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Klassiker und Zeitgenössisches

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«Wir haben für die Saison 2018/2019 voll auf das Schauspiel gesetzt, und es werden sechs hervorragende Aufführungen.» Das verspricht Franz Baeriswyl, Präsident von «Theater in Freiburg», kurz vor dem Start in die neue Spielzeit am 2. Oktober. So findet sich unter den sechs Stücken, die von Oktober bis März im Equilibre in Freiburg zu sehen sind, im Gegensatz zu den letzten Jahren kein Musiktheater. Dafür steht mit Goethes «Faust» im Februar der Theaterklassiker schlechthin auf dem Programm, dargeboten vom Landestheater Tübingen.

Ebenfalls etwas älteren Datums sind das Eröffnungs- und das Schlussstück: «Victor oder Die Kinder an der Macht» von Roger Vitrac (1928) und «Farm der Tiere» nach George Orwell (1943). Beide spielt das Theater Orchester Biel Solothurn. Auch nach 90 respektive 75 Jahren seien diese Stoffe keineswegs verstaubt, betont Franz Baeriswyl. Zwar sei die absurde Gesellschaftsfarce «Victor oder Die Kinder an der Macht» durchaus ein Produkt ihrer Zeit: Vitrac schrieb das Stück um den boshaften Jungen Victor, der mit seinen Freunden an seinem neunten Geburtstag das Regiment übernimmt und die Erwachsenen terrorisiert, als Parodie auf die biederen Salonstücke seiner Zeit. «Aber dass Kinder plötzlich Fragen stellen, denen gegenüber die Eltern nur baff sind, dürfte vielen bekannt vorkommen.» George Orwell wiederum schrieb den Roman «Farm der Tiere» als Antwort auf Stalins Regime in der Sowjetunion und als Parabel über die Entstehung totalitärer Machtstrukturen.

Zum Nachdenken und zum Lachen

Auch Liebhaber des zeitgenössischen Theaters kommen auf ihre Kosten: mit den Inszenierungen «Geächtet», «Cafeteria» und «Eine Stunde Ruhe». «Geächtet» («Disgraced») ist ein Stück aus dem Jahr 2013, geschrieben von Ayad Akhtar. Es erzählt von Amir, einem Sohn pakistanischer Einwanderer, der als Anwalt in einer jüdischen Kanzlei in New York arbeitet und zwischen Assimilation und Identitätskrise, westlichen Werten und dschihadistischen Gewaltfantasien pendelt.

Leicht und unterhaltsam kommt im Vergleich dazu Franz Hohlers «Cafeteria» daher. Das Theater Überland aus Langenthal hat das brandneue Stück im Februar erfolgreich uraufgeführt. Im Mittelpunkt steht Leni Miescher, die als Kassiererin in der Cafeteria einer Grossbank arbeitet. Als die Bank den Auftrag erhält, aus Imagegründen mehr Frauen in leitenden Funktionen einzustellen, befördert sie die kleine Kassiererin, die bald schon die grossen Banker das Fürchten lehrt. «Eine Stunde Ruhe» («Une heure de tranquillité») schliesslich ist eine Komödie des französischen Autors Florian Zeller aus dem Jahr 2013. Rasant treibt Zeller das Katastrophen-Stück um einen Jazz-Liebhaber, der einfach nur «eine Stunde Ruhe» möchte, voran und überzeugt dabei einmal mehr mit seinen virtuosen Dialogen.

Programm

Die Spielzeit 2018/2019 im Überblick

Di., 2. Oktober: «Victor oder Die Kinder an der Macht» (Schauspiel von Roger Vitrac). Theater Orchester Biel Solothurn.

Mi., 31. Oktober: «Geächtet» (Schauspiel von Ayad Akhtar). Altes Schauspielhaus Stuttgart/Thespiskarren/Landgraf.

Fr., 30. November: «Cafeteria» (Komödie von Franz Hohler). Theater Überland.

Di., 22. Januar: «Eine Stunde Ruhe» (Komödie von Florian Zeller). Eurostudio Landgraf.

Di., 12. Februar: «Faust. Der Tragödie erster Teil» (Johann Wolfgang von Goethe). Landestheater Tübingen.

Fr., 29. März: «Farm der Tiere» (George Orwell). Theater Orchester Biel Solothurn.

Familienaufführung ausser Abonnement:

Fr., 25. Januar: «Äscheputtel/Aschenputtel» (Märchenspiel in Dialekt nach den Gebrüdern Grimm, für Kinder ab vier Jahren). Märli Theater Zürich.

cs

Alle Aufführungen finden um 19.30 Uhr im Equilibre in Freiburg statt, das Märchenspiel «Äscheputtel» um 19 Uhr. Vorverkauf bei Freiburg Tourismus (026 350 11 00) oder auf www.theaterinfreiburg.ch

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