimklub am Schluss das bessere Ende für sich. Die entscheidenden Tore schossen die Boys von Trainer Mike McParland an diesem frühlingshaften Abend im Überzahlspiel. Kein Wunder, denn Schiri Reiber musste in den 60 Minuten nicht weniger als 96 Strafminuten aussprechen. Thomas Rhodin, wegen der Absenz von Hentunen erstmals Träger des Goldhelms in dieser Saison, war nicht nur der grosse Abwehrorganisator, sondern mit seinen drei Toren auch noch gleich der Matchwinner. Dank dem Wiedereintritt der beiden routinierten Center Montandon und Hodgson konnte der HCF im Gegensatz zu den letzten Spielen auch wieder vier mehr oder weniger gleichwertige Sturmlinien aufs Eis bringen. Und dies habe sich laut McParland äusserst positiv auf das Mannschaftsspiel ausgewirkt.

Topskorer Hetunen nur Ersatz

Die Fans in der gut gefüllten Freiburger Eisbahn staunten nicht schlecht, denn der nächste Saison bei Lugano spielende Jukka Hentunen erschien in diesem wichtigen Match nicht auf dem Eis. Zum ersten Mal seit seiner Ankunft vor zwei Jahren war der Finne Jukka Hentunen in einem Meisterschaftsspiel nur Ersatz. Warum? Aufgrund der Eindrücke im Samstagstraining entschied sich der Trainer, seinen zuletzt etwas müden und glücklos spielenden Flügelstürmer draussen zu lassen. Das Resultat gab ihm am Ende Recht, denn mit den ausgeruhten Mowers, Shantz, Montandon und Hodgson stellte der Sieger diesmal das klar bessere Centerquartett, und dies ist im Eishockey fast so wichtig wie im Fussball ein starkes Mittelfeld. Dies umso mehr, als Lausanne nach gut einem Drittel mit Landry seinen besten Center verlor (siehe Kasten).

Wieder ein Torhüterwechsel

Wie diese Serie am Ende auch ausgehen wird, man wird sie mit Sicherheit als eine Serie der Torhüterwechsel in Erinnerung behalten. Wie schon im ersten Spiel musste Goalie Thomas Berger auch diesmal nach dem 3:1 schon frühzeitig seinem Ersatz Reto Schürch Platz machen, der allerdings danach ebenfalls noch viermal hinter sich greifen musste. Auf der anderen Seite konnte sich Gianluca Mona leicht steigern, nur drei Gegentore sind sein bisher bester Wert in diesem Romandderby um den Abstieg. Und wenn die Torproduktion der Drachen weiterhin auf einem so hohen Level bleiben sollte, dann hat der HCF auch in den kommenden Spielen gegen dieses defensiv ebenfalls anfällige Lausanne gute Chancen, den Klassenerhalt frühzeitig zu sichern.

Acht Tore in Spezialsituationen

Beide Trainer hatten schon vor dieser Serie gesagt, dass die meisten Spiele in den «Special Situations» entschieden würden, und auch diesmal bekamen sie damit Recht. Acht der zehn Tore fielen, als man hüben wie drüben nicht im Vollbestand spielte. Rhodin, Schütze einer Triplette, gab das Lob direkt an Sturmkollege Jeff Shantz weiter, der vor dem Kasten dem gegnerischen Hüter die Sicht verdeckt hatte. Captain Marquis sprach von einem endlich wieder guten Powerplayspiel seiner Mannschaft. Wo beide Teams allerdings noch grosse Defizite hatten, das war wiederum im Abwehrverhalten und im zu wenig aggressiven Boxplay. Das wohl entscheidende Tor zum 5:3 in der 36. Minute gelang dem «SCL-Ausleihspieler» Jeff Shantz. Es war übrigens der erste Treffer des Kanadiers nach 27 Spielen, zuletzt hatte er am 27. November gegen den ZSC getroffen!

