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Gottéron war wieder nicht bereit

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Autor: Kurt Ming

Ausverkauftes Haus, Weihnachtsstimmung in der Hauptstadt und fröhliche Gesichter in beiden Fanlagern. Eigentlich waren alle Voraussetzungen für ein spannendes Nachbar-Derby gegeben. Was zum Hockeyfest fehlte, war ganz einfach ein HC Freiburg-Gottéron, der dem starken Schweizer Meister auf dem Eis Paroli bieten konnte.

SCB-Coach Larry Hurras hatte seine Boys auf diesen vierten Saisonvergleich, nach dem es nun 2:2 Untenschieden steht, richtiggehend heiss gemacht. Die Startphase gehörte ganz klar den Bernern und wurde durch das Führungstor von Vigier nach knapp fünf Minuten eingeleitet. Kurz danach genügten ein paar «giftige» Worte des Duos Vigier/McLean an die Adresse von Gottéroncaptain Julien Sprunger, um dem schlacksigen Stürmer schon früh den Schneid abzukaufen. Als dann Mitte des Spiels Mowers von Schiri Reiber in die Kabinen geschickt wurde und der SCB in Überzahl das 3:1 schoss, war der Mist in diesem Match schon frühzeitig geführt.

«Hockerli» auf dem Eis

Viel zu reden gab eine Szene kurz vor dem zweiten Seitenwechsel. Zu diesem Zeitpunkt lagen die Drachen dank einem schönen Treffer seines Schweden Björn Melin nur noch 2:1 hinten, als der Ex-Berner Mark Mowers allein aufs Tor von Bührer fuhr und vom Goldhelm Roche von den Beinen geholt wurde. Eigentlich warteten alle auf eine Zweiminutenstrafe gegen den Heimklub, einmal mehr hatte Reiber aber eine heikle Szene in einem Gottéronmatch anders gesehen: Er schickte nach einem Wortgefecht den Amerikaner hinaus, laut Spieleraussagen hatte der kanadische Ref Freiburgs Nummer 11 sogar wörtlich «beleidigt». Beim Hinausgehen warf der sonst als ruhiger Spieler bekannte Mowers wutenbrannt ein Sitzhockerli aufs Eis. In der nachfolgenden Szene schoss der SCB dann praktisch mit zwei Mann mehr – Knöpfli kurvte nach einem ungeahndeten Stockschlag ohne Arbeitsgerät herum – das vorentscheidende Tor.

Als der SCB anfangs des letzten Drittels mit dem schönsten Treffer des Spiels durch Martin Plüss sogar auf 4:1 erhöhte, war die Luft bei den Gästen endgültig draussen.

Freiburg physisch unterlegen

Wer in Bern punkten will, muss seit Jahren vorweg zwei Attribute aufs Eis bringen: eine solide Defensive und ein körperbetontes Zweikampfverhalten. Von beiden dieser Berner Tugenden waren die Saanestädter diesmal meilenweit entfernt. Coach Serge Pelletier bringt es offenbar nicht mehr fertig, sein Team richtig auf die Gegner einzustellen. Seine Spieler verlieren an den Banden die meisten Duelle und das Angriffsspiel der Drachen ist nur Flickwert. Der HCF hatte in diesem Match kaum eine Handvoll Chancen, und zudem stand ihnen mit Marco Bührer ein starker Keeper gegenüber, der das Duell mit Christobal Huet diesmal für sich entschied. Und je länger das Spiel dauerte, desto mehr hatte man das Gefühl, dass der Siegeswille bei den Drachen erlosch. Angesichts des Meisterschaftsprogramms – am Donnerstag wartet mit dem EVZ im St. Leonhard schon wieder ein weiterer starker Gegner – schonte man nach dem klaren Rückstand sichtlich auch die Kräfte.

Starke Gottéronkandidaten beim SCB

Nebst den feiernden SCB-Fans schauten sicher viele Gottéronanhänger auf das Duo Gamache/Dubé, dass ja für die nächste Saison in der Saanestadt ein Thema sein soll. Die beiden Francokanadier gehörten beim Sieger zu den Besten, auch der Sohn von Gil Montandon, Arnaud, machte bei seinen Einsätzen eine gute Figur.

Auf der anderen Seite musste man schon gut hinsehen, um beim Verlierer positive Punkte zu sehen. Trainer Serge Pelletier suchte nach dem Match vorab die Schuld nicht zu Unrecht beim Unparteiischen, aber diesmal traf man zudem ganz einfach auf einen besseren Gegner.

Will nun die Mannschaft noch vor Weihnachten wieder auf die Siegesstrasse zurückkehren, dann braucht es gegen Zug sicher eine ganz andere Vorstellung. Aber am Donnerstag heisst der Schiri sicher nicht Reiber, und zudem dürfen die Drachen dann auf den wichtigen Heimvorteil zählen, der eben auch in Bern manchmal schon fast die halbe Miete wert sein kann.

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