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Ohne Landwirte läuft nichts

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Ökologische Ausgleichsflächen (Sommerserie, Teil 5)

Autor: Von JACQUES STUDER

Die 13 Projektgemeinden Alterswil, Bösingen, Düdingen, Giffers, Heitenried, Rechthalten, Schmitten, St. Antoni, St. Ursen, Tafers, Tentlingen, Überstorf und Wünnewil zählen rund 600 Landwirtschaftsbetriebe, davon machen 319 an Vernetzungsprojekten mit. Die Beteiligung ist von Gemeinde zu Gemeinde sehr verschieden. Die höchste Beteiligung weisen die Gemeinden Bösingen (71 Prozent), Tafers (70 Prozent), Rechthalten (68 Prozent) und Überstorf (63 Prozent) auf, während sie in den Gemeinden Giffers (35 Prozent) und Tentlingen (25 Prozent) am tiefsten ist.

Finanzieller Anreiz nicht im Vordergrund

Die meisten Landwirte, die an Vernetzungsprojekten mitmachen, tun dies nicht unbedingt aus finanziellem Interesse, sondern vor allem aus Überzeugung. Sie sind mit der Natur verbunden und leisten gerne etwas zugunsten der Artenvielfalt oder sind der Ansicht, dass mit der Pflege der Landschaft und der natürlichen Lebensräume die Landwirtschaft ein gutes Bild von sich geben kann. Der finanzielle Anreiz spielt eine untergeordnete Rolle. Betriebe, die an Vernetzungsprojekten mitmachen, erhalten durchschnittlich Fr. 1100 zusätzliche Direktzahlungen, was im Vergleich zu anderen Beiträgen ziemlich gering ist. Zudem muss noch erwähnt werden, dass die Landwirte in den meisten Gemeinden einen Teil der Projektkosten selber tragen und fünf bis zehn Prozent der Vernetzungsbeiträge dafür einsetzen.

Massnahmen, die über das Minimum hinausgehen

Dass die Landwirte aus Überzeugung und mit Motivation an den Vernetzungsprojekten mitmachen, zeigen auch die verschiedenen Massnahmen, die in den letzten Jahren realisiert wurden. Nebst den Anlagen von Buntbrachenstreifen auf produktivem Land oder den unternommenen Bestrebungen zur Aufwertung der extensiv genutzten Wiesen wurden auch an verschiedenen Orten Hecken, freistehende Einzelbäume und Hochstamm-Obstbäume gepflanzt sowie zwei Teichanlagen erstellt. Massnahmen, die also über die minimalen Anforderungen an den ökologischen Ausgleich hinausgehen und die wirklich eine Aufwertung der Landschaft und des Lebensraumes darstellen.

Mit Interesse dabei

Die beteiligten Landwirte bemühen sich nicht nur darum, besondere Massnahmen umzusetzen, sie zeigen auch Interesse für die Thematik und besuchen regelmässig die Veranstaltungen und Flurbegehungen, die im Rahmen der Vernetzungsprojekte durchgeführt werden. In der Regel findet in jeder Projektgemeinde am Anfang des Jahres ein Informationsanlass statt, an dem die Landwirte über den Stand des Projekts informiert werden. Gelegentlich werden auch Anlässe zu besonderen Themen organisiert.So wurde Ende Juni 2007 in Zusammenarbeit mit dem Landwirtschaftlichen Institut Grangeneuve eine Flurbegehung zum Thema Buntbrachen durchgeführt. Das Interesse hat alle Erwartungen übertroffen, nahmen doch rund 50 Landwirte daran teil.In den meisten Gemeinden wird für die Umsetzung des Vernetzungsprojekts ein lokaler Projektkoordinator eingesetzt. In der Regel wird die Rolle von einem Landwirt übernommen.

Landwirte als lokale Projektkoordinatoren

Dieser hat die Aufgabe, seine Kollegen zu motivieren, sich am Projekt zu beteiligen, und sie bei der Anlage der ökologischen Ausgleichsflächen zu beraten. Er ist auch die Anlaufstelle bei Problemen und Unklarheiten. Der Projektkoordinator arbeitet eng mit der Fachperson zusammen, die das Vernetzungskonzept erarbeitet hat.

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