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Klimaschutz: Geht es ans Portemonnaie, steigt der Widerstand

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Die Schweizer Bevölkerung steht Lenkungsabgaben für den Klimaschutz skeptisch gegenüber. Dabei zeigt sich beim Tanken, Heizen und beim Kleiderkauf ein Stadt-Land-Graben. Und es kommt darauf an, was mehr kosten soll, wie eine Umfrage von Tamedia und «20 Minuten» zeigt. Das Auto etwa bleibt die heilige Kuh.

Befragt, wie viel mehr sie für eine 80-Franken-Tankfüllung zugunsten des Klimaschutzes zahlen würden, gaben 43 Prozent der Umfrageteilnehmer an: «Nichts». 24 Prozent wollten höchstens zehn Franken drauflegen. Zehn bis 40 Franken mehr konnten sich 24 Prozent vorstellen. Über 40 Franken mehr würden 7 Prozent bezahlen. Der Rest machte jeweils keine Angaben.

Wie die in der «SonntagsZeitung» veröffentlichte Umfrage weiter ergab, kommt ein höherer Treibstoffpreis bei den Männern schlechter an: 53 Prozent antworten mit einem «Nichts» auf die Frage, was sie fürs Klima zahlen würden. Bei den Frauen sind es 34 Prozent. 48 Prozent der 18- bis 34-Jährigen wollen keine höheren Spritpreise. Bei den ab 65-Jährigen beträgt dieser Anteil 39 Prozent.

Land und SVP gegen teureres Benzin

Deutlich ist der Stadt-Land-Unterschied: Auf dem Land kommt die «Nichts»-Antwort von 50 Prozent der Befragten, in der Stadt von 35 Prozent. Kategorisch gegen eine Treibstoffpreiserhöhung sind die SVP-Sympathisanten mit 78 Prozent. Bei den Grünen sind 10 Prozent dieser Ansicht.

Auch beim Heizen wollen 43 Prozent nicht mehr bezahlen. Hier sind ebenfalls die Männer mit 52 Prozent unwilliger als die Frauen (33 Prozent). Ausgeprägt ist der Stadt und Landgraben: Nicht tiefer in die Tasche greifen wollen 36 Prozent der Städter und 48 Prozent der Landbevölkerung. Wieder sind Jüngere weniger zahlungsbereit als Ältere und 73 Prozent der SVP-Anhängerschaft wollen keinen Preisaufschlag.

Beim Kleiderkauf wollten 36 Prozent nicht mehr fürs Klima zahlen. Die Männer sind hier ebenfalls mit 45 Prozent stärker vertreten als die Frauen (27 Prozent). Und die Jungen zeigen sich erneut unwilliger. Der Stadt-Land-Unterschied ist weniger ausgeprägt. Auf dem Land mögen 38 Prozent nicht mehr für Kleider ausgeben, in der Stadt 31 Prozent. Und wieder ist der Unwille in SVP-Kreisen mit 64 Prozent am grössten.

Fliegen scheidet Geister weniger

Beim Fliegen gibt es deutlich weniger Unterschiede zwischen Stadt und Land. 28 Prozent im städtischen Umfeld würden fürs Fliegen nicht mehr ausgeben gegenüber 34 Prozent auf dem Land. In der Gesamtbevölkerung wollen 32 Prozent nichts von höheren Flugpreisen wissen. Wiederum sind die Männer und Jüngeren sparsamer als die Frauen und Älteren.

An der Klima-Umfrage nahmen am 9. und 10. Oktober 23’017 Personen aus der ganzen Schweiz teil. Die Erhebung führte das Umfrageunternehmen Leesa durch. Die Umfragedaten sind nach demografischen, geografischen und politischen Variablen aufgearbeitet. Der Fehlerbereich liegt bei 1,1 Prozentpunkten.

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