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Mindestens zwei bisherige Gemeinderäte von Giffers  bleiben auf der Strecke

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Sie heissen Zukunft Giffers und Gemeinsam für Giffers – zwei Listen mit insgesamt 13 Kandidierenden, darunter alle Bisherigen, konkurrieren um den Einzug in den Gemeinderat von Giffers. Doch es hat nur noch sieben Plätze.

Es sind vier Elemente, die dazu beitragen, dass die Gemeinderatswahlen in Giffers spannend werden. Erstens stehen für die kommende Amtsperiode weniger Sitze zur Verfügung als bei den letzten Gemeinderatswahlen vor fünf Jahren, denn die Gemeinde hat beschlossen, die Zahl der Gemeinderäte von heute neun auf sieben zu reduzieren. Zweitens kandidieren alle bisherigen neun Gemeinderatsmitglieder erneut. Das heisst also logischerweise, dass mindestens zwei bisherige Ratsmitglieder nicht gewählt werden. Drittens bewerben sich insgesamt 13 Frauen und Männer für die sieben Sitze, und viertens treten zwei Listen mit sieben bzw. sechs Personen gegeneinander an. 

Volle Liste, drei Frauen

Auf der Liste 1 Gemeinsam für Giffers ist der heutige Syndic Othmar Neuhaus zu finden, der seit 1991 im Gemeinderat ist und seit zwei Perioden auf dem Stuhl des Ammanns sitzt. Mit Johann Huber ist ein weiterer langjähriger Gemeinderat auf dieser Liste, er ist 2011 gewählt worden, ebenso wie André Kolly. Esther Schaller ist 2016 gewählt worden. Relativ neu dabei sind Nadja Jungo und Joseph Jungo, beide sind 2020 in den Gemeinderat nachgerückt. Der einzige neue Name auf der Liste von Gemeinsam für Giffers ist Samantha Kaymaz. Sie hat Jahrgang 1986 und ist Sachbearbeiterin. 

Wie der Sprecher der Liste, FDP-Grossrat Ruedi Vonlanthen, erklärt, ist «Gemeinsam für Giffers» eine überparteiliche Liste, die sich aus Vertretern von CVP, FDP, SVP und Parteilosen zusammensetzt. Er ergänzt:

Auf Gemeindeebene spielt Parteipolitik sowieso keine Rolle mehr, dort geht es um die Sache.

Um die Sache wird es am 7. März gehen. «Eigentlich ist es ja super, dass die Bürgerinnen und Bürger aus 13 Kandidatinnen und Kandidaten auswählen können», sagt Ruedi Vonlanthen, der selbst viele Jahre im Gemeinderat Giffers und auf dem Stuhl des Ammanns gesessen hat. Aber ja, der Nachteil sei halt auch, dass mindestens zwei der Bisherigen über die Klinge springen müssten. «Das ist brutal für alle, die sich zur Verfügung stellen.» Realistisch gesehen, gehe er davon aus, dass wohl auf beiden Listen einer der Bisherigen es nicht schaffe.

Ziel: Fünf Sitze

Ruedi Vonlanthen ist überzeugt, dass Gemeinsam für Giffers gute Chancen hat, am Wahltag zu den Gewinnern zu gehören. «Immerhin haben wir drei Frauen auf unserer Liste. Ohne Frau anzutreten, das ist nach 50 Jahren Frauenstimmrecht fast nicht salonfähig», sagt er mit einem kleinen Seitenhieb gegen die Männerliste der Konkurrenz. Neben diesem Vorteil sei auch die Ausgewogenheit seiner Liste ein Plus: «Wir haben erfahrene, motivierte, jüngere und ältere Personen – wir decken also die ganze Bevölkerung von Giffers breit ab.» Er sei deshalb optimistisch: «Wir streben fünf Sitze an.»

Drei Bisherige und drei Neue

Sechs Kandidaten stellen sich auf der Liste 2 Zukunft Giffers zur Wahl. Darunter sind die drei Bisherigen. Hans Rotzetter, heutiger Vize-Syndic, ist seit 2014 im Gemeinderat. Willy Krattinger gehört der Gifferser Exekutive seit zwei Legislaturen an, und Mario Rumo ist seit 2013 im Gemeinderat. Die drei waren bei den Wahlen 2016 noch mit einer CSP-Liste angetreten. 

Ausserdem kandidieren auf der gleichen Liste der Landwirt Jan Piller (1998), der Milchtechnologe Patric Lottaz (1989) und der Logistiker Hubert Feyer (1973) – es ist also eine reine Männerrunde. Man habe die Bezeichnung der Liste geändert, um jüngere Kandidaten anzusprechen, sagt Hans Rotzetter, Sprecher der Liste. Diese würden es bevorzugen, auf einer unabhängigen Liste zu kandidieren:

Jüngere Kandidaten lassen sich nicht gerne einer einzigen Partei zuordnen.

Zudem gebe es in Giffers-Tentlingen keine Ortssektion der CSP mehr, sagt Hans Rotzetter.

Hoffen auf einen vierten Sitz

Die drei Kandidaten seien relativ rasch gefunden worden. «Sie haben grosses Interesse daran, in Giffers etwas zu bewegen», sagt Hans Rotzetter. Mit der Sechserliste will Zukunft Giffers die drei Sitze sicher behalten und hofft zudem, einen vierten zu gewinnen. Alle drei neuen Kandidaten seien im Dorf gut verankert. «Wir sind lösungsorientiert und kompromissbereit für ein Miteinander, damit die Gemeinde Giffers vorankommt», so der Sprecher von Zukunft Giffers.

Die Ausgangslage im Gemeinderat von Giffers hat sich geändert

Dass sich nun an den Gemeinderatswahlen die bisherigen Gemeinderatsmitglieder als Konkurrenten gegenüberstünden, sei auf einen besonderen Umstand zurückzuführen. «Wir haben an einer Klausurtagung des Gemeinderats 2018 darüber gesprochen, wer weitermacht und wer aufhören will», erklärt Hans Rotzetter, Sprecher von Zukunft Giffers. Damals hätten zwei von neun Mitgliedern angekündigt, nicht mehr antreten zu wollen. «Das war die Gelegenheit, über eine Verkleinerung des Gemeinderats auf sieben Sitze zu diskutieren.» Also gingen eine Zeit lang alle davon aus, dass sieben Bisherige sich für sieben Sitze wieder zur Wahl stellen würden.

Ein Jahr später sah die Situation anders aus. Durch den vorzeitigen Rücktritt von Catherine Isler-Sahli und Daniel Corpataux auf Ende 2019 wurden Ersatzwahlen notwendig. «Die Demissionen kamen zu früh, als dass wir die Legislatur mit sieben Gemeinderatsmitgliedern hätten beenden können.» So rückten 2020 bei den Ersatzwahlen Joseph Jungo und Nadja Jungo in den Gemeinderat nach – und diese stellen sich nun auch für die ordentlichen Wahlen zur Verfügung.

Keine Feindschaft

Eine Feindschaft gebe es zwischen den beiden Kandidatenlisten nicht, sagt Hans Rotzetter, es habe aber Diskussionen gegeben, wer mit wem kandidiere. Denn nur eine Liste war unter diesen Umständen nicht mehr möglich: Bei sieben Sitze sind nur sieben Namen pro Liste erlaubt. Auch Ruedi Vonlanthen verneint Feindschaften zwischen den Listen. «Es hat sich halt so ergeben.» im

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