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«Gottéron – das ist Magie»

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Hubert Audriaz ohne «sein» Gottéron–schlicht unvorstellbar. Früher als Spieler, damals noch in der NLB, heute als Trainer der Eishockeyschule ist er fest mit dem Freiburger Traditionsklub verbunden. Audriaz war es auch, der den Drachen zur Symbolfigur Gottérons machte. Der Ursprung dieser Idee liegt in der Legende des Drachens aus dem Galterntal, des Vallée du Gottéron. Im Winter, wenn der Wind pfeift, könne man das Urgetier noch immer brüllen hören, so heisst es. «Es war nicht einfach, die Verantwortlichen von meiner Idee zu überzeugen, die Spieler aus dem Rachen eines Drachen aufs Eis springen zu lassen», sagt Audriaz. Doch er setzte sich durch und seit 1998 gehört die von ihm geschaffene Skulptur zu jedem Heimspiel.

«Wie Krieger»

Wenn Hubert Audriaz über «sein» Gottéron spricht, tut er dies in Superlativen, voller Begeisterung und mit noch mehr Enthusiasmus. «Gottéron, das ist Magie», sagt er immer wieder. Und der 72-Jährige wird nicht müde, die Geschichte des Vereins fast gebetsmühlenartig in Erinnerung zu rufen. «Wie Vieles in Freiburg, sei es Cardinal oder ein grosser Teil der Industrie, entstand auch Gottéron in der Altstadt. Es waren die Jungs aus dem Au-Quartier, welche sich in den 30er-Jahren entschlossen haben, Eishockey zu spielen. Die Neustadt hatte den Fussball, wir das Eishockey.» Als die Jugendlichen zunächst noch auf den gefrorenen Teichen der Fischzucht im Galterntal gespielt haben, sei es nie ein Ziel gewesen, dereinst in der Nationalliga A zu spielen. «Aber die Bewohner der Unterstadt waren seit jeher Krieger, die stets vorwärtsgingen», so Hubert Audriaz.

Etwas Mystisches

So nahm Gottérons Siegeszug seinen Lauf, der 1980 im Aufstieg in die höchste Spielklasse mündete. Dabei konnte der Klub immer auf sein treues Publikum zählen. Für Hubert Audriaz liegen die Gründe für das rege Interesse der Freiburger an ihrem Eishockeyklub auf der Hand. «Gottéron ist etwas Mystisches. Die Leute der Altstadt waren arm. Religion spielte eine grosse Rolle. Gottéron nahm einen grossen Stellenwert im Leben dieser zuverlässigen und treuen Menschen ein.»

Der Geist der Copains

Dieser Zusammenhalt der Bevölkerung der Freiburger Altstadt habe sich im Team von Gottéron widergespiegelt, erklärt Hubert Audriaz. «Nicht umsonst sprach man von den Copains. Auch heute stelle ich diesen Geist im Klub noch fest. Präsident Laurent Haymoz ist aus der Altstadt und mit Ruedi Raemy, Pascal Schaller oder Olivier Roschi sind zahlreiche Ur-Freiburger Trainer bei den Junioren.» Für Hubert Audriaz ist es unerlässlich, dass dieser Geist nicht verloren geht. «Die Geschichte des Klubs darf nicht vergessen gehen.» Und so sorgt er dafür, sei es mit dem Symbol des Drachens oder mit Erzählungen, dass die Erinnerung an die Gründer von Gottéron, die Jugendlichen aus dem Au-Quartier, nicht verloren geht.

Wasser bedeutet Zukunft

In diesen Wochen und Monaten, in welchen der Verein sein 75-Jahr-Jubiläum feiert, ist Hubert Audriaz fest überzeugt, dass die Magie Gottérons noch lange Bestand haben wird. «Gottéron wird mithilfe der Jungen weiter wachsen. Sie sind die Zukunft. So wie das Wasser das Symbol für die Zukunft ist, womit sich der Kreis im Galterntal schliesst. Auch deshalb ist Gottéron etwas Fantastisches.»

Geschichte: Aufstiege und Beinahe-Konkurse

Die nunmehr 75-jährige Geschichte von Gottéron begann 1937 in der Freiburger Altstadt, genauer gesagt im Au-Quartier. Nachdem zunächst auf den zugefrorenen Fischzuchtteichen gespielt wurde, trug der Klub im Jahr 1941 die ersten offiziellen Meisterschaftsspiele aus. 1953 stieg Gottéron in die Nationalliga B auf. Nachdem sogar Spiele auf dem Schwarzsee ausgetragen wurden, sammelten die Bewohner des Au-Quartiers 1956 Geld für die Gründung der Genossenschaft HG Gottéron Patinoire. Schliesslich konnte auf dem so genannten «Les Augustins» die erste Eishalle des Vereins erbaut werden. 1967 wurde der Klub, nachdem er stadtweite Bekanntheit errungen hatte, in HC Freiburg umbenannt. Im Jahr 1980 stiegen die Freiburger unter Trainer Gaston Pelletier in die Nationalliga A auf. In der Folge kam es zu einem neuerlichen Namenswechsel und der Klub hiess fortan HC Freiburg-Gottéron.

1982 wurde schliesslich die Eishalle St. Leonhard eingeweiht und Freiburg-Gottéron spielte trotz des Widerstands eines Teils der Bevölkerung nicht mehr in der Altstadt, sondern in der Peripherie der Stadt Freiburg. Der Begeisterung der Fans tat dies jedoch keinen Abbruch und nur ein Jahr später wurde Gottéron ein erstes Mal Vizemeister. 1988 entging der Klub nur dank einer gross angelegten Spendenaktion (Sauvez Gottéron) dem Konkurs, ehe in den 90er-Jahren mit dem russischen Duo Slawa Bykow und Andrei Chomutow drei weitere Vize-Titel (92, 93, 94) folgten. 2006 musste Gottéron neuerlich finanziell saniert werden. Seither ist der Klub auf finanziellem und sportlichem Erfolgskurs. fs

Fotoausstellung

Faszination Gottéron im Bild festgehalten

Seit dem Aufstieg in die NLA verfolgt der Freiburger Paul Mülhauser Gottéron als Fotograf. Über 100000 Aufnahmen sind seither zusammengekommen. Mülhausers Interesse liegt dabei nicht nur beim Geschehen auf dem Spielfeld, sondern auch auf den Reaktionen der Zuschauer. Während der Freiburger Messe im Forum wird am Gottéron-Stand ein Diaporama mit 750 Bildern aus 30 Jahren vorgeführt. Es besteht die Möglichkeit, eine DVD mit den Bildern käuflich zu erwerben.fs

 

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