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Langnau mit dem Break in Freiburg

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Langnau mit dem Break in Freiburg

Gottéron völlig von der Rolle – Valentin Wirz verletzt

Im zweiten Anlauf schlägt Langnau ein schwaches Gottéron vor 3440 Fans im St. Leonhard mit 2:0 und schafft somit das wichtige Brack zur 2:1-Führung in der Playout-Serie. Selbst in vier Minuten doppelter Überzahl schafften die Drachen kein Tor. Zu allem Unglück verloren sie im letzten Drittel auch noch Natistürmer Valentin Wirz wegen eines Muskelrisses.

Von KURT MING

Am 4. März 1980 schlug Gottéron im letzten Aufstiegsspiel überraschend den ZSC und stieg damals in die NLA auf. Zum Gedenken an diesen grossen Tag in der Klubgeschichte schwenkten die Fans der Freiburger zu Spielbeginn Spruchbänder mit den Namen der damaligen Stars. Gut zwei Stunden später war ihnen nicht mehr zum Feiern zumute. Ihre Mannschaft hatte eines der schwächsten Saisonspiele geliefert und somit den SCL Tigers die erstmalige Führung in der Playout-Serie praktisch auf dem Tablett serviert. Zum dritten Mal in Folge stellten nun die Berner in diesem Vergleich die bessere und kompaktere Mannschaft, und wenn nicht alles täuscht, schreitet der HCF in grossen Schritten Richtung Playout-Finale gegen Lausanne. Vor dem Match hatte Trainer Mike McParland wohl gesagt, eine Heimniederlage sei noch nicht das endgültige Aus. Hatte der Freiburger Chef das Unglück etwa vorausgeahnt?

Individuelle Fehler führten zum 0:2

Eigentlich ist Gottéron im Moment nicht in der Verfassung, um dem Gegner noch Geschenke zu machen. Scheinbar haben dies im Lager des Heimklubs nicht alle verstanden. Mit einem groben Schnitzer, übrigens nicht dem ersten in dieser Saison, leitete der in der NLA körperlich überforderte Birbaum schon früh den Untergang seiner Mannschaft ein. Routinier Howald blieb nur ein Kopfschütteln übrig, als er sah, wie sein junger Mannschaftskollege Langnaus besten Playout-Skorer Dimitrakos mit einem Musterpass ins Loch schickte. Der Kanada-Grieche nahm das Geschenk an und buchte seelenruhig zum wichtigen 0:1. Auch dem zweiten Treffer der Gäste ging ein Fehler von Mowers voraus, diesmal schoss Goldhelm Steiner, der nächste Saison zu Zürich wechselt, kaltschnäuzig am machtlosen Mona vorbei ein. Nach 38 Minuten war so gesehen die Entscheidung im schwach besetzten St. Leonhard schon gefallen. Klar, dass sich Trainer McParland am Schluss mächtig ärgerte: «Langnau war im Gegensatz zu uns bereit, den Einsatzpreis für den Sieg zu bezahlen. Und für solche individuelle Fehler wird in solch engen Spielen eben brutal bezahlt.»

Vorne ging beim HCF nichts

Die defensiven Fehler waren das eine, die miserable Offensivausbeute das andere. Wer aus gut einem Dutzend Powerplays kein Tor zustande bringt, davon noch einen schönen Teil bei 5 gegen 3, muss sich am Ende nicht fragen, warum er als Verlierer vom Eis ging. Von Freiburgs Stürmern ging an diesem Abend null Gefahr aus, die erste Chance hatte Oldie Hodgson erst kurz vor Spielmitte. Obwohl McParland ständig seine Überzahlformationen wechselte, aber weder Bobillier, der gestern Abend sein 300. NL-Spiel für Gottéron absolvierte, noch das Geburtstagskind Beni Plüss brachten die Scheibe am starken Pauli Jaks vorbei. «Unser Goalie hat uns in dieser Phase mit tollen Paraden im Spiel gehalten», freute sich SCL-Coach Aegerter trotz der vielen Strafen gegen seine Mannschaft nach dem Spiel. Und auch der Wechsel Lintner für Rhodin in der Abwehr brachte im Endeffekt nichts.

Aegerter: Harte Arbeit belohnt

Langnaus Taktik in diesem Abnützungskampf ist ziemlich einfach und ging einmal mehr voll auf. Haudegen Jeff Shantz gewinnt praktisch jedes Bully, Niko Dimitrakos schiesst die wichtigen Tore, und hinten räumte die Abwehr auch ohne Routinier Sutter mächtig auf. Dazu kam in vielen heiklen Phasen noch das Glück des Tüchtigen dazu, aber insgesamt war der zweite Sieg der Tigers in Folge verdient. Trainer Bruno Aegerter wollte zwar nicht triumphieren, noch würden seinem Team zwei Siege zum Ligaerhalt fehlen, aber er sprach zu Recht von einer klugen und disziplinierten Abwehrleistung seiner Mannschaft. Den Grundstein zum Sieg hätten sie schon im ersten Drittel mit der wichtigen 1:0-Führung gelegt, und nach dem zweiten Tor hätte man eigentlich den Match gut im Griff gehabt.

Jetzt spricht vieles für Langnau

Nimmt man die drei ersten Vergleiche zur Hand, so spricht im Moment vieles für die SCL Tigers, die im Moment ganz einfach die bessere Mannschaft aufs Eis bringen. Bei den Freiburgern fehlte auch gestern Abend das letzte Feuer, das übrigens noch ein wichtiges Attribut der legendären Copainsmannschaft aus den 80er-Jahren war. Aber bekanntlich hat Freiburg schon öfters ins Geschäft zurückgefunden, wenn man die Mannschaft schon etwas abgeschrieben hatte. Eines ist jedoch sicher: Wollen Hentunen und Co. eine Nervenschlacht gegen Lausanne vermeiden, müssen sie sich in den kommenden Tagen gewaltig steigern. Im Moment spielt der HCF höchstens 60 Prozent seiner Möglichkeiten aus, und jetzt fehlt dem ohnehin offensiv schwachen Team nach dem Ausfall von Vauclair mit Valentin Wirz noch ein weiterer Aggressivleader.

Freiburg – Langnau 0:2 (0:1, 0:1, 0:0)

Stand 1:2

St. Leonhard. – 3440 Zuschauer (Saison-Minusrekord). – SR Stalder, Abegglen/ Stäheli.
Freiburg: Mona; Berger, Lintner; Gerber, Marquis; Studer, Birbaum; Bobillier; Berthoud, Mowers, Letwoski; Hentunen, Montandon, Wirz; Howald, Schümperli, Sprunger; Hogdson, Plüss.
SCL Tigers: Jaks; Lüthi, Stettler; Heward, Astley; Aegerter Schirjajew; Schüpbach; Steiner, Shantz, Murovic; Park, Burkhalter, Lachmatow; Métrailler, Moser, Baumgartner; Dimitrakos, Monnet, Meier.
Tore: 3. Dimitrakos 0:1. 38. Steiner (Lachmatow) 0:2.
Strafen : 11-mal 2 Minuten gegen Freiburg, 16-mal 2 Minuten gegen Langnau.
Bemerkungen: Freiburg ohne Vauclair, Schneider (beide verletzt) und Rhodin (überzähliger Ausländer), SCL Tigers ohne Grogg, Sutter, Tschanz (alle verletzt) und Roy (überzähliger Ausländer). – 45. Wirz verletzt ausgeschieden. – Timeout: Freiburg (59:24). – Freiburg ab 59:24 ohne Goalie. – Schussverhältnis 38:25. – Wahl zu den besten Spielern: Jaks und Lintner.

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