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«Ich will unbedingt noch einen Titel»

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Autor: MAtthias Fasel

Shawn Heins, Ihr heutiger Halbfinal-Gegner Davos hat am Donnerstag das entscheidende Spiel gegen Lugano auf beeindruckende Art mit 7:1 gewonnen. Haben Sie sich das Spiel angeschaut?

Ja, Davos hat tatsächlich stark gespielt. Sie haben vier ausgeglichene Linien, ähnlich wie wir. Lugano hingegen spielte in der Serie bloss mit zweieinhalb bis drei Linien. Deshalb hatten sie im letzten Spiel auch keine Chance mehr. Ihnen fehlte die Kraft.

Könnte die Kraft im Halbfinal auch zum entscheidenden Plus für Gottéron werden?

Ich denke nicht. Gerade weil Davos so ein breites Kader hat, werden sie wohl keine Ermüdungserscheinungen zeigen. Und solange es einigermassen läuft, wird man in den Playoffs ohnehin nie müde.

Davos spielt ein offensives Tempohockey. Gottéron hatte in den letzten Jahren so seine liebe Mühe damit. Was wird der Schlüssel sein, um trotzdem erfolgreich zu sein?

Wir dürfen auf keinen Fall so ins offene Messer laufen wie im letzten Saisonspiel, als Davos schon nach dem ersten Drittel mit 4:0 führte. Wir dürfen uns keine unnötigen Puckverluste leisten und absolut keine Konter zulassen. Ich bin überzeugt, dass uns das gelingen wird. Denn in den Playoffs ist sowieso alles anders. Das hat man ja auch gegen Zürich gesehen. Die hatten wir in der Meisterschaft nie besiegt …

Also ist wie gegen die Lions wieder ein sehr defensives Gottéron zu erwarten?

Wir haben keine andere Wahl. Wir haben nicht das Spielerpotenzial, um andere Teams mit einem Offensivspektakel zu überrennen. Der Weg zum Sieg führt bei uns deshalb nur über die Defensive und absolute Disziplin.

Disziplin ist ein gutes Stichwort. In der Meisterschaft waren Sie der meistbestrafte Spieler der Liga. In den Playoffs sind Sie bisher sehr ruhig und haben erst vier Strafminuten kassiert.

Ich muss ruhig sein. In den Playoffs darf man sich nicht viele Strafen leisten. Und solange wir gewinnen, ist sowieso alles gut. Weil ich es so sehr hasse zu verlieren, werde ich bei Niederlagen manchmal ein bisschen nervös.

Muss man sich bei der nächsten Niederlage also wieder Sorgen machen?

In den Playoffs ist das anders. Da geht es ja um die Serie, und nicht um die einzelnen Spiele. Um dem Team zu helfen versuche ich deshalb weiterhin so wenige Strafen wie möglich zu kassieren. Aber ich kann nichts versprechen. Denn natürlich werde ich weiterhin hart spielen. Es hängt dann immer auch von den Schiedsrichtern ab. Ideal ist es, wenn sie sich nicht inszenieren wollen und das Spiel laufen lassen. Im bisherigen Playoff-Verlauf bin ich für einmal sehr zufrieden mit den Referees.

Gibt es bei Davos einen Provokateur, der es auf Sie absehen wird?

Ich glaube nicht. Es geht auch nicht um Provokationen. Zum Kochen bringen mich vielmehr Respektlosigkeiten, also unfaire und versteckte Fouls gegen meinen Mitspielern. Aber ich glaube, die Davoser haben den nötigen Respekt. Sie sind ein faires Team.

Letztes Jahr ist Gottéron im Halbfinal ziemlich klar an Genf gescheitert. Wie gross ist die Gefahr, dass sich das Szenario wiederholt?

Nach dem Sieg gegen Bern waren wir letztes Jahr zu selbstzufrieden und ausgelaugt. Es war ein zu grosser Höhepunkt. Im Nachhinein haben wir uns aber extrem geärgert, dass wir nicht das gezeigt haben, was wir eigentlich konnten. Das wird uns dieses Jahr deshalb sicher nicht passieren. Ausserdem sind wir nun auch von den Spielern her viel stärker. Und wir haben mehr Leader in der Kabine.

Ist es realistisch, an den Titel zu denken?

Wir sind auf jeden Fall bereit für die kommenden Aufgaben. Wir haben momentan genau die richtige Stimmung im Team. Bei aller Motivation muss man immer die Freude am Spiel bewahren und sich freuen, die Mannschaftskollegen wiederzusehen. Bei uns ist das der Fall. Es gibt keinen Neid und jeder ordnet sich dem Kollektiv unter. Im letzten Spiel hat Julien (Sprunger) alle drei Tore erzielt. Im Team hat das niemanden interessiert.

Ich persönlich will unbedingt noch einmal einen Titel gewinnen, bevor ich mich vom Profisport zurückziehe. Ich bin jetzt 35 Jahre alt und werde wohl nicht mehr allzu viele Chancen besitzen.

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