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«Ich brauchte diese Herausforderung»

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Autor: elisabeth schwab-salzmann

Elisabeth Leu-Lehmann engagierte sich immer zu hundert Prozent: in Beruf, Politik und Familie. Dass sie jetzt vorzeitig aus ihrem Amt als Heimleiterin zurücktreten muss, fällt ihr nicht ganz leicht. «Vor einem Jahr erkrankte ich an Brustkrebs und habe Operation und Folgebehandlungen durchgestanden. Jetzt brauche ich alle meine Kräfte, um wieder gesund zu werden», sagt Elisabeth Leu.

Auf den 1. September tritt der bisherige Pflegeleiter und Stellvertreter Jean-Claude Cotting ihre Nachfolge als Heimleiter an. Leu ist zuversichtlich: «Ich bin überzeugt, dass das Pflegeheim Kerzers durch meinen Nachfolger gut weitergeführt wird.»

Hemmschwellen abbauen

Vieles hat sich in den vergangenen sieben Jahren verändert: «Der wichtigste Schritt war der Übergang vom Altersheim zum Pflegeheim», so die Heimleiterin. Damit verbunden waren die baulichen Veränderungen wie der Ausbau der Wohnung zu Bewohnerzimmern und der Lifteinbau bei den Bädern. Der Personalbestand erhöhte sich laufend durch die Zunahme der Pflegefälle.

Daneben hatte sie aber auch mit den Mitarbeitern und freiwilligen Helfern zahlreiche neue Angebote für die Bewohnerinnen und Bewohner eingeführt. Regelmässig werden Gedächtnistrainings, Bewegungsnachmittage, Spielabende, Kochgruppe, Ausflüge und offene Mittagstische durchgeführt. Freiwillige holen täglich mit dem Heimbus ältere Menschen, die noch bei sich zu Hause wohnen, zum gemeinsamen Essen ins Pflegeheim. Dies wird in Zusammenhang mit der Spitex Kerzers-Fräschels organisiert. «Auf diese Weise beleben wir den Kontakt zwischen drinnen und draussen und erreichen auch, dass bei vielen Menschen die Hemmschwellen etwas abgebaut werden, sich für den Eintritt ins Pflegeheim anzumelden», betont Elisabeth Leu. Sie weiss, dass das Loslassen, der Übertritt vom selbständigen Wohnen zum Leben in der Gemeinschaft eine besondere Begleitung erfordert.

Die Bewohnerinnen und Bewohner bringen ihre Eigenheiten und «Mödeli» mit ins Alters- und Pflegeheim. Das könne bereichernd, hie und da auch belastend sein, erklärt Leu: «Wichtig erscheint mir, dass unser Haus für die Bewohner ein Zuhause und weniger ein Spital wird.»

Einige nehmen ihr Büsi mit oder haben Freude an den zwei Heimkatzen, viele spazieren gerne im neu gestalteten «Garten der Sinne», wo nebenan auch zwei Pferde grasen. Die Neugestaltung des Gartens mit endlos angelegten Wegen kommt auch den demenzkranken Patienten entgegen. Besonders wichtig ist immer auch das Essen. Sehr viele Heimbewohner schätzen zwei Mal am Tag eine Suppe. Und wenn jemand zum Nachtessen ein Spiegelei oder einmal eine Cervelat wünscht, dann wird auch das ermöglicht.

Gesundheitsnetz See

Elisabeth Leu engagiert sich seit Jahren auch politisch. Die SVP-Politikerin war 1999 Grossratspräsidentin und kandidierte für den Nationalrat. «Ich brauchte damals diese Herausforderung», meint sie rückblickend.

Die Heimleiter der Heime im Seebezirk treffen sich regelmässig. Gemeinsam werden Administratives, Einkauf von Mobiliar getätigt, auch der Gedankenaustausch ist wichtig. Positiv sieht Elisabeth Leu die Schaffung des Gemeindeverbandes Gesundheitsnetzes See: «Ich bin froh, dass man sich dazu entschieden hat, im jeweiligen Pflegeheim die Heimleiter zu belassen, damit ist die Ansprechperson garantiert», so die Heimleiterin. Elisabeth Leu wünscht sich, dass neue Wohnformen und genügend Einzelzimmer für die älteren Menschen im Seebezirk umgesetzt werden.

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