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Jung und völlig unberechenbar

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In Osteuropa können sich die sportinteressierten Besitzer grosser Erdöl- und Gas-Multis Fussballer jeder Preisklasse leisten. Deshalb sind die wichtigen Figuren der Landesauswahl fast ausnahmslos in der russischen Liga am Werk; nur der «Nürnberger» Iwan Sajenko spielt ausserhalb der Grenzen.

Auf die internationale Wettbewerbsfähigkeit wirkt sich die finanziell bedingte Heimatverbundenheit der Nationalspieler nicht negativ aus – im Gegenteil. Das Level in der «Premjer-Liga» ist hoch. Der Uefa-Cup-Sieg von ZSKA Moskau war 2005 ein erstes Dokument der Meisterschaftsqualität, am 14. Mai wiederholte Zenit St. Petersburg mit einem 2:0 im Final gegen die Glasgow Rangers den europäischen Triumph. In der Champions League sind die Russen im Vergleich zum EM-Gastgeber Schweiz seit über einem Jahrzehnt regelmässig vertreten. Im Nachwuchsbereich investieren die Klubs Millionen. Von dieser Arbeit profitiert auch der Verband.

«Jung, talentiert und intelligent»

Am Ende der EM-Ausscheidung setzte Hiddink im Schnitt auf ein «U25-Team». Der Mut zur Erneuerung zahlte sich aus, obwohl die Russen durch ein 1:2 in Israel nochmals schwer in Bedrängnis gerieten und auf den 3:2-Coup der Kroaten im Wembley angewiesen waren, um auf Kosten der Engländer doch noch auf den zweiten Schlussrang vorzustossen. «Unsere Mannschaft ist jung, talentiert und intelligent, aber die Spieler sind auch ein bisschen verwöhnt von ihrem hohen Einkommen», versuchte der Verbandspräsident und neue Sportminister Witali Mutko die finalen Turbulenzen zu erklären.

So überschäumend sich die Menschen über die EM-Teilnahme freuten, so klar war ihnen bewusst, wie sehr sie vom kroatischen Support profitierten. Als Zeichen der Wertschätzung deponierten russische Anhänger in Moskau kistenweise Wodka und Kaviar vor der kroatischen Botschaft. «Danke Kroatien! Danke Brüder!» titelten die Boulevardzeitungen unisono.

Ein Trainer, der für Erfolg steht

Hiddink selber sprach nach dem «Minisieg» beim Zwergen Andorra von einem russischen Roulette. Der 61-jährige Holländer ist nun einer der erfolgreichsten Nationaltrainer. Sein eigenes Land führte er an der WM 1998 in die Halbfinals, vier Jahre später erreichte er mit Südkorea die Top 4, ehe er im vorletzten Juni mit Australien bis in die Achtelfinals vorstiess und dort knapp am späteren Weltmeister Italien scheiterte. Sofern Hiddink seine Serie verlängert, würde Russland erstmals seit dem EM-Final 1988 eine Vorrunde überstehen.

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