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Gottéron kann doch noch gewinnen

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Gottéron kann doch noch gewinnen

Dritter Saisonsieg der Freiburger gegen die Kloten Flyers

Im elften Anlauf hat es endlich wieder geklappt. Nach sechs Niederlagen und vier 3:3-Unentschieden gabs gegen die Kloten Flyers für die 5050 Gottérons-Fans einen 3:2-Heimsieg zu feiern. Mit zwei Powerplay-Toren legten Hentunen und Rhodin im ersten Drittel den Grundstein zum Erfolg. Die Zürcher kamen nach einem 3:0-Rückstand nach zwei Dritteln am Ende noch bedrohlich heran.

Von KURT MING

Ein Sprichwort sagt «Was lange währt, wird endlich gut», ein anderes «Eine Schwalbe macht noch keinen Frühling». Beide trafen im gestrigen Sonntagsspiel beim HC Freiburg/ Gottéron zu. Zuletzt hatte man am 27. November ausgerechnet gegen die Flyers das letzte Qualispiel gewonnen; die Zürcher sind in dieser Meisterschaft offensichtlich der beste Punktelieferant der Freiburger. Der erste Sieg im neuen Jahr war jedoch bitter nötig, denn sonst wäre Lausanne dank dem fälligen Forfait-Sieg gegen Ambri an den Saanestädtern vorbeigezogen. Zwei Drittel lang sahen die einheimischen Zuschauer im St. Leonhard endlich wieder einmal NLA-würdiges Eishockey ihrer Mannschaft. In einem Meeting am Morgen hatte das Team die neue Strategie, einfacheres Spiel und keine Angst vor Rückstanden, ausdiskutiert. Scheinbar mit Erfolg, wie sich Stunden später zeigte. Auch wenn noch lange nicht alles Gold war, was im Freiburger Spiel lange Zeit glänzte, so sorgte dieses 3:2 immerhin dafür, dass man VR-Präsident Laurent Schneuwly erstmals seit Wochen nach dem Spiel wieder mal vor der Spielergarderobe seiner Mannschaft antraf!

Verwandeltes Gottéron

Am Vorabend in Genf noch ohne Saft und Kraft, präsentierte sich die Mannschaft ein paar Stunden später vor eigenem Anhang mit einem ganz anderen Gesicht. Waren es die erneut umgestellten Sturmlinien des Coaches, oder vielleicht der Umstand, dass man zu Spielbeginn aus dem Rachen des zuletzt wenig Feuer speienden Drachen aufs Eis kam? Patrick Howald zum Beispiel spielte wohl zum ersten Mal in seiner langen NL-Karriere «nur» im vierten Block. Dafür wechselten Vauclair und Schümperli wieder auf die Centerpositionen, was dem Angriffsspiel der Einheimischen mehr Schwung bringen sollte.

Für Kloten-Trainer Felix Hollenstein spielten jedoch die beiden erfolgreichen Überzahlspiele der Einheimischen das Zünglein an der Waage. Nach 122 Minuten gelang Goldhelm Jukka Hentunen endlich das erste Tor im neuen Jahr. Auch beim 2:0 durch Rhodin im Powerplay (16.) konnte Klotens Hüter Stephan nichts ausrichten. Von dieser Doppelführung profitierte der Heimklub bis zum Schluss des Spiels. Vorab der neu formierte Sturm mit Wirz, Karlberg und Hentunen konnte endlich wieder einmal offensive Akzente setzen.

Klotens starke Schlussoffensive

Erst nach dem 2:0 erwachte Kloten, das im St. Leonhard eine seiner vorletzten Trümpfe im Kampf um den Einzug in die Playoffs ausspielte. Ein bisschen spät, wie Trainer Hollenstein nach dem verlorenen Match bedauerte: «Wir wussten, dass Freiburg nach den beiden Niederlagen unter Druck stand und haben ein Startfeuer erwartet. Die zwei schnellen Tore kamen ihnen dann entgegen, aber wir haben bis zum Schluss an unsere Chance geglaubt.» Im letzten Drittel spielte der Gast praktisch auf ein Tor und kam dank zwei Treffern der beiden Söldner Pittis und Tanabe noch auf 3:2 heran. Dazwischen hatte der Ex-Klotener Beni Plüss seine Farben mit drei Toren in Front gebracht. Vorweg im letzten Drittel hatte man den Eindruck, dass Gottéron Angst vor dem Siegen zeigte. Gerade in dieser wichtigen Phase bevorteilte der unsichere Schiri die Zürcher doch im einem oder anderen Fall.

