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«Jetzt muss die CVP-Hochburg fallen»

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Autor: arthur Zurkinden

Corpataux Nach Worten von Christian Levrat, Nationalrat und Präsident der SP Schweiz, sind die Zeiten, als die CVP einen Wähleranteil von fast 40 Prozent aufweisen konnte, endgültig vorbei. Wie er an der SP-Versammlung in Corpataux sagte, muss die SP nur um ein bis 1,5 Prozentpunkte zulegen, um stärkste Partei im Kanton Freiburg zu werden, wenn die CVP gleichzeitig ein bis 1,5 Prozentpunkte verliert. An den letzten nationalen Wahlen kam die CVP auf 25 Prozent, die SP auf 23. «Jetzt muss die CVP-Hochburg fallen. Und das ist realistisch», sagte er mit lauter Stimme zu den 70 Anwesenden und forderte sie auf, aktiv zu werden. So müsse die SP in allen Dörfern Listen für die Gemeinderatswahlen aufstellen, was bisher noch nicht der Fall sei. Diese Wahlen sind für ihn vorentscheidend, um im Herbst erfolgreich zu sein.

Plakate verwirren

Die Genossen trafen sich in Corpataux in erster Linie, um die Parole für die Waffeninitiative zu beschliessen. Dass diese SP-Initiative am Ende einer langen Diskussion ohne Gegenstimme und mit nur einer Enthaltung befürwortet wurde, überraschte nicht. Vorgestellt wurde sie von Sicherheitsdirektor Erwin Jutzet. Ein Dorn im Auge sind ihm die Plakate, die suggerieren, dass den Kriminellen bei einem Ja das Waffenmonopol überlassen werde. «Das würde ja heissen, dass wir uns gegen Kriminelle mit Waffengewalt wehren können», sagte er und rief in Erinnerung, dass die Armeeangehörigen schon heute keine Munition zuhause aufbewahren dürfen.

Erwin Jutzet kann begreifen, dass die Väter und Grossväter früher stolz waren, die Dienstwaffe zuhause aufzubewahren. «Die Zeiten haben sich aber geändert. Heute glaubt niemand mehr, dass er bei einer Mobilmachung sogleich die Waffe zur Hand haben und in den Krieg ziehen muss.»

Mit Waffen kann auch gedroht werden

Für Jutzet sind nicht nur die 300 Toten zu viel, die jährlich in der Schweiz wegen einer Schusswaffe sterben. «Wer eine Waffe zuhause hat, kann damit auch drohen, den übrigen Familienmitgliedern Angst einjagen», gab der ehemalige Anwalt zu bedenken.

Für ihn ist es auch wichtig, dass ein Waffenkauf künftig begründet werden muss. «Heute kann jeder ab 18 Jahren eine Waffe kaufen, wenn der Leumund stimmt», hielt er fest und gab zu verstehen, dass ein Ja nicht die Abschaffung der Armee oder das Ende des Feldschiessens bedeute.

Auf verlorenem Posten

Die SP hatte auch FDP-Nationalrat Jacques Bourgeois eingeladen, der die Initiative bekämpft. Für ihn bedeutet ein Ja auch ein Vertrauensbruch gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern. Er hatte aber keine Chance mit solchen Argumenten. Die SP-Mitglieder gewichten das allgemeine Interesse höher als die persönliche Freiheit, unbegründet eine Waffe zu besitzen.

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