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Murtner Gifthüttli-Wirtepaar bricht zu neuen Ufern auf

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Während ziemlich genau 20 Jahren haben Marianne und Roger Ramseier das Restaurant Eintracht alias Gifthüttli in Murten geführt. Per Ende Jahr geben sie den Stab weiter. Das Wirtepaar will etwas Neues in Angriff nehmen. 

Das Restaurant Eintracht in Murten ist eine Institution, seit vielen Jahren fest in der Altstadt verankert. «Die Fäden des Lebens – in Murten laufen sie in der Eintracht zusammen», ist im Büchlein «Mein Murten, eine Liebeserklärung» von Urs Glauser zu lesen. Nun steht ein Wechsel bevor: Das Wirtepaar Marianne und Roger Ramseier hat sich entschieden, die Pacht per Ende Jahr abzugeben und zu neuen Ufern aufzubrechen. 

Seit rund 20 Jahren steht Roger Ramseier am Herd und Marianne Ramseier an der Front. «Es zeigen sich erste Ermüdungserscheinungen», sagt die Wirtin. «Wir sind jetzt 52 und 54 Jahre alt und wollen die Chance nutzen, noch einmal etwas Neues anzufangen.» Was genau, wissen die beiden noch nicht: «Reisen, uns anstellen lassen oder selber etwas anreissen – wir werden sehen», sagt Roger Ramseier. Arbeitstage zwischen 10 und 16 Stunden an sechs Tagen die Woche seien für sie normal. «Es steckt viel Herzblut dahinter», sagt die Wirtin. Das Ehepaar hat zwei erwachsene Kinder, und das Restaurant abzugeben, sei in etwa so, wie das dritte Kind ziehen zu lassen. Ein Kind, das auf festen Beinen steht: Der Betrieb laufe gut, so das Wirtepaar. 

Wir hören nicht auf, weil das Restaurant nicht rentiert.

Roger Ramseier
Wirt Restaurant Eintracht

Ein giftiger Blick

Der Wirt und Koch ist in dem Restaurant im Stedtli von Murten aufgewachsen. Bereits seine Eltern führten die Eintracht, die unter den Einheimischen besser unter dem Namen Gifthüttli bekannt ist. «Der Name kommt von meiner Mutter», erzählt Roger Ramseier und schmunzelt. «Sie konnte einen giftigen Blick aufsetzen.» Das sei eine richtige Gifthütte, habe ein Gast eines Tages dazu gesagt. «Der Name ist geblieben, und auch der Gast verkehrt noch immer hier.» Es habe fast schon Krach gegeben wegen der beiden Namen Eintracht und Gifthüttli: «Die eine Partei reservierte in der Eintracht, die andere wollte aber ins Gifthüttli, und es war den beiden Seiten anfänglich nicht klar, dass sie vom gleichen Restaurant sprechen», erzählt der Wirt lachend. 

Die Beiz ist für ihre gutbürgerliche Küche bekannt: «Den Kalbskopf, Gnagi und Kutteln haben wir übernommen, und ich dachte zu Beginn, dass das verschwinden wird.» Doch so war es nicht: «Das Konzept ist gut.» Für immer so bleiben muss es für Ramseiers aber nicht: «In Murten hat es für viel Platz.» Neun Personen sind in der Eintracht angestellt, insgesamt besetzen sie 600 Stellenprozente. Einige sind seit vielen Jahren dabei, eine Person ist auch seit 20 Jahren in der Eintracht tätig. Wie ihre Zukunft aussieht, werde sich zeigen: Um die Nachfolge kümmere sich die Hausbesitzerin, sagt Marianne Ramseier.

Vereine und Stammkunden

Während Corona hätten sie Glück gehabt mit der Vermieterin: «Sie hat uns zwei Mal den Mietzins erlassen.» Der erste Lockdown sei ein Schock gewesen: «Wir wussten nicht, wie es weitergeht», erzählt Marianne Ramseier. Doch sie seien gut durchgekommen. «Der Kanton hat uns unterstützt, und wir hatten auch etwas zur Seite gelegt, sodass wir unseren Angestellten den vollen Lohn auszahlen konnten.» Sie hätten den Lockdown auch geniessen können: «Wir hatten es schön zusammen», erzählt die Wirtin. Es habe Platz für Velofahrten oder Wanderungen gegeben. 

Viele lokale Vereine wie auch viele Stammkunden finden den Weg regelmässig ins Gifthüttli: «Oft hat es gar keinen Platz mehr frei», sagt die Wirtin. Dabei sei die Beiz auch bei Touristen beliebt. Einen Namen hätten sie sich auch wegen des Fischs auf dem Menüplan machen können: «In der Küche Fisch zuzubereiten, macht mir am meisten Freude», sagt Roger Ramseier. Marianne Ramseier liebt den Kontakt mit den Gästen. 

Ich bin ein neugieriger Mensch, ich höre gerne Lebensgeschichten und liebe es, den Puls des Stedtlis zu spüren.

Marianne Ramseier
Wirtin Gifthüttli

Mehr Touristen

Natürlich habe es auch Ärger gegeben in all den Jahren, die Polizei habe es aber nie holen müssen, berichtet das Wirtepaar. «Wir mussten auch schon Leute rausstellen.» Oder es habe dem einen oder anderen nicht bis auf die Toilette gereicht. Auch Streit könne es geben: «Wir ergänzen uns gut in solchen Situationen, wir sind ein eingespieltes Team», sagt Roger Ramseier. In den ersten Jahren habe er sich aber schon zurückhalten müssen, erzählt er schmunzelnd. Die Erfahrung habe gezeigt, dass es oft besser ist, wenn eine Frau eingreift in schwierigen Situationen. «Ohne Macho-Gehabe», sagt der Wirt und blickt stolz zu seiner Frau. 

Jetzt sei jedoch die Zeit richtig, um Platz für neue Pächter zu machen und selber mehr Zeit für Freunde zu haben. «Wir wollen es jetzt geniessen.» Die Dankbarkeit für die 20 Jahre sei gross: «Die Wertschätzung war immer da.» Marianne und Roger Ramseier leben in Merlach, und das soll auch so bleiben. «Wir haben nicht vor, wegzuziehen.» Sie seien stolz, einen gesunden Betrieb übergeben zu können, schliesslich seien auch die Lage und die Grösse der Beiz ideal. Mit der Zunahme an Touristen in den letzten Jahren werde dies auch so bleiben. «Es sind massiv mehr Touristen, und es sind viele Einzelreisende, das ist schön.» Doch schlussendlich sei es so im Gifthüttli: «Hier verkehrt alles, vom Lehrling bis zum Banker.» Und der Stammgast Otto sagt: «Die Serviertochter ist gut, die Küche ist gut, ich bin rundum zufrieden.»

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