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Kerzers stolpert auf der Zielgeraden

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Autor: Frank stettler

In der vorletzten Runde der 2.-Liga-Meisterschaft zog Kerzers im Fernduell mit Gumefens/ Sorens den Kürzeren. Das Team von Trainer Bruno Stulz verlor bei Richemond durch ein unglückliches Eigentor von Kaltenrieder und musste die Leaderposition um einen Zähler an seinen Konkurrenten abtreten, der bei Schlusslicht La Roche seine Pflicht erfüllte (4:1). Die Ausgangslage vor der letzten Runde am kommenden Freitag ist klar. Die Seeländer müssen im Heimspiel gegen Plaffeien punkten, um sich die Chance auf den Aufstieg zu wahren, und gleichzeitig auf einen Ausrutscher, sprich eine Niederlage von Gumefens in dessen Heimspiel gegen Murten, hoffen. In diesem Falle würde Kerzers sogar ein Remis reichen, da es das bessere Torverhältnis aufweist. «Die Frage ist, ob die Murtner in der kommenden Saison noch ein Derby haben wollen oder nicht», sagte Mittelfeldspieler Marco Pfister niedergeschlagen, um sich dann gleich selber Mut zu machen: «Ich denke schon, dass sie nochmals alles geben werden.»

Zu passiv und statisch

Dass die Kerzerser auf fremde Hilfe angewiesen sind, haben sie sich zu einem grossen Teil selber zuzuschreiben. Die Partie gegen Richemond hätten sie nie und nimmer verlieren dürfen. Nach einer relativ ereignislosen ersten Viertelstunde übernahmen die Gäste das Spieldiktat zunehmend und kamen zu Möglichkeiten. Inbesondere vor der Pause vergaben Kaltenrieder und Caracio valable Chancen. Aber insgesamt blieben die Seeländer doch erstaunlich passiv. Der Spielaufbau war statisch, es kamen kaum Ideen und gute Bälle aus dem Mittelfeld. Nichts war von der üblichen Offensiv-Power zu sehen.

Dies sollte sich nach der Pause rächen. Richemond witterte seine Chance und übernahm nun vermehrt die Initiative. In der 54. Minute vergab Toko zunächst kläglich, als er aus kurzer Distanz in die Arme von Kerzers-Goalie Siffert schoss. Das Guintzet-Team kam dann aber schliesslich doch noch zum Erfolg – unter gütiger Mithilfe der Gäste. Einen scheinbar harmlosen Freistoss von Sefa lenkte Kaltenrieder am verdutzten Siffert vorbei in die eigenen Maschen ab.

Chancen im Minutentakt

Es schien fast so, als ob die Kerzerser diesen Weckruf benötigten. Erst jetzt begannen sie, Fussball zu spielen. Endlich lief der Ball, beinahe im Minutentakt erarbeiteten sie sich Abschlussmöglichkeiten. Aber es fehlte an der Effizienz. Pfister (71.), Krähenbühl (74.), Schlapbach (79., 88.) und Spicher in der Nachspielzeit scheiterten allesamt am eigenen Unvermögen. «Wir haben schlicht zu spät angefangen zu spielen», übte Marco Pfister Selbstkritik. «Wir sind stark, wenn der Ball läuft. Uns fehlte die Laufbereitschaft. Am Ende wären wir mit einem Punkt zufrieden gewesen.» Dieser wäre Gold wert gewesen. So muss man auf Murten hoffen – ausgerechnet.

«Im zweiten statt fünften Gang»

Trainer Bruno Stulz sprach nach dem Spiel Klartext: «Wir haben im zweiten statt fünften Gang gespielt. Ich bin mit meiner Mannschaft ganz und gar nicht zufrieden. Wir gingen das Spiel im Kopf zu leger an. Erst ab dem Gegentor haben wir schnell gespielt. Sollte es jetzt nicht mit dem Aufstieg klappen, wird die Enttäuschung gross sein. Wir waren lange vorne, aber es verträgt eben keinen Ausrutscher.» In der letzten Runde erwartet Stulz keine Geschenke von Gegner Plaffeien: «Sie haben den Ehrgeiz, uns zu schlagen. Und ich rechne auch damit, dass Murten in Gumefens gewinnen will.»

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