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Olympic bleibt im Fiba-Cup sieglos

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Olympic bleibt im Fiba-Cup sieglos

Routine und Körpergrösse der Wölfe aus Weissenfels spielentscheidend

Seit gestern Abend ist es klar: Das Abenteuer Fiba-Cup ist für Freiburg Olympic zu Ende. Ohne Sieg verabschiedet sich der ungeschlagene Leader der Schweizer Meisterschaft für diese Saison von der europäischen Bühne: Ziel nicht erreicht!

Von BEAT BAERISWYL

Es war klar, dass es schwierig werden würde, dieses letzte Gruppenspiel noch für sich entscheiden zu können. Zumal der Gegner, der MBC, ein Team mit hohen Ambitionen aus der deutschen Bundesliga, mit praktisch all seinen Stars an die Saane reiste. Begleitet wurde das Team von Henrik Dettmann von einer «unverwüstlichen und lautstarken Fan-Delegation», die nach 20-stündiger Bahnfahrt mit einem Gratiseintritt belohnt wurde!

Im ersten Viertel wurde Olympic brutal überrannt. Patrick Koller meinte dazu: «Genau diesen Fehler, den der MBC im Hinspiel gemacht hatte, wollten wir vermeiden. Aber wir wurden von der ersten Aktion an dominiert und konnten den hohen Rhythmus in den ersten zehn Spielminuten einfach nicht mitgehen.» Somit schien der Ausgang der Partie bereits früh entschieden … Die gross gewachsenen Routiniers Arigbabu, deutscher Nationalspieler, Alexis und Petravicius verstanden es, ihre Körpergrösse zu ihrem Vorteil einzusetzen. So war es nicht verwunderlich, dass Olympics Rückstand praktisch mit jeder Aktion anstieg (6:15; 5.). Es kam noch brutaler für das Heimteam: Nach dem ersten Viertel lag man bereits vorentscheidend mit 15:29 im Hintertreffen.

«Spieler sind auch nur Menschen»

Henrik Dettmann fand nach der Partie lobende Worte für die Freiburger: «Dass unser Gegner nach dem grossen Rückstand wieder ins Geschehen zurückfand, hat mehrere Gründe. Einerseits sind meine Spieler auch bloss Menschen, die Fehler machen können. Andererseits aber hat Olympic bewiesen, dass man auch in der Schweiz gutes Basketball spielt. Sie haben uns arg unter Druck gesetzt und mit ihrer aggressiven Defensive zu vielen Ballverlusten gezwungen. Diese Spielart verdient ein grosses Lob, denn die Schweizer haben nie aufgesteckt.» Dennoch schien der Bundesligist vorerst einem ungefährdeten Sieg entgegen zu steuern (30:48; 22.).

Olympic mit unbändiger Kraft

Nach dem Seitenwechsel kam die kaum mehr erwartete Reaktion des Heimteams. Punkt für Punkt kam man näher heran. Rosnowsky im Angriff und «Defensiv-Genie» Nattiel sorgten für seltene «Standing Ovations» in der Halle. Nach 31 Minuten beinahe die Wende, denn beim Stande von 57:58 verpassten es die Freiburger, am Gegner vorbeizuziehen. Auch die lautstarken Anfeuerungen des spärlich aufmarschierten Publikums vermochten die Wende nicht herbeizuschreien. Erfahrung, Routine und Abgeklärtheit der deutschen Basketball-Profis in der Schlussphase sorgten schliesslich für die endgültige Entscheidung. Am Ende reichte es wieder nur zum Prädikat, den Gegner phasenweise ins Straucheln, nicht aber ganz zu Fall gebracht zu haben. Die Bilanz der Saanestädter ist klar: Ohne Sieg gegen ein europäisches Spitzenteam hat man das gesteckte Ziel klar und deutlich verpasst. Ob am Ende die gemachten Erfahrungen oder die verlorenen Kräfte mehr wiegen, wird sich erst in der zweiten Meisterschaftshälfte entscheiden.

Europacup. Männer. Fiba-Cup. Gruppe B: Freiburg Olympic – MBC (De) 65:76 (30:44). – Schlussrangliste (je 4 Spiele): 1. MBC 8. 2. Debrecen (Un) 6. 3. Freiburg Olympic 4. – MBC und Debrecen in den Viertelfinals, Freiburg Olympic ausgeschieden.

Olympic – MBC 65:76 (30:44)

Heilig Kreuz; 450 Zuschauer; SR: Giansanti (I), Mateus (F).
Olympic: Fergerson (12); Ceresa (3); Nattiel (3); Pfaff (1); Wegmann; Rosnowsky (26); Seydoux (2); Poole (16); Livadic (2).
MBC: Bayer (4); Nikagbatse (16), Burke (49; Machowski (4); Elvikis (3); Arigbabu (8); Krikemans (4); Alexis (12); Ringstroem (4); Petravicius (19).
Bemerkungen: Olympic ohne Kirmaci und Dar Ziv (verletzt); MBC ohne Fehse (krank).

MBC will Fiba-Sieg

Die Deutschen sind ein Team mit Ambitionen, das bestätigte auch ihr Trainer, Henrik Dettmann: «Neun von elf Akteuren mussten sich erst an mich gewöhnen. Doch jetzt läuft es recht gut. Hoffentlich geht es so weiter. Denn wir möchten Erfolge feiern, im Fiba-Cup und in der Meisterschaft.» Olympic-Trainer Patrick Koller sieht nach vier Niederlagen auf europäischer Ebene realistisch: «Gegen solche Teams darf man sich keine Fehler erlauben, das ist meinen Spielern noch zu wenig bewusst. Zudem ist unsere Bank noch unterbesetzt, will man gegen hochkarätige Gegner gut aussehen und gewinnen. Die Verletzungssorgen (Dar Ziv; Kirmaci) wirkten sich ebenso erschwerend aus wie die Zuteilung in die wohl stärkste Gruppe. Beide Teams waren uns an Körpergrösse klar überlegen. Jetzt geht es eben auf Schweizer Ebene weiter!» Auch P. A. Seydoux analysiert ähnlich: «Wir hatten heute anfangs einfach zu viel Respekt vor grossen Namen. Nichts funktionierte, und als unsere Systeme zu laufen begannen, lagen wir bereits weit hinten. Das gesteckte Ziel haben wir leider klar verpasst, aber die Meisterschaft geht weiter. Konzentrieren wir uns also darauf.» bb

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