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Kolly und von Känel überzeugten

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Kolly und von Känel überzeugten

Sensler Meisterschaften im Luftgewehr- und Luftpistolenschiessen

An den 22. Bezirksmeisterschaften in St. Antoni gewannen die beiden Nationalkaderschützen Sandra Kolly (Luftpistole) und Philippe von Känel (Luftgewehr) ihren Final der «best of eight» klar.

Von PATRICK COTTING

Die zwei 29-jährigen Aushängeschilder der Olympischen Sportschiessdisziplinen auf die 10-Meter-Distanz bewiesen damit eindrücklich, dass sie das Fernziel Olympische Spiele in Athen noch nicht aufgegeben haben.

Sandra Kolly
mit einem Fuss in Athen?

«Die Chancen stehen 50:50, dass es für Athen doch noch klappt», meinte die frisch gebackene neue Sensler Meisterin Sandra Kolly nach ihrem Final. «Zwei Quotenplätze hat die Schweiz, und vier Schützinnen kommen dafür in Frage. Wenn ich mich für die letzten drei Weltcups qualifizieren und dort gut abschneiden kann, sieht es gut aus.» Dass sie Ambitionen hat zu kämpfen, konnte man im bestens organisierten Wettkampf in St. Antoni hautnah miterleben: bestes Vorprogramm mit 377 Ringen und bester Final. «International ist dies zwar nur ein mittleres Resultat. Aber technisch habe ich in diesem Wettkampf sehr gute Fortschritte erzielt», meinte Kolly. Und dies scheint zurzeit am wichtigsten zu sein. Denn die Gifferserin ist erst seit etwas mehr als einem Jahr im Nationalkader. Dass ihre Leistungskurve seither steil nach oben zeigt und sie sich ins Gespräch um einen Olympia-Startplatz gebracht hat, mag erstaunen. «Ich denke, dass die Freude, ein schönes Resultat zu schiessen, bei mir viel dazu beiträgt, dass ich besser werde. Und dass ich nebst meinem 50-Prozent-Job bei Marcel Boschung noch zu 50 Prozent von Swiss Olympic unterstützt werde, hilft, dass ich mich konsequent aufs Training und die Wettkämpfe konzentrieren kann.»

Philippe von Känel
mit Sponsoringsorgen

Wie Kolly kämpft auch Philippe von Känel noch um einen Olympia-Startplatz in Athen. Mit einem glänzenden Final und dem besten Vorrundenresultat siegte auch er überlegen. Trotzdem fiel auf, dass von Känel mit 391 Ringen nicht gerade eine optimale Vorrunde erzielte: «Nun, es stimmt, dass ich etwas länger gebraucht habe, bis ich mich mit dem Stand zurechtfand. Die Scheiben sind auf dieser Anlage 15 Zentimeter höher als an den internationalen Wettkämpfen. Deshalb hatte ich zunächst Mühe, die optimale Feinabstimmung zu finden», meinte die aktuelle Nummer 1 im schweizerischen 10-Meter-Schiessen. Dass von Känel – wie Kolly – nur dank einem Beitrag von Swiss Olympic professionell trainieren kann, ist symptomatisch für die Situation des Sportschiessens in der Schweiz. «Wenn man zwanzig- bis dreissigtausend Schuss Munition pro Saison braucht und nur viertausend vom Verband bezahlt erhält, so kann man sich gut vorstellen, dass die finanzielle Situation für einen Spitzenschützen nie einfach ist», zählte von Känel ein Beispiel seiner Sorgen auf, mit denen er sich zurzeit herumschlägt. In der Tat sucht von Känel seit längerem einen Hauptsponsor . . . bisher erfolglos. «Leider muss man zunächst einen Olympia- oder Weltmeistertitel vorweisen können, um interessant zu werden. Und dass der internationale Verband nichts für eine bessere TV-Medienabdeckung unternimmt, ist für die Sponsorensuche auch nicht gerade förderlich», meinte ein etwas frustrierter von Känel. Etwas schmunzelnd fügt er jedoch hinzu: «Wie die Freiburger Nachrichten das Sportschiessen abdecken, ist jedoch erstklassig. Diese Wertschätzung motiviert, nicht nur mich, sondern auch viele Nachwuchsschützen.»

Beyeler, Poffet, Lorétan, Johner und Lötscher sind Senslermeister

In der Damenkategorie Luftgewehr siegte Brigitte Beyeler überlegen vor ihren Klubkolleginnen Sandra Monney und Natascha Rumo. Die in Schwarzenburg lebende Primarlehrerin setzte den Grundstein für ihren Erfolg bereits in der Vorrunde und baute diesen im Final aus. Juniorensieger mit dem Luftgewehr wurde mit Riesenvorsprung Marco Poffet. Er profitierte von der Abwesenheit von Irène Beyeler und Nicolas Rouiller, die beide mit der Nationalmannschaft in Luxemburg weilten. 30 Schüler starteten in der Schülerkategorie, welche der in Freiburg zur Schule gehende Pascal Lorétan klar für sich entschied. Claude Johner holte nach 2002 seinen zweiten Bezirkstitel in der Luftpistolen-Juniorenkategorie. Mit 362 in der Vorrunde lag er allerdings nur wenig über den 357 Ringen von Frank Lötscher aus Plaffeien, der in der Schülerkategorie einen neuen Bezirksrekord erzielte.

Othmar Baeriswyl tritt ab

Mit 174 teilnehmenden Sportschützen, davon 67 Schülern und Junioren, konnte insbesondere in der Luftpistolenkategorie und beim Nachwuchs ein klarer Aufwärtstrend festgestellt werden. «Es ist nach 22 Jahren nun Zeit, den Jungen Platz zu machen», meinte der Gründer der Bezirksmeisterschaften und Präsident der Vereinigung der Sensler Matcheure Othmar Baeriswyl an der Rangverkündigung. Damit dürfte eine äusserst bewegte und wachstumsorientierte Ära zu Ende gehen. Das 10-Meter-Sportschiessen ist im Bezirk nun aber fest etabliert, und die Voraussetzungen für weitere erfolgreiche Senslermeisterschaften sind geschaffen. So dürften auch die nächsten Meisterschaften in Giffers im Jahr 2005 ein besonderes Happening fürs Sportschiessen werden.

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