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Gottéron kann «Zett» nicht besiegen

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Autor: Kurt ming

Die ZSC Lions sind schon jetzt Schweizer Meister der knappen Siege. Ihr glücklicher 4:3-Erfolg im mit 5253 Fans gut gefüllten St. Leonhard war wohl schon fast der dutzendste Saisonieg mit nur einem Treffer Differenz!

Grösster Leidtragender dieser unglaublichen Serie ist leider Freiburg-Gottéron. Einzig einmal konnten die Drachen gegen die Lions im Hallenstadion in der laufenden Spielzeit ein Pünktchen entführen. Gestern fehlte erneut nur ganz wenig, um den Champions-League-Halbfinalisten ein Bein zu stellen. Den Unterschied in diesem spannenden Match machten am Schluss die beiden Torhüter und die ungleiche Chancenauswertung. Der Heimklub schoss praktisch doppelt so häufig aufs Tor (44:24), musste trotzdem nach 60 Minuten mit hängenden Köpfen das Eis verlassen. Dies auch deshalb, weil Routinier Ari Sulander, wie am Mittwoch in Prag, sich wieder in bester Form präsentierte und in den entscheidenden Phasen mit sicherem Stellungsspiel und guten Paraden weitere Gegentore verhinderte.

Auf der anderen Seite sah Gigon beim zweiten und vierten Treffer nicht gut aus; Suchys Weitschuss zum 4:3 wurde von Birbaum noch abgelenkt. In den letzten 19 Minuten warfen die Saanestädter nochmals alles nach vorne, kamen auch zu der einen oder anderen Möglichkeit; die Schüsse von Heins, Sprunger und Co. verfehlten aber das Ziel um Haaresbreite.

Aufgrund der Spielanteile wäre eine Punkteteilung nach 60 Minuten eigentlich gerecht gewesen, aber die Zürcher spielten vor den beiden Gehäusen wieder einmal um die eine Spur cleverer.

Zwei Shorthander und zwei Powerplay-Tore

Wie in vielen knappen NLA-Partien fielen im vierten Spiel zwischen den beiden Teams auch diesmal mehr als die Hälfte der Tore in den Über- und Unterzahlperioden. Beim ersten Seitenwechsel stand es noch 1:1, und nach weiteren heissen 20 Minuten war immer noch 3:3 unentschieden.

Die beiden Youngsters Stefan Schnyder und Andrej Bykow hatten mit schönen Einzelleistungen die zwei ersten Mouchen erzielt, ehe im Mitteldrittel lauter Treffer im Powerplay fielen. Zum Erstaunen der Fans allerdings nicht immer für jene Mannschaft, die gerade mehr Spieler auf dem Feld hatte. Was Alston kann, kann ich auch, dachte wohl Mike Knoepfli und glich den Match – wie Alston zuvor – kurz nach Spielmitte in Unterzahl wieder aus.

Die Freude im Lager der Einheimischen dauerte jedoch nur kurz, 30 Sekunden später ging der ZSC durch seinen Goldhelm und Teamleader Gardner wieder in Führung. Leider stand die HCF-Abwehr, bei der Seydoux und Marc Abplanalp ihr Comeback gaben, in dieser Situation nicht optimal. Eine knappe Minute vor dem zweiten Sirenentor konnte Gottéron dann zum dritten Mal ausgleichen. Jeannin, der Verteidiger und Stürmer spielte, erzielte aus spitzem Winkel über Sulander hinweg das 3:3. Dies war der gerechte Lohn für viel Kampfgeist der Freiburger.

Glückliche Entscheidung

Nicht zum ersten Mal in dieser Saison musste so gesehen das letzte Drittel über Sieg und Niederlage entscheiden, und hier hatte der Gast die glücklichere Hand. Schon früh konnte der tschechische Verteidiger Suchy seine Farben wieder in Führung bringen, und diesen Vorsprung brachten die Zürcher trotz einem Mehrspiel in dieser Woche über die Distanz.

Trainer Pelletier wirbelte zwar seine Linien nochmals mächtig durcheinander, brachte minutenlang seine nominell besten Spieler – der Ausgleich wollte aber nicht mehr fallen. Gegen einen anderen Gegner hätte wohl Freiburgs gestrige Leistung zu Punkten gereicht, nicht aber gegen den kompakten Meister, dessen Verteidigung auch in den heikelsten Phasen nie die Übersicht verlor.

Coach Pelletier sah nach dem Match vor allem ein Defizit in der Mittelzone, dort hätte man nicht immer die optimalen Entscheidungen getroffen. Zudem hätte die Mannschaft gegen einen solch starken Widersacher noch zu viele «Hänger» gehabt.

Zürich seinerseits zählt in dieser Zusammensetzung und in dieser Form auch diese Saison zu den ersten Anwärtern auf den Titel.

In Biel unter Druck

Durch diese Niederlage hat sich Gottéron vor dem heutigen Romandderby in Biel natürlich zusätzlich unter Druck gesetzt, denn jetzt sollte man im Seeland unbedingt gewinnen, um die geplanten drei Weekend-Punkte einzufahren. Trainer Pelletier fürchtet sich etwas vor einer möglichen Reaktion des Aufsteigers nach den vielen bösen Pleiten der letzten Wochen. Zum Glück hat sich gestern Abend trotz vielen harten, aber fairen Zweikämpfen niemand beim HCF ernsthaft verletzt. Somit dürfte im Seeland die gleiche Truppe wie gegen Zürich auflaufen.

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