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Im Winter wird die Ernte vorbereitet

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Im Winter wird die Ernte vorbereitet

Jean-Daniel und Franziska Chervet sind Winzer in Praz

Wer im Herbst von seinen Rebstöcken Trauben von bester Qualität ernten will, muss schon kurz nach der vergangenen Ernte mit der Arbeit für die künftige beginnen. Jean-Daniel und Franziska Chervet bestellen schon in der fünften Generation ihren Rebberg in Praz.

Autor: Von ELISABETH SCHWAB-SALZMANN

Beim Genuss eines Glases Weisswein oder Rotwein aus dem Wistenlach haben die Weinliebhaberin oder der Gourmand die lieblichen Südhänge am Ufer vom Murtensee im Sommer vor Augen. Für gute Resultate müssen die Fachleute jedoch rund ums Jahr im Weinberg arbeiten, erklärt der Winzer und Kellermeister Chervet im Gespräch mit den FN.Kaum ist das Traubengut in den Fässern, macht der Winzer die ersten Kontrollgänge im Weinberg, um nachzusehen, welche Rebstöcke weiter im Boden bleiben. «Wir nehmen die alten Stöcke, die keine gute Frucht mehr bilden, aus dem Boden und pflügen den Boden um, damit im Frühling neue gepflanzt werden können», erklärt Jean-Daniel. Immer wieder müssen kleine Mauern geflickt werden, ein Abhang gesichert oder Bäume am Rand gestutzt werden.

Rebenschnitt ist Chefsache

Jean-Daniel Chervet hat viel von seinem Vater Louis gelernt, der ihm das Gut übergeben hat. 1990 kaufte sich Louis Chervet ein Weingut im Languedoc im Süden Frankreichs und baut dort die typisch südfranzösischen Weine an. Nach der Handelsschule hat sich Jean-Daniel in der Fachhochschule Changins in Weinbau und Oenologie ausgebildet und leitet heute gemeinsam mit seiner Frau Franziska den Betrieb. Jean-Daniel ist für den Anbau und den Keller verantwortlich, Franziska, die aus dem Hotelfach kommt, leitet die Administration, die Degustationen und den Verkauf.Mit Hilfe von zwei Angestellten schneidet der Patron im Januar und Februar die Reben zurück, drei weitere Mitarbeiter helfen im Anbau mit. «Der Rebenschnitt ist eines der wichtigen Elemente im Weinbau», erklärt er. Die abgeschnittenen Zweige werden gehäckselt und als Dünger in den Boden gebracht. Im Frühling treiben die Knospen aus, die Rebe wächst, bald müssen schon die Triebe einzeln und von Hand in die Spalierdrähte eingefügt werden. Die ganze Rebfläche wird nach den Regeln der Integrierten Produktion (IP) bewirtschaftet. Auch bei Chervets steht praktisch vor jeder Reihe Reben ein Rosenstock. Heute ist die Rosenpflanze eine reine Dekorationsangelegenheit, früher aber habe der Winzer auf den Rosenblättern abgelesen, ob der echte Mehltau in der Luft liege und sofort die Reben gespritzt.

Das Wetter ist entscheidend

«Das Wetter macht zu 80 Prozent die Qualität des Weines aus, der Rest passiert im Keller», sagt der Winzer. Man könne seine Reben pflegen, richtig zurückschneiden, die Traubenmenge pro Pflanze gemäss den Qualitätsstandards beschränken, und doch bleibe bis kurz vor der Ernte noch alles offen: Wetterkapriolen wie Regenperioden, Hagelschlag, Hitze usw. können innert kurzer Zeit die Arbeit eines Jahres zunichte machen. Auf 15 Hektaren wachsen sieben weisse Traubensorten (60 Prozent der Gesamtfläche) und vier rote Traubensorten. Bei den weissen Sorten baut Chervet neben dem traditionellen Chasselas auch Chardonnay, Gewürztraminer, Freisamer, Pinot Gris und Sauvignon blanc an. Bei den roten Sorten sind es Pinot noir, Gamaret, Garanoir, Syrah. Pro Jahr keltert Chervet rund 75000 Liter Wein und füllt damit gegen 100000 Flaschen. «Der Jahrgang 2006 ist vielversprechend, trotz des relativ nassen Sommers», freut sich Jean-Daniel Chervet.

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