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Kontra: Eine Entlassung ist zu teuer und sendet ein falsches Signal aus

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Autor: Matthias Fasel

Im September 2008 hat der Vorstand den Vertrag mit Trainer und Sportchef Serge Pelletier vorzeitig bis 2012 verlängert. Dies mit der Begründung, Kontinuität in den Club zu bringen und Pelletier in Ruhe arbeiten zu lassen. Wer jemanden für vier Jahre anstellt, dem muss klar sein, dass in dieser Zeitspanne auch mal stürmische Zeiten kommen werden. Mit einer Entlassung würde sich Präsident Baudin deshalb nun als Mann der leeren Worte outen. An ein ruhiges Arbeiten wäre so schnell nicht wieder zu denken. Bei der besonnenen Strategie, die sich der Club in den letzten Jahren zurecht gelegt hat, hat er jedoch auch bei Sponsoren viel Anerkennung erhalten. Dies zu beenden, macht deshalb nur Sinn, wenn es zu offensichtlichen Verwerfungen zwischen Trainer und Team kommt. Und obwohl durchaus möglich ist, dass einzelne Spieler das Heu mit Pelletier nicht auf der gleichen Bühne haben, ist dies insgesamt nicht der Fall.

Natürlich ist Pelletier weder fehlerfrei noch unschuldig an der jetzigen Situation. Schliesslich hat er das Team zusammengestellt und trainiert es. Tatsächlich scheint die Chemie in der Equipe nicht mehr gleich gut zu sein wie letztes Jahr. Und natürlich spielt Gottéron mitunter konzeptlos. Doch wer schon einmal selbst Sport betrieben hat, weiss, wie sehr eine Niederlagen-Serie verunsichert. Der Trainer hat in solchen Situationen nicht unbedingt viel Einfluss. Was es braucht, ist ein Erfolgserlebnis, ein Impuls, der zum Wendepunkt führt. Für diesen Impuls könnte ein neuer Trainer tatsächlich sorgen. Aber er ist auch unter Pelletier möglich. Die Argumente für eine Absetzung des Franko-Kanadiers sind deshalb schlicht nicht zwingend genug. Zumal Pelletier sein Eishockey-Fachwissen in seiner Karriere genügend unter Beweis gestellt hat.

Da wiegen schon allein die pragmatischen Gründe, die gegen eine Entlassung sprechen, schwerer. Durch die Personalunion von Trainer und Sportchef würde Pelletier eine grosse Lücke hinterlassen. Niemand im Club kann in sportlichen Fragen mit ihm auf Augenhöhe diskutieren. Nicht nur deshalb wäre es für den Vorstand um Präsident Daniel Baudin bestimmt nicht leicht, einen valablen Ersatz zu finden. Kommt hinzu, dass der Markt momentan kaum Namen hergibt, die Freiburg einen Schritt nach vorne bringen könnten. Als letzter und vielleicht entscheidender Punkt kommt dazu, dass es dem Club finanziell sehr teuer zu stehen käme, einen Trainer und Sportchef zu entlassen, der noch drei Jahre unter Vertrag steht. Da würden auf einen Schlag einige hunderttausend Franken flöten gehen.

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