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Kone schiesst seinen Ex-Club ab

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Der Sieg der Sensler vor knapp 1000 Zuschauern war verdient. Das Team von Trainer Martin Lengen hatte über das ganze Spiel die besseren Chancen. Eigentlich hätte der Gast den Match schon früher für sich entscheiden müssen, denn nach seinen beiden Toren hatte vorab Doppeltorschütze Kone noch genügend Möglichkeiten, den Sack frühzeitig zuzumachen. Das einzige Tor des FCF fiel nach gut einer Stunde wie ein Blitz aus heiterem Himmel und läutete eine spannende Schlussphase ein, in der die Gastgeber alles nach vorne warfen, aber kaum mehr zu ganz guten Chancen kamen. Die bereits gut organisierte Abwehr der Düdinger, mit einem sicheren Goalie Adrian Schneuwly im Rücken brachte den (zu) knappen Vorsprung dann ohne grosse Probleme über die Zeit.

FCF noch nicht kompetitiv

Würde man nur dieses erste Meisterschaftsspiel als Gradmesser herbeiziehen, dann müsste man Freiburg nach seinem Abstieg aus der 1. Liga Promotion selbst in der 1. Liga Classic eine schwierige Saison voraussagen. Bis auf ein paar Ausnahmen wirkte das junge Team von Philippe Perret uninspiriert und in vielen Spielphasen völlig überfordert. Dies begann beim klein gewachsenen und unerfahrenen Keeper Maxime Brenet (vorher Xamax U21), ging über die bei den Gegentoren schlecht aussehende Abwehr und hörte beim Angriff auf, der sich im ganzen Spiel kaum eine Handvoll gute Chancen erarbeiten konnte. Für diesen mässigen Auftritt gab es aber Gründe: Ganze 13 Feldspieler standen zur Verfügung, Alternativen für Wechsel gab es damit kaum mehr. Vorab auf die baldige Rückkehr der beiden Routiniers Yannick Zaugg und Karim Chentouf hofft deshalb der Übungsleiter des FCF. Trotz der Niederlage sah Perret auch Positives, und dass es mit seinem neuen Team vorab in der Startphase der Meisterschaft Probleme geben würde, wusste er schon seit seiner Ankunft.

SCD schon viel weiter

Düdingen ist in punkto Mannschaftsgeschlossenheit schon bedeutend weiter, auch wenn es im Vergleich zu letzter Saison praktisch mit einer praktisch halb neuen Mannschaft antreten musste. Yann Hartmann rückte für das Duo Jenny/Corovic in die Abwehr zurück, und bis auf ein, zwei Szenen nach dem Wechsel zeigte sich die Abwehr der Roten auf der Höhe des Geschehens. Den grössten Unterschied zwischen den zwei Konkurrenten um die Fussballvorherrschaft im Kanton sahen die Fans im Offensivbereich, wo der SCD auf seinen neuen Mittelstürmer Abdoulay Kone (19) zählen konnte. Der Ivorer bestritt seine Juniorenzeit bei Richemond, wechselte dann zum Nachwuchsteam von Xamax und später zum FC Freiburg, ehe er im Sommer bei Düdingen eine neue Herausforderung suchte. Der flinke und klein gewachsene Stürmer freute sich nach dem fairen Spiel natürlich diebisch über die beiden Tore gegen seinen Ex-Club, trauerte aber gleichzeitig seinen verpassten Chancen nach: «Zum Glück kassierten wir nicht noch den Ausgleich, sonst hätte ich mir Vorwürfe machen müssen.» In den letzten Minuten wurde er etwas angeschlagen noch ausgewechselt, und so kam Goalgetter Ermin Gigic, der in seiner Vorbereitung noch nicht hundertprozentig da ist, noch zu ein paar Einsatzminuten.

Mehr Spannung als Klasse

Dass dieses erste Derby mehr von der Spannung als von der spielerischen Klasse lebte, war hauptsächlich die Folge der mangelnden Spielgestaltung des FC Freiburg im Mittelfeld, wo der SC Düdingen mit dem starken Spielgestalter Frédéric Piller ein Übergewicht hatte. Dazu beigetragen haben auch die sommerlichen Temperaturen, was zwischendurch zu Trinkpausen führte.

Erst nach dem glücklichen Anschlusstor–Ivano Baeriswyl hatte Lokrout im Strafraum umgerissen–kam nochmals Spannung auf, und eine Viertelstunde vor Schluss hatte der vorgerückte Einwechselspieler Maxime Mason aus fünf Metern frei stehend den Ausgleich noch auf dem Fuss. Die Höhepunkte dieser Partie waren allerdings die zwei schön herausgespielten Tore in der ersten Halbzeit.

 

Telegramm

Freiburg – Düdingen 1:2 (0:2)

St. Leonhard; 941 Zuschauer; SR Lionel Tschudi.Tore:31. Kone 0:1, 43. Kone 0:2, 65. Makshana (Foulpenalty) 1:2.

FC Freiburg:Brenet; Déglise, Bondallaz, Ndarugendamwo, Neuhaus (88. Coutinho Taveira); Brülhart; Deschenaux, Langlet, Vuilleumier (70. Mason); Lakrout, Makshana.

SC Düdingen:A. Schneuwly; D. Spicher, Hartmann, Baeriswyl, Sturny; Mora (63. Weber), Brügger, Piller, Aguidi (78. Preradovic); Uka, Kone (86. Gigic).

Bemerkungen:Freiburg ohne Charrière (gesperrt), Dia Nbyae (noch nicht qualifiziert), Chentouf, Rigolet, Zaugg, M. Thurnherr, Quattara (alle verletzt); Düdingen ohne Corovic (gesperrt), Bueche, Cassara, Rotzetter (alle verletzt). Verwarnungen: Makshana (28.), Déglise (52.), Baeriswyl (65.).

Reaktionen: «Hätten höher siegen müssen»

Philippe Perret (Trainer FCF): «Wir hatten heute viele gute und schlechte Momente und haben uns mit zwei vermeidbaren Toren fast selber geschlagen. Stolz bin ich auf die Reaktion meiner Mannschaft in der zweiten Halbzeit, wo ich Vorteile für mein Team sah. Leider konnten wir die Kreise des gefährlichen Stürmers Kone nicht genug einengen. Angst für die Saison mache ich mir trotz dieser Niederlage nicht, wir werden uns sicher noch steigern können, wenn ein, zwei meiner besten Spieler zurückkehren. Düdingen war auch heute der erwartet starke Gegner und hat nicht unverdient gewonnen.»

 

Martin Lengen (Trainer Düdingen): «Bis auf die letzten 30 Minuten haben wir das Spiel dominiert und hätten eigentlich viel höher siegen müssen. Am Ende haben wir uns mit dem unnötigen Gegentor – wir waren ja in dieser Szene im Ballbesitz – das Leben selber noch schwer gemacht. Unser Ziel waren heute zum Saisonauftakt vorab die drei Punkte, und die haben wir auch geholt. Mit der Leistung meiner neuen und jungen Mannschaft bin ich sehr zufrieden. Kone hat gezeigt, dass er ein guter Ersatz für Lukas Schneuwly sein kann, auch wenn es ein ganz anderer Spielertyp ist.» mi

 

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