Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Glanebezirk: In einem Jahr vom Steuerkrösus zum Schlusslicht

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

In einem 40-seitigen Dokument hat die Kantonale Steuerverwaltung die Steuerstatistik für das Jahr 2016 veröffentlicht. Über den ganzen Kanton gesehen sind die Abweichungen zum Vorjahr gering. Während bei den natürlichen Personen die Einkommenssteuern um 4,4 Millionen (–0,6 Prozent) und die Vermögenssteuern um 5,4 Millionen Franken (–6,4 Prozent) abgenommen haben, sind sie bei den juristischen Personen in der gleichen Grössenordnung angestiegen: plus 4,5 Millionen Franken (+3,3 Prozent) bei den Gewinnsteuern und plus 1,1 Millionen Franken (+4,2 Prozent) bei den Kapitalsteuern.

Grosse Unterschiede gibt es hingegen, wenn man die einzelnen Bezirke und Gemeinden vergleicht.

Milliardär hinterlässt Loch

2015 lag die Gemeinde Siviriez (Glanebezirk) in der Rangliste der Steuereinnahmen pro Einwohner knapp hinter dem langjährigen Spitzenreiter Greng auf Rang zwei. Zwischendurch hatte Siviriez Greng sogar überholt. 2016 ist Siviriez plötzlich aus den Top Ten verschwunden.

Diese Entwicklung zeichnete sich aber ab. Der Steuersegen der vergangenen Jahre war auf einen Milliardär aus der Biopharma-Branche zurückzuführen gewesen, der sich in Siviriez niedergelassen hatte. Doch der Mann übergab zunächst die Geschäfte seinem Sohn und verstarb bald darauf. Als Konsequenz musste Siviriez den Steuerfuss von 70 auf 88 Rappen erhöhen.

Dank dem Milliardär tauchte in der Rangliste der Pro-Kopf-Steuereinnahmen plötzlich der gesamte Glanebezirk vorne auf. Noch 2015 generierte der Glanebezirk 3186 Steuerfranken pro Kopf, mehr als der Seebezirk (3024 Franken) und alle anderen Bezirke. 2016 lag wieder der Seebezirk mit 3042 Franken ganz vorne, der Glanebezirk hingegen mit nur noch 2298 Franken am Schluss aller Bezirke.

Aus dem Seebezirk befinden sich fünf Gemeinden in den ersten zehn Rängen. Greng nimmt dabei mit durchschnittlich 14 701 Franken unangefochten Rang eins ein. Der Betrag hat sich gegenüber den beiden Vorjahren noch je um mehr als 1000 Franken erhöht. Demgegenüber hat Jaun mit 1702 Franken pro Kopf die geringsten Steuereinnahmen aller Gemeinden.

4717 Millionäre

Etwas anders sieht es bei den Steuereinnahmen der juristischen Personen aus. Zählt man die Steuereinnahmen der Firmen zu den Einkommen und Vermögen der natürlichen Personen hinzu, so liegen plötzlich Saane-Land und die Stadt Freiburg vor dem Seebezirk. Auch da liegt der Glanebezirk am Schluss.

Gegenüber 2015 ist 2016 die Verteilung der Einkommen und Vermögen natürlicher Personen ungefähr gleich geblieben. Konstant blieb der Anteil der Steuerzahler mit einem Einkommen von über 100 000 Franken bei 11,2 Prozent. Ebenfalls konstant sind die 56,9 Prozent der Steuerpflichtigen mit weniger als 50 000 Franken.

Ebenso unverändert sind die 2,7 Prozent Steuerpflichtige mit einem steuerbaren Vermögen von mehr als einer Million Franken, genauso wie jene 76 Prozent mit weniger als 100 000 Franken Vermögen. In absoluten Zahlen hat aber die Zahl der Millionäre mit 4717 wie immer seit der Finanzkrise 2008 einen neuen Höchstwert erreicht.

Bei den Unternehmenssteuern blieben die Einnahmen mit einem ordentlichen Status bei 124 Millionen Franken konstant. Fast fünf Millionen Franken mehr Gewinnsteuern generierten hingegen die Firmen mit Spezialstatus, die gemäss der geplanten Steuerreform abgeschafft werden sollen. 171 Firmen waren für 76 Prozent aller Gewinnsteuern verantwortlich.

Zahlen und Fakten

Fast eine Milliarde Franken

826 Millionen Franken haben die Freiburgerinnen und Freiburger 2016 an Ein­kommens- und Vermögenssteuern bezahlt. Dazu kamen rund 101 Millionen Franken Gewinnsteuern und 21,6 Millionen Franken Kapital­steuern von Unternehmen. Gesamthaft sind das 4,2 Millionen Franken weniger als im Jahr 2015.

uh

Mehr zum Thema