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Kaum einer ist so polyvalent wie Peter Mischler

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Der Windsurfer, der auch Eishockeyaner ist und früher Motocrossler und Fussballer war

Autor: Von GUIDO BIELMANN

Ringen, Schwingen, Fussball, Autorennen, Motocross, Go-Kart – das waren die Sportarten, welche Hermann Mischler in den 60er und 70er Jahren betrieb. Wenn man ihn noch vor ein paar Jahren bei Rechthaltens Fussball-Veteranen spielen sah, konnte man bei seinen stürmischen Angriffen erahnen, dass er früher ein Vollgas-Sportler war.

Nicht minder polyvalent ist Sohn Peter (29) – alles, was mit Bewegung und Tempo zu tun hat, ist sein Ding. Als er 1992 mit seinem Kollegen «Doktor» Köstinger in Australien war, brachte ihn dieser auf den Geschmack des Windsurfens. Mittlerweile gehört Peter Mischler zu den besten nationalen Surfern. Im Vorjahr war er Fünfter des Saisonklassementes. Und am Wochenende belegte er am Freestyle-Wettkampf «La Bise noire»-Surf-Classic in Murten den 4. Rang. Vor ihm waren Schweizer Vize-Meister Vogt, Junioren-Meister Aeberli und der Bieler Daum klassiert: «Der 4. Rang geht in Ordnung», sagt Mischler. «Ich trainiere im Winter nie. Andere wie Vogt surfen in dieser Zeit drei Monate. Dazu kommt noch, dass ich es eben erst mit 21 Jahren gelernt habe und es deshalb viel schwerer ist, noch ein höheres Ziel zu erreichen.»

Im Winter Eishockey bei Düdingen

Dass er im Winter keine Zeit zum Surfen hat, dafür gibt es einen triftigen Grund: Peter Mischler spielt seit der vergangenen Saison im Düdinger Eishockey-Team, das den Aufstieg in die Erste Liga geschafft hat. Denn Eishockey ist eigentlich die erste Sportart, die Mischler wettkampfmässig gelernt hat: «Ich habe als Fünfjähriger mit Eishockey bei Gottéron begonnen. Mit acht Jahren ist der Fussball dazugekommen. Und mit zwölf Jahren bin ich zum Motocross gekommen.» Als 15-Jähriger war er dann Schweizer Meister der Mini-Kategorie (80 ccm).

Ein Trainingsunfall in Frankreich, bei dem er sich Schien- und Wadenbein brach, war der eine Grund, dass er vom Motocross wegkam: «Ich musste mich mit 18 Jahren zwischen Eishockey und Motocross entscheiden.» Er entschied sich fürs Eishockey. Und er stand im Junioren-Nationalteam, mit welchem er an der WM den Aufstieg in die A-Gruppe schaffte. In der Saison 1990/91 stand er im Kader von Gottérons NLA-Mannschaft: «Ich hatte nur Teileinsätze. Vielleicht pro Match zehn Minuten. Irgendwie war ich körperlich zu wenig aggressiv, ich spielte mit Technik und Tempo. Das hat nicht gereicht.» Man weiss auch, dass er nicht dem bevorzugten Spielertypus von Trainer Cadieux entsprach… Jedenfalls wechselte Peter Mischler für ein Jahr zu Neuenburg (NLB) und für 1993/94 zu Herisau SG (NLB).

Ein Sonnyboy

1992 begann allerdings die Sache mit dem Surfen. Zudem lief es ihm in Herisau nicht so gut, zumal er an Weihnachten noch das Handgelenk brach. «Ich habe moralisch darunter gelitten. Ich habe dann aufs Windsurfen gesetzt und dort Gas gegeben.»

Dass er psychisch unter seinem Pech litt, würde man nicht unbedingt vermuten, wenn man Peter Mischler begegnet: Er ist ein Sonnyboy, und zwar exakt nach der Duden-Definition: «sympathisch, mit unbeschwert fröhlichem Charakter». Genau so. Immer freundlich, immer lächelnd. Düdingens Eishockey-Trainer Freddy Riedo zum Beispiel meinte nach dem Aufstieg: «Peter Mischler ist eine wichtige Figur im Team, und zwar nicht nur auf, sondern auch neben dem Eis. Er kann die Leute ohne grosses Federlesens motivieren.»
Jetzt steht Peter Mischler voll im Freestyle-Windsurfing. «Ich bin vom Surfen richtig süchtig geworden, viel mehr als vom Eishockey, als ich noch bei Herisau spielte.» Warum Freestyle? «Freestyle ist vor vier Jahren in der Schweiz wieder zum Trend geworden. Hier in den Binnenseen hat es keine grossen Wellen. Das Freestyle hat man wieder etwas forciert, um dem Surfen wieder Power zu geben.»

40 Manöver

Und Mischler ist einer der Powermänner der Sparte. Nicht nur sein früherer Motocross-Kollege Mario Brügger flippte am Sonntag am Murtensee, als Mischler seine Spezialitäten zeigte, dabei auch den «Willys Keeper», den er so erklärt: «Aus dem Gleiten heraus springst du ab, drehst das Brett unter den Füssen um 180 Grad und fährst rückwärts weiter. Um das zu können, musste ich rund vier Monate trainieren.» Insgesamt hat Mischler rund 40 Manöver drauf. «Aber es kommt ja immer auf den Wind drauf an. Man kann nicht alle Manöver bei jedem Wind machen. Freestyle-Surfen haben sicher noch nicht viele Leute gesehen. Aber wie man in Murten gemerkt hat, kommt es bei den Leuten an.»

Im Sommer nutzt er jede freie Minute, um auf dem Murtensee zu trainieren. «Dank meinem Chef ist es möglich», sagt Mischler, der im Murtner Surf-Center «La Bise noire» als Reparateur, Verkäufer und Surf-Lehrer arbeitet.
Sein Ziel in dieser Saison ist der dritte Rang im Schweizer Klassement: «Vielleicht reicht es auch, um an einem oder zwei Weltcup-Rennen zu starten. Das wäre mein ganz grosses Ziel.»

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