freiburg 14.01.2020

72 Stunden gemeinsam anpacken

Archivbild
Charles Ellena/a
Am Donnerstagabend geht es los mit der Aktion 72 Stunden. Während drei Tagen vollbringen Jugendliche schweizweit gute Taten, so auch im Kanton Freiburg. Punsch wird ausgeschenkt, es werden Stadtführungen angeboten oder Kleider aufgewertet.

Innerhalb von 72  Stunden 72 gute Taten vollbringen – das ist das erklärte Ziel der Pfadfinderabteilung von Düdingen. Sie legt am kommenden Donnerstagabend um 18  Uhr gleichzeitig mit rund 20 000 Kindern und Jugendlichen schweizweit los, um ihr Projekt umzusetzen. Auch andere Gruppen im Kanton sind dann anlässlich der Aktion 72 Stunden für drei Tage engagiert, wie das Freiburger Komitee in einer Medienmitteilung schreibt.

Die Jubla des Kantons Freiburgs beispielsweise führt mit Kopfhörern durch die Stadt Freiburg. Sie verspricht, dabei unbekannte Orte zu zeigen. Eine weitere Gruppe Jugendlicher wertet in Freiburg gebrauchte Kleidung auf. Andere organisieren ein Jassturnier im Freiburger Café Populaire, um die Geselligkeit von verschiedenen Gruppen zu fördern. In Plaffeien stellt sich der Jugendverein vor.

Gemeinnützige Arbeit

Ziel der Aktion ist es, innerhalb kurzer Zeit ein gemeinnütziges Projekt möglichst innovativ umzusetzen. Für die gemeinnützigen Projekte erhalten die Jugendlichen und Kinder keine finanzielle Unterstützung, schreibt das Freiburger Komitee. Es wird von Frisbee, dem Freiburger Netzwerk der Kinder- und Jugendorganisationen, geleitet. Die Aktion wird von der Direktion für Gesundheit und Soziales des Staates Freiburg, der Stadt Freiburg, der Freiburger Kantonalbank und den Freibur­gischen Verkehrsbetrieben unterstützt, wie das Komitee in einer Medienmitteilung schreibt. Die Aktion 72 Stunden findet zum vierten Mal statt. Neu in dieser Ausgabe ist, dass ein thematischer Rahmen vorgegeben wurde: die 17 Ziele der UNO für eine nachhaltige Entwicklung.

Nachhaltigkeitsziele 2030

Davon liessen sich auch Jugendliche in Tafers inspirieren. In kleinen Gruppen werden sie eine Ausstellung zu den Themen der Agenda 2030 gestalten und sich stärker mit den Themen des Klimawandels beschäftigen. Am letzten Tag stellen sie ihr Projekt im Sensler Museum aus. Im Kulturzentrum Ebullition in Bulle organisieren das Radio NRV der Orientierungsschule Vivisbach und das Kulturzentrum eine öffentliche Konferenz mit einer Diskussion über das Klima und das Engagement der Jugend. Das Collège du Sud in Bulle widmet sich dem Thema Gleichstellung zwischen Männern und Frauen. Dass auch kleine Gesten eine gute Tat sind, möchten Jugendliche in Düdingen zeigen. Für die Pendler gibt es von ihnen am Bahnhof heissen Punsch.

Weitere Informationen: www.72h.ch