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Mehr Zeit, Lohn und Anerkennung

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Der Berufsverband der Fachpersonen im Gesundheits- und Sozialbereich im Kanton Freiburg hat gestern der Staatskanzlei eine Petition mit 552 Unterschriften abgegeben. Er fordert darin mehr Anerkennung für die Ausbildnerinnen in den Betrieben. Konkret erwartet der Verband vom Staatsrat die Einführung ei- ner Pauschale pro Lernendem, welche die Arbeitgeber motiviert, die Arbeit der Betriebsausbildnerinnen besser zu planen. Denn so könnten die internen Reglemente geändert und die Personaldotierung der Institutionen, welche Lernende betreuen, erhöht werden.

Aufwertung der Ausbildung

Der Verband hatte die Petition zusammen mit der Gewerkschaft VPOD lanciert. Die Zahl der Unterschriften entspreche in etwa der Zahl der Fachangestellten Gesundheit im Kanton. Während der Präsentation gestern betonten die rund 100 Betreuerinnen von Lernenden im Kanton, dass ihre für die Berufsausbildung entscheidende Arbeit gering geachtet werde. Der Staatsrat soll sie aufwerten. Dazu gehören mehr Zeit, mehr Stellen und eine zusätzliche Ausbildung zählte die Präsidentin des Berufsverbandes der Fachangestellten Gesundheit, Marie-Hélène Pereira, auf.

Viel Arbeit werde während sowie neben der offiziellen Arbeitszeit geleistet, was nicht angemessen entschädigt werde. Wo nötig, müsse die Neuregelung gesetzlich abgesichert werden. Das führe nicht nur für die Angestellten zu Vereinfachungen, auch die Arbeitgeber können deren Einsätze besser planen, wenn sie zusätzliche Ressourcen zur Verfügung hätten.

Schock im Berufsalltag

Es sei zentral, dass die Lernenden fachgerecht, sorgfältig und mit viel Aufmerksamkeit ausbildet würden, sind sich die Fachfrauen einig. Schlecht betreute Lernende seien eine Belastung für jene, die mit ihnen arbeiten und ein Risiko für jene, die sie betreuen. Pereira verweist darauf, dass sich die Überlastung der Angestellten über kurz oder lang auf die Patienten auszuwirken drohe.

Estelle Zueblin, die ihreAusbildung gerade abgeschlossen hat, wies gestern darauf hin, dass sehr junge Lernende vom ersten Tag an an die Front geschickt werden. Sie seien mit schwierigen Patienten und heiklen Fällen, manchmal gar mit dem Tod konfrontiert. Das sei mit grossem Stress verbunden. Nur eine gute Ausbildung ermögliche den richtigen Umgang mit solchen Situationen. Dies wiederum bedinge gut ausgebildete Ausbildner. Und die Lernenden von heute seien die Pflegerinnen von mor- gen, schloss VPOD-Sekretärin Wyna Giller. fca

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