Jetzt wieder Gottéron im Vorteil

Ihnen würde nichts anderes bleiben, als am Dienstag zu Hause wieder Vollgas zu geben und die Serie mit einem Heimsieg auszugleichen, gab sich Gary Sheehan für den nächsten Match trotzdem zuversichtlich. Aber auch im Lager des HC Freiburg/ Gottéron gab man sich für den weiteren Verlauf dieser Serie zuversichtlich. Zumindest am Samstag stellte der HCF in wichtigen Phasen des intensiven, aber taktisch schwachen Spiels die bessere Mannschaft. Und dies war in Spiel 1 und 2 noch nicht so gewesen. Und wenn man auf die Playoff- und Playout-Statistik der letzten Jahre zurückschaut, dann hat praktisch immer jenes Team die Serie gewonnen, das auch den dritten Match für sich entscheiden konnte. Aber eben, in Duellen zwischen den beiden Westschweizer Teams ist fast alles anders als anderswo …

Landry: Zivilklage gegen Shantz?

Am meisten zu reden gab am Samstagabend eine Szene kurz nach Wiederbeginn des zweiten Drittels. Beim Stande von 2:1 für den Heimklub lief der kleinere Eric Landry dem körperlich viel stärkeren Jeff Shantz an der Bande in einen Check. Schiri Reiber, der offensichtlich kein Foul sah, liess weiterlaufen und schickte auf der anderen Seite einen Lausanne-Spieler hinaus. Prompt erhöhten die Freiburger auf 4:2. Lausannes ohnehin impulsiver Trainer Bill Stewart flippte völlig aus. Sein kanadischer Spielmacher musste mit einer Hirnerschütterung und Schnittwunden an Nase und Backe zur Pflege zu Gottéron-Arzt Franz Engel. Landry musste danach mit Verdacht auf einen Jochbeinbruch ins Spital.

Jetzt will die Klubleitung des HC Lausanne und ihr Spieler Landry offensichtlich gegen Jeff Shantz Strafanklage einlegen. Für Got-téron-Trainer McParland war der Check seines neuen Stürmers an der Bande, während dem Landrys Augenschutz ihm ins Gesicht drückte, ein ganz normaler Zweikampf ohne erhobenen Stock. Auch auf den Bildern des TSR-Teams sah man kein Vergehen von Shantz. Lausanne und vor allem sein Trainer entpuppen sich in dieser nervenaufreibenden Serie leider neben dem Eis immer mehr als schlechte Verlierer. mi

Freiburg – Lausanne 7:3 (3:1, 2:2, 2:0)

Stand 2:1

St. Leonhard. – 4850 Zuschauer. – SR Reiber, Mauron/Rebillard. – Tore: 2. Rhodin (Bobillier/Ausschluss Conz) 1:0. 10. (9:18) Neininger (Heldstab, Olivier Kamber/ Ausschluss Sprunger) 1:1. 10. (9:54) Studer (Plüss/Ausschluss Holzer) 2:1. 12. Montandon (Gerber) 3:1. 22. Roach (Oliver Kamber/Ausschluss Hodgson) 3:2. 23. Rhodin (Letowski/Ausschluss Weibel) 4:2. 33. (32:00) Tuomainen (Oliver Kamber, Michel Kamber) 4:3. 36. Shantz (Marquis, Mowers/Ausschluss Heldstab) 5:3. 41. (40:49) Mowers (Marquis) 6:3. 53. Rhodin (Mowers, Letowski/Ausschlüsse Reist, Tuomainen) 7:3. – Strafen: 19-mal 2 Minuten gegen Freiburg/Gottéron, 19-mal 2 plus 2-mal 10 Minuten (Emery, Heldstab) gegen Lausanne.
Freiburg/Gottéron: Mona; Studer, Bobillier; Rhodin, Raphael Berger; Gerber, Marquis; Birbaum; Schümperli, Hodgson, Howald; Sprunger, Mowers, Letowski; Vauclair, Shantz, Plüss; Berthoud, Montandon, Hildebrand.
Lausanne: Thomas Berger (12. Schürch); Ngoy, Holzer; Roach, Heldstab; Boileau, Michel Kamber; Reist, Meichtry; Emery, Schaller, Conne; Tuomainen, Oliver Kamber, Neininger; Zenhäusern, Landry, Gähler; Schönenberger, Weibel, Christen.
Bemerkungen: Gottéron ohne Sandro Abplanalp, Schneider und Wirz (alle verletzt) sowie Lintner und Hentunen

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