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Olympic bucht den Pflichtsieg

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Mit Opava gastierte gestern das Team in Freiburg, mit dem Olympic in der Champions League am ehesten sollte rivalisieren können. Zwar ist die Liga Tschechiens höher einzuschätzen als die NLA, für Opava aber kam der Einzug in den Playoff-Final in der letzten Saison einer faustdicken Überraschung gleich. Der Lohn dafür war der direkte Einzug in die Gruppenphase – auch das ein Beleg dafür, dass der tschechische Basketball international den höheren Stellenwert geniesst als der schweizerische. Nicht weniger unerwartet war der Auftaktsieg der Tschechen in der Champions League gegen die französische Spitzenequipe aus Nanterre. «Diese verfügt sicherlich über ein zehnmal grösseres Budget als dasjenige, mit dem BK Opava operiert», erklärte Petr Hamtak, der die Reise in die Schweiz für den tschechischen Basketballverband angetreten hatte. Auf rund 750 000 Franken bezifferte er den Etat der Gäste, der damit noch deutlich unter jenem der Freiburger liegt (1,2  Millionen Franken für das Fanionteam). Die bescheidenen finanziellen Mittel sind auch der Grund, weshalb Opava als einziges Team der tschechischen Liga ausschliesslich einheimische Spieler unter Vertrag hat. «Die Gehälter der allesamt professionellen Spieler betragen umgerechnet etwas über 1000 Franken im Monat. Das entspricht dem Durchschnittslohn eines tschechischen Arbeiters», ordnete Hamtak die Bezüge ein.

Olympic dominiert Rebounds

Fast alle Spieler Opavas kommen aus dem wenige Kilometer entfernt liegenden und grösseren Ostrava. Weil dort aber auf ausländisches Personal gesetzt wird – fünf Importspieler können in der Meisterschaft eingesetzt werden –, finden sich viele der früheren Junioren im Team von Petr Czudek wieder, der laut Hamtak in Opava eine Institution ist. «Czudek ist sehr populär und könnte sich wohl auch zum Stadtpräsidenten Opavas wählen lassen, wenn er es denn wollte. Die grosse Stärke seiner Mannschaft ist, dass sie schon lange zusammenspielt und eine verschworene Einheit bildet.»

Die homogenen Tschechen – alle zwischen 185 und 203  Zentimeter gross – starteten vor den Augen von Bundesrat Guy Parmelin so, wie es der Freiburger Trainer Petar Aleksic antizipiert hatte: mit Distanzwürfen, Opavas grosser Stärke. Weil jedoch ausser beim schlaksigen Martin Gniadek, der drei von vier Versuchen verwerten konnte, die Trefferquote nicht aussergewöhnlich war (35  Prozent), ging Olympic mit drei Punkten Vorsprung (43:40) in die Halbzeit. Die Freiburger spielten ihre Vorteile unter dem Korb aus, besonders dank zehn Offensiv-Rebounds, die ihnen immer wieder zweite Chancen ermöglichten. Auch im dritten Viertel waren die Hausherren gegenüber der überraschenden Heimpleite vom Samstag gegen Massagno nicht mehr wiederzuerkennen. Olympic war reaktionsschneller und vifer auf den Beinen. Auf 75:58 bauten die Freiburger die Führung bis zur 30. Minute aus; die beiden gross gewachsenen Andre Williamson und Babacar Touré steuerten gemeinsam 18 Punkte dazu bei.

«Wir waren zu soft»

Den Tschechen fehlten in der Folge die zündenden Ideen, um diese Hypothek wettmachen zu können, zumal Olympic stabil spielte und nicht nachliess. Am Ende setzte sich Freiburg, bei dem nun auch der dritte Grosse im Bunde, Nathan Jurkovitz, aufdrehte, klar mit 97:79 durch.

«Wir hatten heute grosse Probleme unter dem Korb, dort waren wir viel zu soft», bilanzierte Czudek und sprach damit die 24 (!) Offensiv-Rebounds an, die Olympic holen konnte. «Opava hat seine Stärken und Schwächen. Wir haben unsere Vorteile bei den Rebounds ausgenutzt», brachte Touré das Freiburger Erfolgsrezept auf den Punkt.

Nach der Niederlage vor Wochenfrist gegen die Israelis von Holon erfüllten die Freiburger damit im ersten Heimspiel der Champions League ihre Pflicht, wollen sie im Rennen um Platz sechs in der Achtergruppe – der den Verbleib auf der internationalen Bühne (wenn auch «nur» im Europe Cup) garantieren würde – dabei bleiben. Das nächste Spiel in der Champions League bestreitet Olympic am Dienstag auf Teneriffa.

Telegramm

Olympic – BK Opava 97:79 (43:40)

St. Leonhard. 1300 Zuschauer. SR: Anastopoulos (GRE), Tsaroucha (GRE), Zupancic (SLO).

Freiburg Olympic: Jaunin, Steinmann (3), Gravet (4), Mladjan (9), Touré (23), Madiamba, Roberson (9), Williamson (17), Timberlake (16), Jurkovitz (16).

BK Opava: Dragoun, Klecka (21), Bukovjan, Svandrlik (4), Zbranek (3), Kvapil (8), Gniadek (14), Bujnoch (18), Kouril (1), Jurecka (2), Sirina (2), Slavik (6).

Weiter spielten: Nanterre – Teneriffa 58:75. PAOK Saloniki – Bonn 95:100. Rangliste: 1. Teneriffa 2/4. 2. Freiburg Olympic, Opava und Bonn 2/3. 5. Venedig und Holon 1/2. 7. PAOK Saloniki und Nanterre 2/2.

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