Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Knapp dem Lugano-Trauma entgangen

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Knapp dem Lugano-Trauma entgangen

Basketball-Liga-Cup – Olympic zieht nach Sieg im Tessin in den Final ein

Beinahe wiederholte sich gestern Abend für Olympic in Lugano der Albtraum des Vorjahres, als die Freiburger im Cup-Viertelfinal den Sieg verschenkten. Im Halbfinal des neu geschaffenen Liga-Cups hatte die Koller-Equipe diesmal mehr Glück, ging aber erneut knapp an einer unnötigen Pleite vorbei.

Von FRANK STETTLER

Im Final, welcher bereits übermorgen Samstag in Genf steigt, trifft Olympic überraschend auf die einheimischen Geneva Devils, welche den Favoriten aus Boncourt bezwangen.

Der NLA-Leader entging gestern knapp einem veritablen Lugano-Trauma. Vor rund einem Jahr lag Olympic im Viertelfinal des Schweizer Cups gegen die damaligen Snakes praktisch die ganze Partie vorne und verschenkte schliesslich in der Schlussphase den sicher geglaubten Sieg leichtsinnig. Diesmal entgingen Wegmann und Co. diesem Schicksal. Aber erneut wurde bis zur Schlusssirene gezittert.

Kein Schützenfest

Die beiden Equipen gingen gleich voll zur Sache, also keine Spur von einem Abtasten. Unter dem ziemlich hohen Tempo litt indes die Genauigkeit in den Pässen und den Wurfversuchen. So blieb das Skore im ersten Viertel relativ niedrig (13:15). Bei den Tessinern sündigte allen voran Dacevic, der ja zuletzt vierzig Punkte in einem Spiel markiert. Olympic hatte seinerseits zu hektisch, schloss seine Angriffe zu früh ab und suchte so nicht die optimale Wurfposition.

In der Folge führten die Freiburger die wohl etwas feinere Klinge, doch dies vermochte keineswegs über das insgesamt eher biedere Niveau des Spiels hinwegzutäuschen. Als Wegmann den ersten Dreier Olympics versenkte und Poole kurz darauf unter dem Brett skorte, führten die Gäste erstmals mit fünf Zählern (14.; 19:24). Lugano wusste jedoch schnell zu reagieren: Der erst 18-jährige Mladjan traf zweimal von jenseits der Dreierlinie. Am Ende ging die Mannschaft von Trainer Patrick Koller mit einer 31:27-Führung in die Pause.
Dass es an diesem Abend kein Schützenfest wie im bis dahin einzigen Meisterschaftsspiel der Saison zwischen den beiden Teams (Olympic gewann 121:115 nach Verlängerung) geben würde, war dem spärlich aufmarschierten Publikum schon bald klar.

Ein reines Nervenspiel

Auch nach dem Tee hatten die Saanestädter grösste Mühe, sich vom Zwei-Mann-Team (Mladjan/Dacevic) abzusetzen. Immerhin wurde Olympic treffsicherer. So sorgten Rosnowsky und der zuvor diskrete Fergerson für den 42:48-Spielstand (26.). Allerdings begingen die Gäste zu viele Fouls. So mussten Rosnowsky und Wegmann schon im dritten Viertel mit je vier Fouls zunächst auf der Bank Platz nehmen.

So wurde das abschliessende Viertel zu einem reinen Nervenspiel. Olympic hatte stets die Nase – wenn auch knapp – vorne (33.; 52:58). Mit Ballverlusten der dümmeren Art brachte man aber die Tigers zurück ins Spiel. Zwei Minuten vor Schluss hiess es 63:63. Wie so oft mussten die Freiwürfe entscheiden. Während bei Lugano die extrem schwachen Amis Metzger und Flenorl regelrecht versagten, hatten die Freiburger die ruhigeren Hände.
«Noch ein langer Weg vor uns»

Olympic-Trainer Patrick Koller stand die Erleichterung nach dem Match ins Gesicht geschrieben: «Ich hatte das Gefühl, dass wir tausend Möglichkeiten hatten, dieses Spiel bereits früher für uns zu entscheiden. Am Ende ist die Final-Qualifikation aber sicherlich verdient, da wir meist in Führung lagen. Zwei, drei Bälle entschieden die Partie. Es wurde heute einmal mehr klar, dass noch ein langer Weg vor uns liegt. Die meisten meiner Spieler sind solche dramatischen Spiele noch nicht gewöhnt.»

Für Valentin Wegmann haben Partien gegen Lugano seit jeher Derby-Charakter: «Es sind immer viele Emotionen im Spiel, egal ob in einem Cup-Spiel oder in der Meisterschaft. Wir spielten nicht schlecht. Doch uns fehlt manchmal noch das gewisse Etwas, um in solchen Situationen eine Topleistung abzurufen. Besonders in der ersten Halbzeit gestanden wir Lugano zu viele einfache Punkte zu.»
Verständlicherweise enttäuscht zeigte sich Lugano-Coach Milutin Nikolic: «Die Differenz bestand heute vielleicht aus zwei Rebounds, mehr nicht! Wenn wir gegen den grossen Favoriten Olympic heute klar verloren hätten, wäre dies für mich in Ordnung gewesen. Aber so ist die Enttäuschung natürlich riesig.» fs
Lugano – Olympic 63:68 (27:31)

Istituto Elvetico; 400 Zuschauer; SR: Carlini/Musard.
Lugano Tigers: Metzger (3); Balletta; Zanolari; Censi (6); Quidome (6); Mladjan (16); Flenorl (7); Dacevic (25).
Freiburg Olympic: Fergerson (14); Ceresa (10); Wegmann (7); Rosnowsky (15); Dar Ziv (5); Seydoux (2); Poole (15).
Bemerkungen: Lugano komplett; Olympic ohne Kirmaci, Pfaff und Andrey (alle verletzt). – Fünf Fouls: Dacevic und Mladjan (beide 40.).- Viertelsresultate: 13:15, 14:16, 20:2, 16:16.

Mehr zum Thema