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Gemeinsame Arbeitszone im Sensebezirk: Jetzt geht es um die konkreten Fragen

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Mehr Arbeitsplätze in den Bezirk holen: Das ist eines der Ziele der Sensler Gemeinden und ihres Projekts «Arbeitszonen». Die Gemeinden wollen diese Zonen künftig gemeinsam bewirtschaften. Die FN haben nachgefragt, wie weit das Projekt ist.

«Wir sind jetzt bei den ganz konkreten Fragen», sagt David Köstinger, Regionalentwickler des Sensebezirks. Seit seinem Stellenantritt im Juni 2021 begleitet er das Projekt «Arbeitszonen» der Sensler Gemeinden eng. Zur Erinnerung: Der Kanton verlangt von den Bezirken, dass sie einen Überblick über ihre Arbeitszonen haben, also über jene Zonen, in denen sich Unternehmen ansiedeln können.

Der Sensebezirk geht dabei neue Wege, und die Gemeinden möchten dafür künftig eng zusammenarbeiten. Statt dass jede Gemeinde ihre Arbeitszonen einzeln bewirtschaftet, soll dies bezirksübergreifend geschehen. Der Startschuss für das Projekt fiel vor rund zwei Jahren. Jetzt befindet es sich mitten in der Umsetzung.

Rollen festlegen

«Wir sind momentan an zwei verschiedenen Aufgabenkreisen», erklärt David Köstinger. Im einen Aufgabenkreis geht es um die Rolle, die die verschiedenen Arbeitszonen in Zukunft spielen sollen. Dies geschieht in enger Abstimmung mit dem regionalen Richtplan, für den bis im Sommer 2022 ein erster Entwurf vorliegen soll. 

Es gibt drei Typen von Arbeitszonen: kantonale, regionale und sogenannt übrige Arbeitszonen. Für die kantonalen Zonen legt der Kanton die Kriterien fest. Sie sind wichtige Zonen, die bestimmte Anforderungen erfüllen müssen, zum Beispiel einen guten Anschluss an den öffentlichen Verkehr. Die regionalen Zonen haben eine Bedeutung für die Region über eine Gemeinde hinaus. Auch sie müssen gewisse Verkehrsanbindungen aufweisen. Die übrigen Zonen sind vor allem von lokaler Bedeutung und zum Beispiel für das örtliche Gewerbe vorgesehen. Sie müssen weniger strenge Bedingungen erfüllen, was die Verkehrsanbindung angeht.

Köstinger gibt ein Beispiel: «Ein Logistikunternehmen wollen wir zum Beispiel in der Nähe der grossen Verkehrsachsen ansiedeln, damit Lastwagen nicht durch den ganzen Bezirk fahren müssen. Es wird also zum Beispiel in Düdingen oder Flamatt einen Standort finden und nicht im Sense-Oberland.» Im Oberland brauche es aber auch Arbeitsplätze. Es könne sinnvoll sein, dort ein Unternehmen anzusiedeln, das einen Bezug zum Tourismus hat. 

Bestehende Reserven nutzen

Das Entwicklungspotenzial der Arbeitszonen ist abhängig von der Typisierung. «Wir verteilen momentan das Wachstumspotenzial in der Region.» Konkrete Angaben zu bestimmten Arbeitszonen kann Köstinger noch nicht machen, da dies momentan Gegenstand der Diskussionen sei.

Klar ist aber: Bis 2030 muss der Sensebezirk 53 Hektaren an Arbeitszonen zum kantonalen Soll beitragen. «Wir nutzen dafür primär die bestehenden Reserven.» Gleichzeitig werde sondiert, wo es potenziell geeignete Gebiete für Arbeitszonen gebe. «Neue Einzonungen sind aber Ultima Ratio.»

Guter Dialog

Der andere Aufgabenkreis betrifft die Bewirtschaftung. «Wir fragen uns momentan, wer was bewirtschaften wird», sagt David Köstinger. Sollen die Gemeinden sämtliche Arbeitszonen gemeinsam bewirtschaften? Oder nur einen Teil? «Diese Fragen wollen wir bis im Mai klären.»

Der Dialog laufe momentan gut, so Köstinger. Die Gemeinden seien grundsätzlich einverstanden mit den Vorschlägen der Arbeitsgruppe. Er erwartet aber auch noch Stolpersteine. «Gewisse Gemeinden müssen vielleicht Zonen aufgeben. Und dort, wo eine raumplanerische Entwicklung möglich wäre, ist das vielleicht wegen der Eigentumsverhältnisse nicht möglich.» Diese Fragen würden in den nächsten Monaten sicher noch zu diskutieren geben. 

Beitrag zur Nachhaltigkeit

Die Arbeitszonen sind ein komplexes und etwas abstraktes Dossier. Was werden die Einwohnerinnen und Einwohner konkret davon haben? «Arbeitsplätze haben einen direkten Einfluss auf den Wohlstand im Bezirk», sagt David Köstinger. Momentan wohnten im Sensebezirk sehr viele Pendlerinnen und Pendler. «Wenn wir mehr Arbeitsplätze in den Bezirk holen, bringt das auch Konsum mit sich.» Die Angestellten müssen beispielsweise irgendwo essen. 

Die Arbeitsstellen in der Region leisteten zudem ein Beitrag zur Nachhaltigkeit. «Die Strecke zwischen Wohnort und Arbeitsort können wir so verkürzen.» Dadurch gebe es weniger Verkehr. Aber ist es denn überhaupt nachhaltig, mehr Arbeitsstellen zu schaffen? «Wenn dies nicht durch eine Flächenausdehnung passiert, sondern wir die Arbeitsplatzdichte erhöhen und die Arbeitsorte gut mit dem öffentlichen Verkehr erschliessen, dann ist es schon nachhaltig», antwortet Köstinger. Die Zeiten, in denen Unternehmen wahllos Flächen beanspruchen könnten, seien vorbei.

Der Regionalentwickler ist überzeugt:

Wir müssen vorausblicken und uns jetzt Gedanken machen über Dinge, die vielleicht erst in zwanzig Jahren aktuell sind.

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