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Kürzlich hatte ich eine Diskussion zum Thema Spiel

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Kürzlich hatte ich eine Diskussion zum Thema Spielerlöhne. Dabei stellte sich die Frage, ob ich die Löhne meiner Mitspieler kenne und sich daraus meinerseits entsprechend höhere Erwartungen gegenüber besser verdienenden Spielern ergeben. Nun, ich muss dazu sagen, dass man natürlich gelegentlich Zahlen aufschnappt. Auf keinen Fall aber vergleiche ich meinen Lohn mit dem Lohn meiner Teamkollegen. Ich gönne jedem seinen Franken. Die Löhne kommen aufgrund der Leistung der vergangenen Saison zustande. So ist es natürlich auch verständlich, dass Aussenstehende in einer schlechten Phase die Gehälter hinterfragen. Es gibt allerdings so viele Faktoren, die im Sport einen Einfluss haben, so dass es keine Garantie für ein konstant gutes Leistungsniveau gibt. Zum Glück sind wir Menschen, keine Maschinen.

Geld ist nicht mein Antrieb, meine Motivation. Ich möchte vielmehr zurück zum Gottéron, das Freude bereitet. Diese Momente sind mit Geld nicht zu werten. Eine Mannschaft funktioniert nur als Ganzes. Alle sind voneinander abhängig. Wenn ich morgens in die Garderobe komme und gut drauf bin, überträgt sich diese Stimmung auf meinen Kameraden. Der wiederum geht zum Nächsten und gibt diese positive Energie weiter. So entsteht der Teamgeist, der momentan bei uns nicht optimal ist, sonst würden wir besseres Eishockey zeigen. Die Kehrseite der Medaille ist, dass dieses Phänomen auch in die entgegengesetzte Richtung wirkt. Magst du einen Spieler weniger, weil er z. B. in deinen Augen mehr für sein Geld leisten sollte, so strahlst du diese Haltung aus. Es müssen nicht mal Worte fliessen, deine Körpersprache, dein Ausdruck, dein Verhalten verrät alles. Es steht dir quasi ins Gesicht geschrieben: «Hey du da, mach mal was für deinen Lohn!» Der andere wird bewusst oder unbewusst von deiner Einstellung gegenüber ihm beeinflusst. Deshalb sind solche Lohnvergleiche schädlich.

Unsere Motivation sollten vielmehr die Fans und unsere Gruppe an sich sein. Wir müssen zueinander finden, miteinander den Karren aus dem Dreck ziehen. Das mögen für viele nur Floskeln sein, aber es ist der einzige Weg. Wer den Glauben verliert, ist verloren. Am Samstag in Lugano habe ich beim Auslaufen kurz mit einem Fan gesprochen. Seine Tochter hatte Tränen in den Augen, so traurig war sie. Solche Szenen gehen mir schon nahe. Es tut mir leid für die tollen Fans. Ich habe versucht, sie ein wenig aufzumuntern: Après la pluie, le beau temps!

Gottéron-Spieler Franco Collenberg gewährt in seiner Kolumne «Francos Welt» alle zwei Wochen einen Einblick in seine Gedanken rund um den Club.

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