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Juristische Mandate: Eine halbe Million Franken

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Kaum im Amt, trat er bereits in den Ausstand: Der neue Generalratspräsident Thierry Gachet (CVP) zog sich am Montagabend während der Sitzung des Freiburger Generalrats auf die Zuschauertribüne zurück, als es um die Vergabe juristischer Mandate fürs Gastspielhaus Equilibre ging.

Denn es ist sein Anwaltsbüro, welches diese Mandate erhalten hat. Der Gemeinderat beauftragte ihn im Juli 2006, die Arbeitsvergaben an den Architekten und die Ingenieure juristisch zu überprüfen. «Das Büro Lexpublica hat grosse Erfahrung mit dem öffentlichen Markt», sagte Gemeinderat Jean Bourgknecht (CVP) im Rat und antwortete damit auf Fragen von Generalrat Pius Odermatt (SP). Laut Bourgknecht war es das erste Mal, dass die Stadt ein Mandat an Lexpublica vergab.

«Nicht absehbar»

«Es war zu Beginn nicht absehbar, dass wir so oft juristische Unterstützung brauchen würden», sagte Bourgknecht. Die Stadt habe Gachet mehrere voneinander unabhängige Mandate erteilt. Diese Mandate haben sich summiert: Bisher hat die Stadt 452 029 Franken an Gachet überwiesen. «Dazu kommen bis zum Ende der Bauarbeiten wohl noch ungefähr 100 000 Franken», sagte Bourgknecht.

Mandate dieser Grössenordnung müssen ausgeschrieben werden, wenn die öffentliche Hand sie vergibt. Weil aber der Umfang der Arbeiten nicht absehbar gewesen sei, habe die Stadt die Mandate nicht öffentlich ausgeschrieben. «Später war es nicht mehr nötig», sagt Bourgknecht: Das Gesetz sehe keine Ausschreibung vor, wenn jemand tiefe Dossierkenntnisse besitze und ein Wechsel Mehraufwand – zeitlich und finanziell – bedeuten würde.

Stadtarchitekt Thierry Bruttin sagt, das Equilibre sei ein sehr komplexer Bau. «Wir haben Erfahrungen mit dem Bau von Schulhäusern – hier stehen wir aber vor anderen und komplexeren Fragen», sagt er den FN. njb

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