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Nur zehn gute Minuten reichten nicht

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Nur zehn gute Minuten reichten nicht

Eishockey: Gottéron kassiert gegen Davos die 12. Saison-Heimpleite

Gottéron erlitt vor 4350 enttäuschten Fans gegen Spenglercupsieger Davos schon die 27. Saisonniederlage in 33 Spielen. Nach einem gu-ten Start bauten die Freiburger immer mehr ab, während Davos seine spielerische Überlegenheit zusehends in die entscheidenden Tore zum 4:2-Sieg ummünzte.

Autor: Von KURT MING

Anfangs Saison hatte die Schweizer Hockeyfachpresse Gottéron in den Prognosen auf den letzten Platz gesetzt, weil Gottéron mit der schlechtesten Mannschaft seit dem Aufstieg im Jahre 2000 ins Rennen gehen würde. Die Klubleitung der Drachen und die Trainercrew sprachen dagegen von durchaus realistischen Playoff-Chancen. Jetzt, ein paar Monate später, zu Beginn der letzten Qualirunde mit noch elf ausstehenden «Freundschaftsspielen», spricht auch der neue VR-Rat Norbert Mauron offen von den Playouts: «Ab sofort müssen wir in Freiburg die Playouts planen. In Bezug auf neue Spieler werden wir im Moment jedoch keine Panikkäufe machen. Der Transfermarkt ist sowieso im Moment ausgetrocknet.»Knapp zwei Monate vor dem Beginn der «Todesspiele» ist im St. Leonhard nach der erneuten Niederlage gegen Davos der nüchterne Alltag eingekehrt. Und wenn man die Auftritte der Mannschaft in den letzten Wochen anschaut, deutet vieles darauf hin, dass der Kampf gegen den Abstieg diese Saison noch härter werden könnte. Selbst die Rückkehr von Spielmacher Josh Holden änderte wenig am tristen Bild der Ausländer im HCF-Kader; am Wochenende gelang einzig Tuominen von den vier Feldspielern ein Assist. Da nützte es auf der anderen Seite wenig, dass Balej im letzten Drittel den Boxkampf gegen Müller klar nach Punkten für sich entschied. Dazu kam noch, dass Goalie Adam Munro nach vielen gu-ten Partien ebenfalls einen schwachen Abend einzog; zwei der vier Gegentreffer waren haltbar, und gegen einen solch starken Gegner ist dies eben verhängnisvoll.

«Stolz – fierté – pride»

Gottérons zuletzt kaum verwöhnte Fans hatten von ihrer Mannschaft vor dem Spiel auf Spruchbändern in drei Sprachen Stolz verlangt. Zumindest gute zehn Minuten lang schien die Mannschaft diesem Leitspruch der Fankurve nachzueifern. «Die sahen doch zu Beginn des Spiels keinen Puck», sagte Julien Sprunger, der zuletzt einfach keinen Puck mehr im gegnerischen Tor unterbringt, nach dem erneut unglücklich verlaufenen Spiel. Aber aus dieser Druckperiode des HCF ging einzig Montandons Führungstreffer hervor; Jonas Hiller machte dabei seinen einzigen Fehler an diesem Abend. «Wir konnten höchsten ein Drittel lang mit der nötigen Intensität spielen», analysierte auch Coach Pelletier das Wellental seiner Mannschaft, die sich zumindest kämpferisch gegenüber dem Vor-abendspiel in Lugano steigern konnte. Nach dem Ausgleich von HCD-Top-skorer Alex Daigle, dem wohl im Moment besten Ausländer auf Schweizer Eis, fiel das Team von Trainer Pelletier jedoch wieder in den alten, lethargischen Zustand zurück. Einzig der Sturm mit Beni Plüss, der sein 50. NLA-Tor im Gottérondress zum zwischenzeitlichen 2:3 erzielte, konnte den beeindruckenden Bündner einigermassen dagegenhalten. Aber zwischen den beiden Teams sind im Moment nicht nur 40 Punkte Unterschied, sondern auch substanzmässig Welten. Während Pelletier im vierten Angriff Verteidiger Haldimann aufs Eis schicken muss – da bleibt die Frage offen, warum man vor Wochen Center Mieville bis Saisonende an Biel auslieh -, greift der Tabellenführer in diesem Bereich mit Spielern wie Leblanc und Rizzi an!

Davoser Sieg im Spargang

Vor dem Match hatte sich Davos-Chef Arno del Curto besorgt geäussert, weil man nur mit vier Ausländern antreten konnte. Andererseits lässt der HCD Ahren Nittel auf der Ersatzbank, damit man ihn ohne Verzögerung an einen anderen NL-Klub ausleihen kann. «Ein Luxusproblem, das ich leider nicht habe», sagt sein erfolgloser Kollege Pelletier zu diesem Sörglein. Der HCD beherrschte dann jedoch das Spiel nach einem harzigen Start auch mit nur vier Söldnern, ganz einfach deshalb, weil seine besten Schweizer Spieler besser sind als Heins und Co. auf Freiburgerseite. Der Gast brauchte im St. Leonhard kaum einmal den fünften Gang einzulegen, um seine Tabellenführung auszubauen. Vorweg im Powerplay hatte der Sieger riesige Vorteile, und als es anfangs letztes Drittel ein bisschen spannend wurde, schoss der zum Verteidiger umfunktionierte Crameri zum entscheidenden 2:4 ein. Gottéron hatte danach weder die Kraft noch die Mittel, den Favoriten nochmals in Verlegenheit zu bringen.

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