Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Hexen, Peitschen und Fassadenkletterer

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Hexen, Peitschen und Fassadenkletterer

Auch ohne Sujetwagen war der Umzug am Zähringer Narrentreffen in Murten abwechslungsreich

Die Premiere ist gelungen. Die Zähringer Fastnacht in Murten hat sowohl Narren als auch Zuschauern Spektakel geboten. Und man konnte erfahren, wie andernorts Fastnacht gefeiert wird.

Von PATRICK HIRSCHI (Text)
und CHARLES ELLENA (Bilder)

Heftige Niederschläge am Sonntag über Murten: Am Vormittag in Form von leuchtend weissen Schneeflocken, die am Nachmittag dann von einem knallbunten Konfettiregen abgelöst wurden. Vor allem die alemannischen Gastcliquen legten die Altstadt beim Umzug am Nachmittag in einen regelrechten Teppich aus farbigen Papierschnipseln. Kanonen benötigten sie dazu keine – sie vertrauten auf ihr genaues Auge und eine treffsichere Hand.

Allerdings vermochte der Umzug nicht so viele Zuschauer anzulocken wie jeweils die reguläre Fastnacht. Gemäss den Veranstaltern fanden etwa 2000 Personen den Weg ins Stedtli. Das vermeintlich kalte Wetter mag wohl der Hauptgrund gewesen sein. Gemäss Monika Schneeberger von Murten Tourismus liegt man mit dieser Besucherzahl ziemlich genau im erwarteten Bereich. «Bei durchgehend schönem Wetter hätten wir mit etwa 3000 Personen gerechnet.»

Waghalsige Actioneinlagen

Den Schaulustigen wurde ein wahres Monsterprogramm geboten. Nicht weniger als 54 Cliquen nahmen am Umzug teil. Im Gegensatz zur normalen Murtner Fastnacht beschränkte man sich daher auf einen einzigen Durchgang. Dieser führte vom Schloss über die Rathaus-, Französische Kirch-, Deutsche Kirch-, Schul-, Schaal- und Hauptgasse zum Berntor, wo sich die Cliquen im Reissverschlusssystem kreuzten.

Anders als an der regulären Fastnacht fehlten am Zähringer Narrentreffen die Sujetwagen. Dafür boten die Kostüme der verschiedenen Cliquen viel Abwechslung: Löwen, Frösche, Gnome und allerlei Fantasiefiguren gab es zu entdecken.

Die heimischen Guggen und ihre Schweizer Kollegen sorgten für die schwungvolle musikalische Unterhaltung. Die deutschen Fastnächtler im Gegenzug boten eher optisches Spektakel. Vor allem die Hexen schienen ihren Spass zu haben. Sie liessen ihre lauten Peitschen knallen, jagten Jugendgruppen oder kidnappten Leute aus dem Publikum, um sie im Kinderwagen durchzuschütteln. Ein paar ganz Bewegliche versuchten sich sogar im Fassadenklettern.

Nächstes Mal wieder in Deutschland

Das Organisationskomitee ist rundum zufrieden mit dem Anlass, der zum ersten Mal in Murten und zum zweiten Mal überhaupt stattfand.

56 Cliquen haben schlussendlich am Umzug teilgenommen, davon etwa 20 aus Deutschland. Von den 1800 Fastnächtlern haben etwa 500 in den Turnhallen und Schulhäusern übernachtet.

Von den zehn Murtner Fastnachtscliquen hat jedes der etwa 350 Mitglieder in irgendeiner Form einen Einsatz geleistet: Betreuung einer Gastclique, Service im Narrendorf, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Ausserdem hat der Samariterverein seine Dienste angeboten.

Sowohl der Aufbau als auch das Fest an sich seien unfallfrei über die Bühne gegangen. Einziger Zwischenfall sei ein Einbruch gewesen, bei dem das Festzelt beschädigt und Getränke gestohlen worden sind.

Laut Stadtschreiber Urs Höchner gibt es noch keine konkreten Pläne für eine dritte Ausgabe des Zähringer Narrentreffens. Ziel sei es aber, in drei Jahren in einer deutschen Stadt wiederum einen solchen Anlass durchzuführen.

Mehr zum Thema