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«Mehr als eine simple Brücke»

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Vor fünf Jahren genehmigte der Grosse Rat den Studienkredit über 3,8 Millionen Franken, vor zwei Jahren den Baukredit über 17 Millionen. Im November 2016 fuhren die Bagger auf, und genau zwei Jahre später ist sie gestern eröffnet worden: die 290 Meter lange Tiguelet-Brücke in Givisiez.

«Ein Ingenieurbüro aus dem Tessin und eines aus Zürich verwirklichen eine Brücke in der Romandie. Das ist die Schweiz.»

Marcel Baumann

Generaldirektor Antiglio

 
 

Leichte Ästhetik

Bei der offiziellen Einweihung der neuen Kantonsstras­se waren Vertreter von Bund, Kanton, Agglomeration und der Gemeinde Givisiez anwesend. «Ein solches Werk ist nur in der Schweiz vorstellbar», sagte Marcel Baumann, Generaldirektor des Bauunternehmens Antiglio, mit stolzgeschwellter Brust. «Ein Ingenieurbüro aus dem Tessin und eines aus Zürich verwirklichen mit einem Bauunternehmen aus Freiburg eine Brücke in der Romandie: Was ist das anderes als die Schweiz?» Die Tiguelet-Brücke sei ein Kunstwerk – einzigartig in einer Region, die sich voll im Wachstum befinde.

Video von der Einweihung:

Effektiv fügt sich die schlanke Struktur mit einer leichten Krümmung perfekt in die Landschaft der moorigen Ebene des Tiguelet-Flusses zwischen dem Industriegebiet von Givisiez und der Strassenverbindung Givisiez–Grolley–Payerne. In Anspielung an die Formel-1-Legende Jo Siffert, der mit Lotus Erfolge feierte, trägt das Projekt der Ingenieurbüros dsp aus Zürich und Spataro Petoud aus Bellinzona den Namen Lotus.

Antwort auf die Entwicklung

Der Bau der knapp 21 Millionen Franken teuren Tiguelet-Brücke bildete in den vergangenen zwei Jahren einen Teil der grössten Baustelle im Kanton. Neben der Brücke entsteht derzeit nämlich für 120 Millionen Franken das neue Unterhalts- und Betriebszentrum der Freiburgischen Verkehrsbetriebe (TPF). Im Anschluss planen diese die Realisierung des neuen Quartiers Taconnets mit 400 Wohnungen. Aktuell verlegen die SBB zudem den Bahnhof von Givisiez für 55 Millionen Franken Richtung Freiburg.

«Die Tiguelet-Brücke ist mehr als nur eine weitere Brücke», bemerkte Baudirektor Jean-François Steiert (SP) vor den rund 100 geladenen Gästen. «Wir befinden uns an einem Ort, der symbolisch für die Kohabitation verschiedener Mobilitätsformen steht.» Zudem liege die Brücke in einem Quartier mitten in seiner Entwicklungsphase. Die Urbanisierung dieses Teils des Kantons bringe auch neue Bewohnerinnen und Bewohner sowie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit sich, für die eine ausreichende Verkehrsinfrastruktur bereitgestellt werden müsse.

«Zusammen mit dem Projekt des nachhaltigen Quartiers Chamblioux soll die Tiguelet-Brücke zu einem starken Kantonszentrum und zur Schaffung eines eigentlichen strategischen Entwicklungspols für den Kanton Freiburg beitragen.»

Verkehrsfluss verbessern

Mit der Tiguelet-Brücke sollen aber auch der Verkehrsfluss und die Verkehrssicherheit auf der Route de Belfaux verbessert werden. Zu Spitzenzeiten stauten sich dort bis zum gestrigen Tag die Autos beidseits des Bahnübergangs. Die Verkehrsachse war das grösste Verkehrs-Nadelöhr des Kantons. Im Hinblick auf den Viertelstundentakt zwischen Givisiez und Freiburg ab dem kommenden Fahrplanwechsel drohten am Bahnübergang noch grössere Blockaden. Nach der Fertigstellung des neuen Bahnhofs wird der bestehende Bahnübergang aufgehoben und durch eine Passerelle ersetzt (siehe Kasten).

Staatsrat Jean-François Steiert dankte schliesslich auch den anwesenden Grossräten dafür, dass sie das Projekt mit 21 Millionen Franken genehmigt hatten.

Zahlen und Fakten

Gleisübergang wird aufgehoben

Der neue Abschnitt auf der Achse Givisiez–Grolley–Payerne über die Jo-Siffert-Strasse hat eine Gesamtlänge von 630 Metern. 290 Meter davon machen die Tiguelet-Brücke aus. Sie ist 10,8 Meter breit und besteht aus zwei Fahrstreifen, zwei Radstreifen sowie einem Trottoir. Das Projekt ist Teil der Sanierung des Bahnübergangs Freiburg–Payerne sowie Freiburg–Murten und wird zur Aufhebung des Bahnübergangs auf der Route de Belfaux führen. Der motorisierte Verkehr darf bereits ab heute nur noch über die Brücke fahren. Velos und Fussgänger können bis zur Fertigstellung des neuen Bahnhofs von Givisiez den Bahnübergang noch traversieren. Danach werden sie via eine Passerelle über die Geleise geführt.

rsa

 

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