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Mit Glück und Conz zum Sieg

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Vor dem Spiel zeigte der EHC Biel auf der Videoleinwand Bilder des ersten Auftritts von Slawa Bykow und Andrei Chomutow im Bieler Eisstadion. Dank den beiden russischen Stars hatte Gottéron dieses Spiel in der Saison 1990/91 5:3 gewonnen. Am Ende des Videos platzierten die Bieler den Aufruf: «Nun ist es an dir, Tyler …» Denn wie Freiburg in den neunziger Jahren hat Biel momentan einen Star von internationalem Format im Team. Tyler Seguin, der die Bieler während des NHL-Lockouts verstärkt, hat letzte Saison für die Boston Bruins in 81 Spielen immerhin 67 Punkte gesammelt.

 Der 20-Jährige Kanadier und seine Mitspieler schienen die Botschaft zunächst verstanden zu haben. Biel dominierte Freiburg im Startdrittel in allen Belangen, wirkte wacher und zielstrebiger. Das Schussverhältnis von 21:5 erübrigt weitere Ausführungen. Mehr als einmal fuchtelte Freiburgs Trainer Hans Kossmann an der Bande wild umher, weil er sich über die Unordnung in der eigenen Defensive ärgerte. Einzig dem überragenden Benjamin Conz war es zu verdanken, dass es nach dem Startdrittel 0:0 stand. Denn egal ob Seguin, Marc Wieser oder Gaëtan Haas, sämtliche Bieler Spieler scheiterten, auch aus bester Position, immer wieder am Freiburger Torhüter.

Erneut Vorsprung verspielt

Nach der ersten Drittelspause fing sich Freiburg, das Geschehen glich sich allmählich aus. So war es nur noch eine kleine und nicht mehr eine bodenlose Frechheit, dass Gottéron in der 33. Minute in Führung ging. In ihrem ersten Überzahlspiel der Partie brauchten die Gäste nur einige Sekunden, ehe Pavel Rosa, der nicht als überzähliger Ausländer auf der Tribüne sass, weil Shawn Heins kurzfristig krank ausfiel, vor dem Tor Benjamin Plüss bediente, der mit einem Direktschuss zum 1:0 traf. Exakt zwei Minuten später deckte Andrei Bykow die Schwäche des Bieler Teams auf – das Defensivspiel. Obwohl sie mit Reto Berra über einen der besten Torhüter der Liga verfügen, ist die Hintermannschaft der Seeländer, die keinen ausländischen Verteidiger im Kader haben, die Achillesferse der Mannschaft. So schnappte sich Bykow nach einem kapitalen Missverständnis zwischen zwei Bieler Verteidigern die Scheibe und traf in der 35. Minute mit einem schönen Handgelenkschuss zum 2:0.

Viel Sicherheit verlieh die plötzliche Zweitore-Führung Freiburg jedoch nicht. Zu oft hat Gottéron in dieser Saison bereits Führungen verspielt. Auch gestern verwalteten die Freiburger das 2:0 ungeschickt. Zunächst kassierten sie 100 Sekunden nach Bykows Tor bereits den Anschlusstreffer. Anschliessend machten sie sich mit Strafen das Leben selbst schwer. Im zweiten Powerplay innert kürzester Zeit schoss Jacob Micflikier in der ersten Minute des Schlussdrittels mit seinem zweiten Treffer bereits den Ausgleich. Weil Biel danach kräftemässig seinem Startfurioso Tribut zollte und sich Gottéron in der Offensive weiterhin reichlich uninspiriert zeigte, musste Freiburg zum siebten Mal im zwölften Spiel in die Verlängerung. Erstmals kam es aber nicht zum Penaltyschiessen. Dies, weil Greg Mauldin sich gleich im Anschluss an das Bully den Puck schnappte und Berra nach nur sieben Sekunden Overtime mit einem platzierten Handgelenkschuss erwischte.

 Es war gewiss ein glücklicher Sieg gegen starke Bieler. Mit Champagner-Eishockey im Stile von Bykow/Chomutow hatte Freiburgs Auftritt gestern bestimmt nichts zu tun. Doch hat Freiburg in dieser Saison schon so oft zu wenig Kapital aus seiner Überlegenheit schlagen können, dass sich das Team von Hans Kossmann durchaus einmal einen glücklichen Erfolg verdient hat. Ein Erfolg, der auch zustande kam, weil Seguin viel zu viele Chancen vergab, um für die Bieler zu sein, was das russische Duo für Gottéron einst gewesen ist …

Sprunger verschiebt Comeback

Nicht auf dem Feld stand gestern Julien Sprunger. Stattdessen beantwortete er in den Drittelspausen vor dem Stadion die vielen Fragen der mitgereisten Gottéron-Fans. Der Stürmer fühlte sich nach langem Überlegen noch nicht für ein Comeback bereit. Es darf davon ausgegangen werden, dass seine Rückkehr nächstes Wochenende erfolgen wird. Für seine Teamkollegen geht es bereits heute Abend (19.45) mit einem Heimspiel gegen Lugano weiter.

Der heutige Gegner

Die Fakten zum HC Lugano

• Lugano hat sich während dem Lockout die Dienste von Patrice Bergeron gesichert. Der Center der Boston Bruins ist einer von 25 Spielern, die dem «Triple Gold Club» angehören und damit jeweils mindestens einmal die drei wichtigsten Titel im Eishockey (Stanley-Cup-Sieger, WM- und Olympia-Gold) gewonnen haben.

• Gestern sass Lugano-Verteidiger Johann Morant seine letzte von 14 Spielsperren ab, die er im Playoff-Final mit dem SCB gegen die ZSC Lions nach einer Attacke gegen Cyrill Bühler kassiert hatte. Sieht man heute in Freiburg einen geläuterten Morant?

• Nach drei Jahren bei den Lakers spielt Daniel Manzato nun für Lugano. Der Freiburger Torhüter weist eine Abwehrquote von 91,8 Prozent auf.fs

Telegramm

Biel – Gottéron 2:3 n. V. (0:0, 1:2, 1:0)

Eisstadion.–5002 Zuschauer.–SR Koch/Popovic, Huguet/Wermeille.Tore:33. Plüss (Rosa/Ausschluss Untersander) 0:1. 35. Bykow 0:2. 36. Micflikier (Wellinger, Pouliot) 1:2. 41. Micflikier (Ausschluss Gerber) 2:2. 61. (60:07) Mauldin (Schilt, Jeannin) 2:3.Strafen:2-mal 2 Minuten gegen Biel, 5-mal 2 Minuten gegen Gottéron.

Biel:Berra; Untersander, Huguenin; Gossweiler, Kparghai; Dominic Meier, Grieder; Wellinger; Wieser, Pouliot,

Beaudoin; Micflikier, Peter, Seguin;

Tschantré, Kellenberger, Wetzel; Ehrensperger, Kellenberger, Haas, Lauper; Füglister.

Gottéron:Conz; Gerber, Kwiatkowski; Ngoy, Birbaum; Schilt, Loeffel; Abplanalp; Mauldin, Jeannin, Plüss; Hasani, Dubé, Gamache; Rosa, Bykow, Vauclair; Cadieux, Botter, Knoepfli; Brügger.

Bemerkungen:Biel ohne Spylo, Marco Streit, Gloor, Gottéron ohne Sprunger (alle verletzt) und Heins (krank).

Die FN-Besten:Micflikier und Conz.

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