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Gottéron lässt einen Punkt liegen

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Zu viel zum Sterben, zu wenig zum Leben–in etwa so kann man im Moment die Gemütslage der Freiburger in der noch jungen Saison beschreiben. Mit drei Punkten aus den zwei Wochenendspielen gegen Genf und die Lakers hätte man gut leben können; jetzt seien es eben nur deren zwei geworden, sagte ein gemütsmässig hin- und hergerissener Hans Kossmann nach der turbulenten Schlussphase am oberen Zürichsee. Eigentlich müsste Gottéron eine solche Partie, in welcher es drei Mal vornegelegen hatte, gewinnen. Aber die Hintermannschaft inklusive ihrer beiden abwechslungsweise eingesetzten Hüter Benjamin Conz und Melvin Nyffeler garantieren zurzeit keine Sicherheit. Und so konnte der ehemalige Gottéron-Spieler Antonio Rizzello eine gute Minute vor Spielende den Rapperswilern noch einen Zähler sichern. Zum Glück für die Gäste konnte Killian Mottet mit seinem Tor in der Overtime den Schaden noch in Grenzen halten; der Zusatzpunkt war hochverdient.

 Guter Start

Nach vier Minuten lag Freiburg in Rapperswil schon 2:0 vorne, und eigentlich deutete vieles auf einen geruhsamen Abend für die furios starteten Gäste hin. Die zwei Tore gingen jedoch nicht auf das Konto der 13 eingesetzten Stürmer–Sandro Brügger rückte für den erneut verletzten Jérémie Kamerzin ins Team–nein, es waren zwei knallharte und präzise Distanzschüsse der vorpreschenden Verteidiger Michael Ngoy und Marc Abplanalp. Statt diesen Vorsprung zu verwalten, musste Gottéron in der 9. Minute schon das Anschlusstor von Rajan Sataric hinnehmen. Es war dies übrigens der erste richtige Schuss aufs Tor von Nyffeler, der wie angekündigt den Vorzug im Kasten erhalten hatte. Auch wenn Kossmann am Ende seinen jungen Torhüter in Schutz nahm, war nebst diesem Weitschuss auch das 4:4 nicht unhaltbar. Der Zürcher Torhüter sieht den Grund der vielen Gegentore in der defensiven Abstimmung der ganzen Mannschaft und auch etwas am fehlenden Selbstvertrauen. Eines ist jedoch allen klar: Mit im Schnitt vier Gegentoren pro Partie (der schlechteste Wert der Liga) wird es in jedem Spiel schwierig, zu Punkten zu kommen. Wollen sich die Freiburger in Richtung eines sicheren Playoff-Platzes bewegen, muss in der viel zu statischen Abwehr und bei den beiden kaum Sicherheit ausstrahlenden Keepern vieles schnell besser werden.

Lakers-Schweden im Duell mit Plüss

Dass die Lakers bis zur Schlusssirene auf ihren dritten Saisonsieg hoffen konnten, hatte das Team des Trainerduos Anders Eldebrink/Michel Zeiter vorab ihrer nordischen Fraktion zu verdanken, die sich vorweg in den vielen Überzahlspielen offensiv hervortat. Abgerundet durch den ebenfalls torgefährlichen Jordy Murray hielt dieses Quartett den Gegner stets auf Hochspannung und war in der 42. Minute für den 3:3-Ausgleich besorgt. Die Schweden agierten mit viel Selbstvertrauen, so Kossmann. Bleibt die Frage, wie lange die Kräfte dieses Quartetts ausreichen werden. Aufseiten Gottérons machte Captain Benjamin Plüss mit seinen Nadelstichen dem Gegner das Leben so richtig schwierig. Bei seinen Führungstoren zum 2:3 und zum 3:4 im letzten Drittel zeigte der Internationale, dass er auch in dieser Saison für seine Mannschaft kaum zu ersetzen sein wird. Mit Marc-Antoine Pouliot steht ihm jedoch zurzeit auch ein starker Center zur Seite. Welche Konsequenzen die Rückkehr von Andrei Bykow in dieser Woche für die Aufstellung haben wird, ist eines der wenigen Luxusprobleme von Trainer Kossmann. Genügend Chancen, den Sack frühzeitig zuzumachen, hätte man am Samstag gehabt, trauerte Kossmann den guten Möglichkeiten von Julien Sprunger und Adam Hasani im Startdrittel oder dem Stangenschuss von Plüss im zweiten Abschnitt nach. Aber wie es im Sport meistens ist: Wer vorne die Tore nicht schiesst, kriegt sie eben hinten. Diese bittere Erfahrung musste der HCF nach den beiden knappen Niederlagen gegen Bern und Genf beinahe wieder machen. Der erzitterte Sieg in der Verlängerung war so gesehen ein ziemlich magerer Lohn für viel Aufwand.