Ein Sieg im richtigen Moment

Der gestrige Sieg ändert an und für sich wenig an der tristen Situation der Drachen, trotzdem kam dieses 3:2 vielleicht in einem sehr wichtigen Moment. Es war übrigens der erste Erfolg des neuen Trainerduos McParland/ Hodgson im siebten Spiel. Wenn nicht alles täuscht, hat das kanadische Duo gestern einen wichtigen Schritt in der Zusammenstellung der Mannschaft getan. Wie Kloten agierte man erstmals seit langen bis zum Schluss ebenfalls mit vier Sturmreihen, und konnte so den hohen Rhythmus der Flyers mitgehen. Sowohl McParland wie auch Rhodin sahen im verbesserten Laufspiel die grössten Fortschritte.
Letowski
nur Zaungast

Gottérons neuer Stürmer Trevor Letowski war auch gestern nur Zaungast beim Sieg seiner neuen Mannschaft. Weil die Büros des kanadischen Verbandes am Weekend ihre Pforten geschlossen hatten, konnte man den NHL-Star nicht rechtzeitig für den Match gegen Kloten lizenzieren. Letowski wird deshalb wohl seinen Einstand erst am kommenden Freitag zu Hause gegen Zug geben. Er bedauerte die Verlängerung seiner Inaktivität im Meisterschaftsbetrieb sehr: «Ich hätte heute gerne gespielt, aber bis zur nächsten Runde werde ich sicher noch ausgeruhter sein.» Nach dem Klotenspiel wird dem Trainer der Entschluss, wen er auf die Bank schicken will, sicher nicht leicht fallen. Zumindest gestern zeigten alle vier Söldner eine gute Leistung. mi

Freiburg – Kloten 3:2 (2:0, 1:0, 0:2)

St. Leonhard – 5050 Zuschauer. – SR Rochette, Simmen/Sommer.
Freiburg/Gottéron: Mona; Lintner, Studer; Rhodin, Berger; Gerber, Marquis; Birbaum; Berthoud, Vauclair, Plüss; Hentunen, Karlberg, Wirz; Sprunger, Montandon, Schneider; Sassi, Schümperli, Howald.
Kloten: Stephan; Blindenbacher, Klöti; Tanabe, Helbling; Hofer, Guignard; Gossweiler, Baumgartner; Lemm, Pittis, Rintanen; Lindemann, Halpern, Patrik Bärtschi; Bühler, Ehrensperger, Rufener; Rieder, Brunold, Stancescu.
Tore: 3. Hentunen (Karlberg, Rhodin/ Ausschluss Hofer) 1:0. 16. Rhodin (Karlberg, Hentunen/Ausschluss Blindenbacher) 2:0. 38. Plüss (Berthoud, Studer) 3:0. 42. Pittis (Rintanen, Tanabe/Ausschlüsse Karlberg, Rhodin) 3:1. 59. Tanabe (Lindemann) 3:2.
Strafen: je 4-mal 2 Minuten.
Bemerkungen: Freiburg ohne Letowski (noch ohne Spielbewilligung), Kloten ohne Guolla, Peter und Seydoux (alle verletzt) sowie Kostovic (krank) und Pollock (überzähliger Ausländer). – 29. Pfostenschuss Bärtschi. 58:41 Timeout Kloten, von 58:59 und ab 59:14 mit sechs Feldspielern. Schuss-Statistik: 35:35. Wahl zu den besten Spielern: Rhodin und Stephan.

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