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Nur ein weiterer Beweis für die Mehrklassen-Gesellschaft

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Autor: Matthias Fasel

Es ist kein neues Phänomen, trotzdem ist es für die Zukunft der Schweizer Basketball-Meisterschaft nicht ganz unbedenklich: Die Liga ist sehr unausgeglichen, Überraschungen sind selten. Dass mit Olympic und Nyon zwei Teams aufeinandertreffen, die eigentlich nicht in die gleiche Gewichtsklasse gehören, liess sich bereits vor dem Spiel erahnen, als Nyons Vize-Präsident Serge Chabbey den Journalisten mitteilte, Xavier Paredes spiele nicht wie aufgeführt mit der Nummer 14, sondern mit der Nummer 10. Der Grund: Bei Nyon müssen die Spieler die Trikots selber waschen, Chabbey hatte es schlicht zuhause vergessen. Professionalität hört sich anders an.

Olympics Wiedergutmachung

Tatsächlich bäckt Nyon in dieser Saison ohne den verstorbenen Geldgeber Jean-François Kurz kleinere Brötchen. Von 13 Partien haben die Waadtländer gerade einmal deren zwei gewonnen. Eine davon übrigens zuhause gegen Freiburg, als Olympic mit 20 Punkten Vorsprung geführt hatte und dann in einem Anfall von Überheblichkeit das Spiel noch aus der Hand gegeben hatte. Davon war Olympic am Samstag weit enfernt. Wegen des Fauxpas im ersten Duell mit Nyon und der Niederlage vom Wochenende zuvor in Massagno hatten die Freiburger einiges wiedergutzumachen und liessen demnach nichts anbrennen.

Der Sieg fiel am Ende gar so deutlich aus, dass sich Nyon-Trainer Jon Ferguson nach Partie als erstes dazu genötigt sah, sich bei Gegner und Journalisten für die schwache Partie zu entschuldigen. «Olympic hat schlicht ein super Team und ist auf jeder Position besser besetzt.»

«Kommt hinzu, dass bei uns einige krank waren. Aber weil ich so ein knappes Kader habe, mussten einige trotzdem spielen. Cruz Daniels zum Beispiel hätte eigentlich auf gar keinen Fall spielen dürfen.» Er spielte 35 Minuten. Lionel Bobetso begann stark, musste sich aber bereits nach fünf Minuten übergeben.

«Defensiv nachlässig»

Die Partie ist deshalb schnell erzählt. Olympic erspielte sich früh eine solide Führung und baute diese kontinuierlich aus. «Ich musste einige Wechsel vornehmen. Einige der Spieler wussten aber gar nicht richtig, wie man ein Defensivsystem spielt», so Ferguson. Die Hauptfolge davon war, dass Olympic aus allen Lagen relativ frei zum Wurf gelangte – vor allem auch aus der Distanz. Insgesamt verwerteten die Freiburger nicht weniger als 17 Drei-Punkte-Würfe, allein Vladimir Buscaglia verwertete sieben Dreier. Da Olympic auch unter den Körben viel Freiraum hatte, sorgten die Freiburger in der zweiten Hälfte mit einigen schönen Kombinationen und einem Dunk von Steve Smith immerhin doch noch für ein bisschen Unterhaltung der rund 1000 Zuschauer.

Während das Publikum mit der Leistung Olympics zufrieden war, war es Trainer Damien Leyrolles nicht. «Defensiv waren wir viel zu nachlässig. Es kann nicht sein, dass Nyon zu 19 Offensivrebounds kommt. Dass wir so viele Punkte kassiert haben, ist doch ein bisschen enttäuschend.» Jon Ferguson dürfte sich zu Weihnachten wohl nichts mehr wünschen, als die Probleme von Leyrolles zu haben.

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