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Gottéron rannte vergebens an

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Gottérons Interims-Präsident Michel Volet wünschte den Freiburger Fans vor dem Spiel zweisprachig ein glückliches Jahr und möglichst viele erfolgreiche Spiele für Gottéron. Dass fromme Wünsche nicht immer Wirklichkeit werden, mussten die Zuschauer zwei Stunden später bitter zur Kenntnis nehmen. Die Tessiner Fans verabschiedeten sich nach dem Spiel in Richtung Freiburger Fan-Ecke mit dem Spruch «Gottéron Liga B». So weit ist es zum Glück noch lange nicht, aber die weitere Niederlage im ersten Spiel nach der Weihnachtspause lässt keine grossen Hoffnungen aufkommen. Lugano reichte eine durchschnittliche Leistung, um weitere drei Zähler aufs Konto zu schreiben, während auf der anderen Seite bei den Freiburgern der Playoff-Strich in immer weitere Ferne entschwindet.

 Fleiss nicht belohnt

 In Freiburg läuft es zurzeit nicht nur auf dem Eis nicht rund, auch die Personalentscheide rund ums Team geben dem neutralen Beobachter zu denken. Kaum zu glauben, aber obwohl man nun schon zum x-ten Mal in dieser Saison nur gerade elf gesunde Stürmer stellen konnte, gab der Klub Ende Jahr den Aushilfsstürmer Raphael Kuonen wieder an dessen Stammklub Lugano zurück. Volets trockener Kommentar zu dieser Mutation: «Der Vertrag lief Ende Jahr aus.» Scheinbar versuchte man trotz Personalnot nicht, diesen Leihvertrag zu verlängern. Dies hatte zur Folge, dass Coach Gerd Zenhäusern einmal mehr ab Spielmitte nur noch regelmässig mit drei Sturmreihen agieren konnte. Der zum Stürmer umfunktionierte Maxime Montandon und Sandro Brügger sahen sich das Spiel gegen Ende nur noch von der Bande aus an. Dies bestätigte einmal mehr, dass das Duo wohl für die nächste Saison einen neuen Klub suchen muss. Als dann auch noch Center Christian Dubé Ende des Mitteldrittels nach einer Schlägerei mit Alessandro Chiesa frühzeitig in die Kabine musste, herrschte endgültig Stürmernotstand beim Heimklub. Dies kam den viel ausgeglicheneren Tessinern in der Schlussphase natürlich entgegen. Nach Marco Maurers Siegestor hatte Freiburg weder die Kraft noch die offensiven Mittel, den Gegner wirklich unter Druck zu setzen.

Viele Chancen

Chancen für mehr als einen Treffer gab es in diesem offenen und spannenden Match eigentlich genügend. Aber einerseits hatten die Stürmer ihr Visier ziemlich schlecht eingestellt, andererseits standen in beiden Toren die besten Spieler ihrer Mannschaft. Der frühere Gottéron-Junior Daniel Manzato erwischte einen glänzenden Abend und konnte am Ende sogar einen Shutout feiern. Sein Gegenüber Benjamin Conz stand ihm diesmal kaum nach, einzig den platzierten Hocheckschuss Marco Maurers, der ja am Spenglercup Jokerit Helsinki verstärkt hatte, musste er passieren lassen. Bei diesem Tor standen übrigens auf der Seite Freiburgs zwei Spengler-Cup-Teilnehmer Joel Kwiatkowski und Marc-Antoine Pouliot auf dem Eis. Den entscheidenden Fehler machte jedoch Michael Ngoy, der in dieser entscheidenden Szene nicht zum einzigen Mal schlecht aussah. Mit einem Big Save gegen Alessandro Bertaggia hielt Conz sein Team in der 50. Minute weiter im Spiel. Und 28 Sekunden vor Ende hätte eigentlich Greg Mauldin den späten Ausgleich erzielen müssen, der Amerikaner verpasste jedoch das leere Tor. Diese Szene war irgendwie symptomatisch für das ungenügende Offensivspiel der Drachen an diesem Tag; zum Glück zogen Damien Brunner und die nordischen Topskorer Linus Klasen und Fredrik Pettersson ebenfalls einen schwachen Match ein.

Schwach auf dem Eis waren auch die Schiedsrichter, was Zenhäusern und seinen Assistenten René Matte am Ende des Mittelabschnitts bös aus der Ruhe brachte. Den Grund für die bittere Niederlage muss der HCF jedoch vorweg im eigenen Lager suchen. Wer in 60 Minuten keine Tore schiesst, kann eben auch nicht gewinnen.

Heute in Kloten

Schon heute in Kloten bietet sich den Freiburgern gegen die gestern spielfreien Flyers eine neue Chance, endlich wieder auf die Siegesstrasse zurückzukehren. Dazu würde es aber eigene Tore benötigen. John Fritsche vor einem Jahr von Servette an die Saane gekommen, startet in der Kolpingarena übrigens seinen 50. Versuch auf sein erstes Tor. Auch diese kleine Randnotiz zeigt, dass beim Freiburger Hockeyklub im Moment vieles im Argen liegt.

Telegramm

Gottéron – Lugano 0:1 (0:0, 0:0, 0:1)

6700 Zuschauer (ausverkauft). – SR Koch/Wiegand, Kovacs/Rohrer.Tor:43. Maurer (Kienzle, Filppula) 0:1. – Strafen: 3mal 2 plus 5 Minuten (Dubé) plus Spieldauer (Dubé) gegen Freiburg-Gottéron, 3mal 2 plus Minuten (Chiesa) plus Spieldauer (Chiesa) gegen Lugano.

 

Freiburg-Gottéron:Conz; Ngoy, Kwiatkowski; Kamerzin, Schilt; Helbling, Huguenin; Abplanalp; Sprunger, Dubé, Benjamin Plüss; Mauldin, Pouliot, Tambellini; John Fritsche, Hasani, Tristan Vauclair; Montandon, Brügger, Mottet.

Lugano:Manzato; Andersson, Kparghai; Chiesa, Kienzle; Ulmer, Riccardo Sartori; Maurer; Pettersson, Sannitz, Klasen; Kostner, McLean, Bertaggia; Brunner, Filppula, Walker; Reuille, Romanenghi, Dal Pian; Kuonen.

 

Bemerkungen:Gottéron ohne Monnet, Ness und Bykow. Lugano ohne Walsky, Julien Vauclair, Hirschi, Steinmann, Balmelli (alle verletzt) und Fazzini (U20). – Timeouts: Lugano (57.), Gottéron (60.). Gottéron ab 59:28 ohne Goalie.

 

Die FN-Besten:Conz und Manzato.

Der heutige Gegner

Die Fakten zu den Kloten Flyers

• Der kanadische Verteidiger Jim Vandermeer wurde für seinen Check gegen den Kopf von Biels Mathieu Tschantré für sechs Spiele gesperrt. Kloten hat als Ersatz von Servette Vandermeers Landsmann Paul Ranger ausgeliehen.

 

• Der Trainerwechsel von Felix Hollenstein zu Sean Simpson blieb bisher ohne Erfolg. Die ersten beiden Spiele mit dem ehemaligen Schweizer Nati-Trainer an der Bande gingen verloren.

 

• Die Flyers holten in den 17 Heimspielen erst 21 Punkte. Nur die Lakers sind zu Hause noch schwächer.fs

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