Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Lothar torpediert auch OL-Saison

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Delegiertenversammlung des Freiburger OL-Verbandes

Die von Lothar verursachten Waldschäden haben für die OL-Läufer zwei Hauptkonsequenzen: Einerseits müssen die für dieses Jahr geplanten Wettkämpfe zum Teil in andere Wälder verschoben oder sogar abgesagt werden. Andererseits ist ein Teil der be-stehenden OL-Karten nicht mehr brauchbar und muss neu gezeichnet werden. Der OLC Omström kann jedoch seinen Nationalen OL, den einzigen Grossanlass in diesem Jahr im Kanton, wie geplant am 30. April 2000 im Burgerwald oberhalb von St. Silvester durchführen.

An der diesjährigen Delegiertenversammlung des Freiburger OL-Verbandes zeigte sich, dass die Durchführung der OL-WM in der Schweiz im Jahr 2003 voraussichtlich auch ihre Auswirkungen auf den Kanton Freiburg haben wird: Ein Projektteam arbeitet gegenwärtig an einem Grobprogramm, das im jetzigen Stadium zwei Weltcupläufe im Kanton Freiburg vorsieht.
Im Vorjahr der im Jahr 2003 in der Schweiz stattfindenden OL-WM möchte der Schweizer OL-Verband in der Westschweiz zwei bis drei Weltcupläufe durchführen. Eine kleine Projektgruppe mit Vertretern aus den Kantonen Waadt und Neuenburg sowie Josef Bächler als Vertreter des Kantons Freiburg ist gegenwärtig daran, ein Grobprogramm auszuarbeiten und dessen Machbarkeit zu prüfen. Die ersten Umrisse dieses Grobprogramms sehen die Durchführung eines Staffelwettkampfes und eines Wettkampfes über die klassische Distanz im Kanton Freiburg vor. Im Rahmen eines Park-OL im Gebiet Lausanne-Vidy soll ausserdem das Ziel verfolgt werden, den OL-Sport dem Internationalen Olympischen Komitee (IOK) näher zu bringen. Dieses Gremium hatte zwar in letzter Zeit nicht nur positive Schlagzeilen, doch der Entscheid, ob der OL-Sport in Zukunft einmal ins olympische Programm aufgenommen wird, wird von diesem Gremium gefällt werden. Die Klubdelegierten hatten am vergangenen Freitag zu diesem Projekt noch keine Entscheide zu fällen. Das Projektteam wird jedoch in einigen Monaten mit einem entscheidungsreifen Programm an die Freiburger OL-Klubs herantreten.

Zunehmende administrative Hürden

Der Präsident des FOLV, Peter Rentsch, wies ausserdem im «Jahr 1 nach Marie-Luce Romanens», wie er es nannte, darauf hin, dass dem OL-Sport immer mehr administrative Hürden in den Weg gelegt werden. Die im vergangenen Sommer in Kraft getretene kantonale Jagdverordnung verlangt, dass für OL-Veranstaltungen ab 150 Teilnehmern eine Bewilligung bei der Direktion des Innern und der Landwirtschaft eingeholt werden muss. Rentsch führte dazu aus: «Der FOLV ist erstaunt und enttäuscht, dass eine solche Bestimmung ohne Konsultation der betroffenen Kreise verabschiedet worden ist.» Seiner Ansicht nach wäre es sachgerechter gewesen, diese in den Ausführungsbestimmungen zum kantonalen Waldgesetz zu verankern. Rentsch wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass sich die bisherige Vereinbarung zwischen dem FOLV und der kantonalen Forstdirektion, die eine Bewilligung von Wettkämpfen mit über 1000 Teilnehmern und eine Informationspflicht bei Wettkämpfen mit 150 bis 1000 Teilnehmern vorsieht, sich in der Praxis bestens bewährt habe. Die nun geltende Bestimmung in der Jagdverordnung gefährde ausserdem die Durchführung von Orientierungsläufen in den Schulen. Trotz dieser unerfreulichen Situation zeigte sich Rentsch zuversichtlich, dass der Staatsrat eine bessere Lösung finden werde.

Erfreuliche Entwicklungen
im Nachwuchsbereich

Der Trainer des Freiburger Nachwuchskaders, Adrian Schnyder, berichtete über die Durchführung von intensiven und gut besuchten Lagern und Trainingsweekends. Die Nachwuchstrainer konnten wie bereits im Vorjahr die Aufnahme ins kantonale Nachwuchskader von klaren Leistungskriterien abhängig machen. Bertrand Chatagny, innerhalb des Vorstandes verantwortlich für die Nachwuchsförderung, konnte diese erfreuliche Entwicklung auch für die Freiburger Jugendmeisterschaft bestätigen: Insgesamt nahmen 58 Nachwuchsläuferinnen und -läufer an mindestens einem Wertungslauf teil.

Der Kartenverantwortliche Christian Studer berichtete, dass die Kartenverkaufszahlen im vergangenen Jahr wegen fehlenden Grossveranstaltungen relativ tief ausgefallen seien. Da jedoch mit dem «Buechechäppeli» auch nur eine Karte herausgegeben wurde und so der Kartenaufwand gering blieb, schloss die Kartenrechnung dennoch erfreulich positiv ab. Dies schlug sich auch in der Jahresrechnung nieder, welche die zurücktretende Kassierin Alexandra Berthold-Studer ein letztes Mal präsentierte. Der Präsident dankte ihr für die langjährige, zuverlässige Arbeit und überreichte ihr einen Gemüse- und Früchtekorb. Da sich die Suche nach einer Nachfolgerin oder einem Nachfolger schwieriger als erwartet ausgestaltete, wird der Vorstand in den nächsten Wochen gemeinsam mit den nicht im Kantonalvorstand vertretenen Klubs nach einer Lösung für diese Vakanz suchen.
Jean-Claude Chofflon, der kantonale Turn- und Sportinspektor, informierte, dass die kantonale Sportkommission ebenfalls gegen die umstrittene Bestimmung in der Jagdverordnung interveniert habe. Der Vorsteher des J+S-Amtes Elmar Schneuwly seinerseits gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass die im Broyebezirk geplanten Leiterkurse doch noch durchgeführt werden können. Zum Abschluss konnten traditionellerweise die Medaillengewinner an einer Schweizermeisterschaft ein kleines Geschenk entgegennehmen. Im vergangenen Jahr waren die Jüngsten mit Antoine Vuilloud (CA Rosé) und Nicolas Preisig (OLC Omström) sowie insbesondere die Senioren mit Josef Bächler (SV Giffers-Tentlingen), Hans-Uli Feldmann (OLG Murten), Hansjörg Suter, Gilbert Francey und Roger Schrago (alle CA Rosé) besonders erfolgreich.

Mehr zum Thema