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Immobilienpark birgt noch Potenzial

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Von Schlössern bis zu Alphütten: Der Kanton Freiburg verfügt mit den 675 Gebäuden in seinem Besitz über einen beeindruckenden Immobilienpark.

Welche Gebäude in seinem Besitz sind, war bisher schon klar. Das kantonale Hochbauamt verfügt über eine entsprechende Liste. Nun aber legt der Staatsrat einen Bericht vor, der auch ein detaillierteres Inventar seiner Immobilien darstellt. Dieses enthält nebst der eigentlichen Auflistung der Gebäude auch eine Zusammenstellung der Gebäudewerte, eine Einteilung in die verschiedenen Nutzungsarten und eine Erfassung des noch ungenutzten Potenzials, das in den Immobilien steckt. Diese Bestandesaufnahme ist zudem unterteilt auf die Lage der Gebäude in den einzelnen Bezirken.

Viele geschützte Gebäude

Ausschlaggebend für den Bericht war ein Postulat der Grossräte Jean-Pierre Doutaz (CVP, Epagny) und Raoul Girard (ehemalig, SP, Bulle). In ihrem Vorstoss forderten die beiden nebst einer Bestandesaufnahme auch eine Entwicklungsstrategie für die Staatsgebäude, die über die reine Unterhaltspflicht hinausgehe. Das Postulat wurde im Juni 2018 auf Vorschlag des Staatsrats angenommen.

Die Bestandesaufnahme ergibt, dass von den 675 Gebäude im Staatsbesitz 208 vom Amt für Kulturgüter verzeichnet und von diesen 121 gar geschützt sind. Beim Wert des gesamten Immobilienparks stützt sich der Bericht auf den Versicherungswert der Gebäudeversicherung. Er beträgt rund 1,9 Milliarden Franken, wovon die verzeichneten Gebäude über 1,1 Milliarden Franken ausmachen.

Jährliches Unterhaltsbudget

Die überwiegende Mehrheit der Objekte im Besitz des Kantons befinden sich in der Stadt Freiburg und im Greyerzbezirk, inklusive 42 Alphütten.Nicht ganz so umfassend ist die Zusammenstellung der Unterhaltskosten in der Vergangenheit. Der Bericht stützt sich auf 41 Prozent der Gebäude und die in den letzten zehn Jahren dafür getätigten Instandhaltungskosten. Gemäss dem staatsrätlichen Bericht wurden dabei im Durchschnitt jährlich 1,5 Prozent des Versicherungswerts beziehungsweise sieben Millionen Franken aufgewendet. Diese Kosten sind durch das Instandhaltungsbudget des Hochbauamts gedeckt. Nicht eingerechnet sind darin grosse Bauarbeiten, die über Investitionskredite finanziert wurden.

Mehr Geld nötig

In seiner Schlussfolgerung kommt der Staatsrat zum Schluss, dass in Zukunft wohl ein zusätzlicher Aufwand auf dem heutigen Unterhaltsbudget erforderlich sein wird. Dies vor allem auch, um mit den Gebäuden einen Mehrwert zu erzielen.

Tatsächlich verlangte das Postulat auch eine Einschätzung des Potenzials der Gebäude. Dieser Forderung kommt die Erhebung mit einer Bewertung von 0 (kein Potenzial) bis 3 (signifikantes Potenzial) nach. Zusammenfassend stellt der Staatsrat fest, dass das Entwicklungspotenzial der Gebäude im Durchschnitt sehr hoch ist. Potenzial gebe es bei 10 Prozent der Gebäude in Bezug auf Nutzung, bei 23 Prozent in Bezug auf kulturelle Vermittlung und bei 24 Prozent in Bezug auf Tourismus und Standortqualität. Bei den verzeichneten und geschützten Gebäude sind diese Zahlen noch höher.

Gemäss dem Bericht gibt es heute bezüglich der Gebäude ebenso viele Modelle der Zusammenarbeit wie Projekte. Eine Koordination existiere zwar zwischen einzelnen Projekten und Standorten, nicht aber eine gemeinsame Aktion des Hochbauamts und des Amts für den Kulturgüterschutz. Koordination sei auch mit anderen Akteuren aus Tourismus, Bildung oder Wirtschaftsförderung nötig.

Kommission soll koordinieren

Da eine Koordination innerhalb einer festen Struktur fehle, möchte der Staatsrat noch 2020 eine Verwaltungskommission einsetzen, um auf diesen staatlichen Gebäuden einen Mehrwert zu erzielen. Diese könne von der heutigen Kommission für die Erhaltung der Kathedrale ausgehen, müsse aber angepasst werden. Heute sei es noch nicht möglich, einen Finanzplan festzulegen. Nebst einem Fahrplan wäre auch dies eine Aufgabe der neuen Kommission.

Zahlen und Fakten

Ein grosses Erbe des Ancien Régime

Die 675 Gebäude des Kantons finden sich am häufigsten in der Stadt Freiburg (212), dem Greyerzbezirk (136) und dem Seebezirk (108). Im Sensebezirk sind es nur 50 Gebäude. Dazu kommen 16 Freiburger Gebäude in der Waadt. Von den 208 inventarisierten Gebäuden entstanden mit 83 die meisten zwischen 1800 und 1914: ein Erbe des Ancien Régime und Zeuge der staatspolitischen Entwicklung. 42 wurden vor 1600 gebaut. Von den historischen Gebäuden dienen mit 37 am meisten den Hochschulen und der Universität. 33 sind Alphütten, 21 Befestigungsanlagen.

 

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