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Knall beim Team Freiburg

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Das Team Freiburg sorgt weiterhin für Schlagzeilen, allerdings in erster Linie neben dem Platz und nicht auf dem Rasen. Vor einer Woche hatte der 1.-Liga-Fussballverein bekannt gegeben, dass er den Vertrag mit Trainer Magnus Baeriswyl Ende Saison nicht verlängere. Man halte aber am Coach fest und wolle die Meisterschaft mit Baeriswyl zu Ende spielen, betonte Präsident Jean-Pierre Gauch (siehe FN vom 3. Mai). Am Montagabend, drei Runden vor Saisonende, hat der Club seinen Coach nun doch vor die Türe gesetzt. Nur gerade zehn Pflichtspiele lang dauerte damit die Zusammenarbeit von Freiburg und Baeriswyl. Nach Philippe Perret im vergangenen Oktober ist es die zweite Trainerentlassung beim Team Freiburg in der laufenden Saison.

Fehlende Resultate

«Der Grund für die Freistellung ist einzig und allein der Totomat», sagt Stéphane Fragnière, TK-Chef des Teams Freiburg. «Nur ein Sieg und drei Unentschieden in zehn Spielen, im Cup ausgeschieden und in der Meisterschaft in Abstiegsgefahr, die Resultate sind ungenügend. Es ist nicht so, dass die Mannschaft das Vertrauen in ihren Trainer verloren hätte. Aber in unserer jetzigen Situation braucht es einen Elektroschock.»

Fünf Punkte beträgt der Vorsprung der Pinguine auf die unter dem Strich klassierten Terre Sainte und Signal Bernex-Confignon. Wie schon im Herbst nach der Entlassung von Perret übernimmt Stéphane Fragnière als Interims-Trainer die Leitung des Teams und soll in den verbleibenden drei Partien dafür sorgen, dass der Ligaerhalt gelingt. Frédéric Chassot, der am Samstag in Bavois die 2:3-Niederlage seines künftigen Teams von der Tribüne aus mitverfolgt hat, wird keinen vorzeitigen Einstand als Trainer geben. «Das war keine Option», sagt Fragnière. «Er wird seine Arbeit nächste Saison beginnen, mit der Mannschaft, die er zusammen mit dem Verein formen wird.»

Dunkle Schatten über dem Team Freiburg

Sportliche Misere, zwei Trainerentlassungen in einer Saison, getätigte Aussagen, die wenig später keine Gültigkeit mehr haben – die aktuellen Ereignisse rund um den Verein werfen kein gutes Licht auf den FC Freiburg. «Das lässt sich nicht leugnen», sagt TK-Chef und Interims-Trainer Fragnière. «Ich bin mir bewusst, dass die Leute in mir den jungen und eingebildeten Sportchef sehen werden, der zweimal in der Saison den Trainer wechselt, obwohl er selber viel weniger Erfahrung hat als die beiden Coaches. Aber ich bin lieber der Trottel als der Absteiger.»

Fragnière war es gewesen, der sich in der Winterpause für das Engagement von Magnus Baeriswyl starkgemacht hatte. «Ich hatte eine sehr ehrliches und loyales Verhältnis mit Magnus und habe ihm immer den Rücken gestärkt. In letzter Zeit hatte ich allerdings einige Male den Eindruck, als ob er selber an sich zweifelt. Da haben bei mir die Alarmglocken geläutet», erklärt Fragnière, warum es zur Entlassung gekommen ist. War das Engagement des 1.-Liga-unerfahrenen Baeriswyl im Nachhinein ein Fehler? «Auf keinen Fall. Magnus hat sich enorm engagiert und sehr gute Arbeit geleistet. Er ist ein Trainer, der einem Verein helfen kann, seine Vision umzusetzen.»

«Überambitionierte Ziele»

Von der Realisierung der Clubvision–der Teilnahme an den Aufstiegsspielen zur Promotion League–ist das Team Freiburg allerdings weit entfernt. Alles die Schuld des Trainers? «Überhaupt nicht», stellt Stéphane Fragnière klar. «Viele Spieler konnten nicht das bringen, was wir erwartet hatten. Zum einen weisen die Ausländer zu wenig Klasse auf, zum anderen haben sich die jungen Spieler nicht so schnell entwickelt wie erhofft. Die älteren Freiburger, die schon länger im Verein spielen, waren auch nicht die erhofften Lokomotiven und übernahmen nicht die Verantwortung.» Zudem sei man oftmals vom Pech verfolgt gewesen, habe Spiele verloren, obwohl man deutlich mehr Torchancen gehabt habe. «Die Spieler sind sich durchaus bewusst, dass sie die Erwartungen nicht erfüllt haben und eine grosse Mitschuld an der jetzigen Situation tragen. Entsprechend berührt waren sie am Montag, als sie von der Entlassung des Trainers erfahren haben.»

Für Magnus Baeriswyl stehen allerdings nicht nur die Spieler in der Verantwortung, auch der Verein habe Fehler gemacht, sagt er. «Einige Personen im Klub haben nach der starken Rückrunde der letzten Saison zu träumen angefangen und gedacht, Freiburg gehöre nun zu den Topmannschaften der 1. Liga. Zum Spitzenteam fehlen allerdings noch einige Puzzleteile. Im Nachhinein bereue ich, dass ich vor der Vertragsunterzeichnung nicht mehr darauf hingewiesen habe. Spätestens nach dem Abgang von Goalgetter Karim Chentouf hätte ich klarstellen müssen, dass die Ansprüche des Vereins viel zu hoch sind.»

«Die Art und Weise zählt nicht»

 Sein Engagement beim Team Freiburg bereut er dennoch nicht. Es sei eine interessante und lehrreiche Herausforderung gewesen, sagt Baeriswyl. «Wenn man nur die Resultate anschaut, spricht dies klar gegen mich. Es ist schade, dass die Vereinsverantwortlichen die Art und Weise, wie man verliert, nicht berücksichtigt haben.» Sein Team habe in fast jedem Spiel dominiert, mehr Torchancen oder mehr Ballbesitz gehabt. «Was mich besonders enttäuscht, ist die Tatsache, dass man mich eine Woche, nachdem man mir das Vertrauen ausgesprochen hat, doch entlässt. Die Zusage, ich könne die Saison als Trainer beenden und die Meisterschaft zu einem guten Ende bringen, war offensichtlich nur ein Lippenbekenntnis.»

«In unserer jetzigen Situation braucht es einen Elektroschock.»

Stéphane Fragnière

TK-Chef Team Freiburg

«Ich bin lieber der Trottel als der Absteiger.»

Stéphane Fragnière

TK-Chef Team Freiburg

«Die Zusage, ich könne die Saison als Trainer zu einem guten Ende bringen, war nur ein Lippenbekenntnis.»

Magnus Baeriswyl

Ex-Trainer Team Freiburg

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