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Lugano gleicht die Serie aus

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Richtig stark war bei Freiburg nur der Start. So weckte Olympic bei den 2250 Zuschauern zunächst die Hoffnung, mit der Führung in der Serie und dem Publikum im Rücken dank einer energischen Spielweise die Tessiner überrollen zu können. So wie es den Freiburgern in den beiden Qualifikations-Heimspielen gegen Lugano bereits zweimal gelungen war. Mit zwei frühen Slam-Dunks brachte Clint Chapman gleich zu Beginn Feuer in die Partie. Nach sechseinhalb Minuten führte Olympic 17:7.

Doch die Hoffnung auf einen dominanten Auftritt der Freiburger schwand schnell. Zu viel individuelle Klasse steckt trotz seinen in diesem Final nicht immer überragenden Auftritten im Team der Tessiner. Zu stilsicher präsentierten sich beispielsweise Mohamed Abukar (19 Punkte) und Matt Schneiderman (22) bei ihren Wurfversuchen. «Und vor allem haben wir nach dem schlechten Start viel besser verteidigt», sagte Lugano-Trainer Andrea Petitpierre. «Es ist für uns wichtig, das Skore tief zu halten. Denn wenn Freiburg in einen Offensivrausch gerät wie am Samstag, ist Olympic fast nicht zu stoppen.»

Immerhin aber führte Olympic zur Pause noch 36:35. Was wiederum für die Breite des Kaders der Freiburger sprach, da beispielsweise Edwin Draughan, in den ersten drei Finalspielen auffälligster Olympic-Akteur, in der ersten Halbzeit keinen einzigen Punkt beisteuerte.

Lugano versenkt auch die schwierigen Würfe

Diese Breite des Kaders hätte den Freiburgern auch ermöglichen sollen, Luganos Topspieler zu ermüden, um dann am Ende zuzuschlagen. Diese Taktik hat schon mehrmals geklappt, und sie wäre wohl auch gestern Freiburgs Gameplan gewesen. Doch diesmal kam es anders. Es schien fast, als sei den Freiburger Spielern plötzlich bewusst geworden, dass der Gewinn des Titels in Griffweite ist. Erstmals nicht mehr in der Rolle des Underdogs schien sich das Heimteam in seiner Haut jedenfalls nicht mehr richtig wohl zu fühlen.

Als Olympic zu Beginn der zweiten Hälfte mit einigen Punkten in Rückstand geriet, wirkten die Freiburger in ihren Angriffen plötzlich überhastet. Olympics Wurfquote war letztlich zu schwach, um Lugano gefährlich zu werden. Mit 46,2 Prozent war sie klar tiefer als diejenige Luganos (50). Dies hatte auch mit der aggressiven und überzeugenden Defensivarbeit Luganos zu tun. Bei Olympic selbst war die Defensive zwar nicht schlecht, aber eben nicht auf dem Niveau des Gegners. Zu viele offene Würfe gestand die junge Equipe Lugano zu. Kam hinzu, dass die Gäste dank ihrer individuellen Klasse oft auch dann reüssierten, wenn Olympic sie zu schwierigen Würfen zwang. So zum Beispiel Rickey Gibson, als er fünf Minuten vor Schluss mit Ablauf der Wurfuhr einen sehr schwierigen Dreier zur 73:64-Führung für Lugano versenkte. Es war letztlich bereits die Entscheidung in diesem Spiel.

Lugano mit mehr Bankpunkten

Danach verwaltete Lugano den Vorsprung problemlos. Auch deshalb, weil bei Trainer Andrea Petitpierre vor dem gestrigen Spiel wohl ein Umdenken stattgefunden hat. Statt seine Leistungsträger über Gebühr zu forcieren, schenkte er seinen Bankspielern mehr Vertrauen. Die Rechnung ging auf. Marin Bavcevic beispielsweise erzielte drei wichtige Dreier und kam am Ende auf zwölf Punkte. So sammelten Luganos Bankspieler für einmal mehr Punkte als diejenigen Freiburgs (15:12). «Das ist das erste Mal. Ich will nicht gerade sagen, ich sei überrascht, aber natürlich sehr erfreut», so Petitpierre. Sein Gegenüber Aleksic betonte, dass der verletzte Marko Mladjan dem Team sehr gefehlt habe. «Insgesamt waren meine Guards nicht gut genug und das ganze Team zu wenig aggressiv und geduldig. Ausserdem hat auch mein Prinzip mit der häufigen Rotation nicht wie gewünscht geklappt.»

So stellte Lugano gestern erstmals in dieser Serie das bessere Kollektiv. Und bei den Topspielern war am Ende des Spiels gleichzeitig kein Leistungsabfall zu vermerken. Letztlich war der 87:77-Erfolg der Gäste ebenso verdient wie diskussionslos. Vor Spiel fünf am Samstag in Lugano haben sich die Tessiner damit zurück in die Rolle des Favoriten katapultiert.

Telegramm

Olympic – Lugano 77:87 (36:35)

St. Leonhard.–2250 Zuschauer.–SR: Bertrand/Clivaz/Michalides.

Freiburg Olympic:Chapman (19 Punkte), Kazadi (14), Calasan (10), Draughan (5), Miljanic (17); Uliwabo, Kovac (3), Cotture (9).

Lugano Tigers:Watson (8), Gibson (14), Stockalper (9), Schneidermann (22), Abukar (19); Magnani (3), Molteni, Bavcevic (12).

Bemerkungen:Olympic ohne Mladjan (verletzt), Lugano Tigers ohne Sweetney (überzähliger Ausländer).–5 Fouls: Kazadi und Chapman (40.). Viertelsresultate: 19:15, 17:20, 16:23, 25:29.

Stand Playoff-Serie (best of 7):2:2.Nächstes Spiel:Am kommenden Samstag um 17.30 Uhr in Lugano.

 

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