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In fast jeder Klasse ist jemand betroffen

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Autor: Imelda ruffieux

Das Netzwerk Essstörungen wurde vor über zehn Jahren als Interessengemeinschaft gegründet. Der Anstoss kam anlässlich einer Weiterbildung von Bettina Isenschmid, Fachärztin am Inselspital in Bern. Sie hatte nämlich festgestellt, dass viele von Essstörungen betroffene Freiburger in Bern Hilfe suchten.

So taten sich Fachpersonen aus Deutschfreiburg aus den Bereichen Medizin, Ernährungsberatung, Körpertherapie, Psychologie usw. zusammen. Darunter befanden sich bereits drei der vier jetzigen Vorstandsmitglieder: L. Aebischer, Dr. B. Molinari und Dr. D. Wehrli. Ihr Ziel war es, sich zu vernetzen, das Wissen über Essstörungen zu verbreiten und präventiv tätig zu werden. «Das gab es davor nicht. Jede Fachperson arbeitete eher für sich allein», erklärt Marie-Hélène Zeller-Mülhauser, Präsidentin des Vereins.

Das Netzwerk funktionierte gut, es wurde zu einer Anlaufstelle für Fragen rund um Essstörungen. Man organisierte Vorträge, Kurse, Supervisionen und Weiterbildungen, war auf Anfrage in Schulklassen präsent und arbeitete einen Flyer für Betroffene aus. Durch die Zusammenarbeit mit der Suchtpräventionsstelle Freiburg wurde das Projekt über einen Projektauftrag vom Staat mit 3000 Franken jährlich unterstützt. Alle anderen Fachpersonen arbeiteten unentgeltlich im Netzwerk mit.

Gruppe ist gewachsen

Letztes Jahr ist aus der Interessengemeinschaft ein Verein entstanden. «Wir wollten die Gruppe wachsen lassen und auch ehemalige Betroffene sowie Eltern miteinbeziehen», hält Marie-Hélène Zeller-Mülhauser fest.

Derzeit zählt der Verein 45 Mitglieder. Die Ziele sind die gleichen geblieben: die Behandlungsqualität für Betroffene steigern, das Wissen über die Krankheit verbreiten, die Öffentlichkeit und die Politik für die Anliegen der Betroffenen sensibilisieren sowie durch Prävention und Früherkennung die Häufigkeit der Krankheit und deren Folgen verringern.

Ein Bedarf

Durch die Mitgliederbeiträge von Aktiv- und Interessenmitgliedern kann inskünftig auch in ein Projekt oder eine konkrete Aktion investiert werden. «Der Verein war ein Bedarf. Leute, die von der Krankheit betroffen waren, wissen, was es bedeutet. Sie sind deshalb bereit, Zeit und Energie für die Sache aufzubringen. An der ersten Generalversammlung haben sich bereits Freiwillige für die Gestaltung einer Homepage und eines Flyers gemeldet.»

Konkrete Prävention

Eines dieser konkreten Projekte zielt zwecks Früherkennung und frühzeitiger Behandlung auf die Betroffenen der OS-Stufe ab. Ausserdem werden Synergien mit der Gesundheits- und der Erziehungsdirektion geschaffen. «Die Frage stellt sich, wie man diese Altersstufe am besten erreichen kann. Wir haben nun mit den Gesundheitsverantwortlichen Kontakt aufgenommen», führt die Präsidentin aus. Ziel sei es, ein den Bedürfnissen der Schulen entsprechendes Angebot auszuarbeiten. Das könnte in Richtung einer Intervention in einer Klasse gehen, einer Information für die Lehrerschaft usw.

Informationen für Lehrer

Ähnliches soll auf Gymnasialstufe geschehen. «Auch dort sind Essstörungen ein grosses Thema. Praktisch in jeder Klasse gibt es eine betroffene Person», hält Marie-Hélène Zeller-Mülhauser, die selbst Gymnasiallehrerin und Schulmediatorin ist, fest. Der Verein könnte sich gut vorstellen, dass Essstörungen zum Thema einer pädagogischen Tagung werden können. «Viele Lehrer wissen nicht, wie sie die Schülerin auf das Problem ansprechen sollen.»

Kontakt: Netzwerk Essstörungen Freiburg, Postfach 89, Freiburg. Tel. (Mo.-Fr., ab 10 Uhr): 026 418 22 08.

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