Frischer Wind nach der Champions League

Der Trainer und die Spieler Freiburgs, die nach fünf Runden knapp unter dem ominösen Playoff-Strich stecken, freuen sich jetzt auf das Spiel in der Champions Hockey League von morgen Dienstag in Berlin gegen die Eisbären. In diesem internationalen Wettbewerb, in welchem die Chancen intakt sind, die Sechzehntelfinals zu erreichen, will man laut Kossmann vor allem etwas den Kopf lüften und vielleicht auch neue Ideen tanken. Zudem sollte der Schlachtplan Melvin Nyffelers vielleicht schon zum ersten Mal angewendet werden. «So kann es nicht weitergehen. Wir können nicht jedes Mal fünf Tore schiessen, um zu gewinnen», hielt der Goalie fest. Dies und die unmittelbare Rückkehr Bykows lassen Fans und Team auf bessere Zeiten hoffen. Das harzige Auswärtsspiel in Rapperswil war so gesehen vielleicht der Anfang besserer Zeiten. Aufseiten der St. Galler nähren die neu verpflichteten Schweden die Hoffnung, Ende Saison wieder einmal in den Playoffs dabei zu sein. Für die Freiburger ist dies nur das Minimalziel.

 

Telegramm

Raperswil – Gottéron 4:5 (1:2, 1:1, 2:1, 0:1) n.V.

4702 Zuschauer.–SR Vinnerborg (Sd)/Wehrli, Dumoulin/Tscherrig.Tore:1. (0:33) Ngoy (Kwiatkowski) 0:1. 4. Abplanalp (Dubé, Mottet) 0:2. 9. Sataric (Nils Berger) 1:2. 22. Murray (Persson, Danielsson) 2:2. 39. Plüss (Pouliot) 2:3. 42. Fransson (Danielsson, Johansson/Ausschlüsse Plüss, Dubé) 3:3. 48. Plüss 3:4. 58. Rizzello (Danielsson) 4:4. 63. (62:11) Mottet (Pouliot) 4:5.Strafen:3-mal 2 Minuten gegen die Rapperswil-Jona Lakers, 9-mal 2 Minuten gegen Freiburg-Gottéron.

Rapperswil-Jona Lakers:Wolf; Fransson, Sataric; Hächler, Sven Berger; Weisskopf, Geyer; Eigenmann; Pedretti, Persson, Murray; Danielsson, Johansson, Obrist; Thibaudeau, Hürlimann, Rizzello; Neukom, Heitzmann, Nils Berger; Reto Schmutz.

Gottéron:Nyffeler; Ngoy, Kwiatkowski; Helbling, Abplanalp; Huguenin, Schilt; Montandon; Mottet, Dubé, Tambellini; Hasani, Wirtanen, Vauclair; Sprunger, Pouliot, Plüss; Fritsche, Brügger, Monnet; Ness.

Bemerkungen:Rapperswil ohne Flavio Schmutz, Frei, Lüthi, Friedli, Nodari, Hüsler (alle verletzt) und Walser (überzähliger Ausländer). Gottéron ohne Mauldin, Bykow und Kamerzin (alle verletzt).–Timeout Lakers (4.).–Pfostenschüsse: 26. Plüss, 55. Neukom.–32. Fritsche schiesst Penalty an den Pfosten.–Timeout Gottéron (59:42).

Die FN-Besten:Johansson, Plüss.

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