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Olympic kassiert gleich das Break

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 «Wir hatten heute zwei Ziele: Erstens wollten wir versuchen, den Favoriten etwas zu ärgern, und zweitens mit etwas Glück gar einen Sieg holen», sagte der überglückliche Assistenz-Coach von Lugano, Walter Bernasconi, welcher den abwesenden Randoald Dessarzin erfolgreich vertreten hat. Und Präsident Alessandro Cedraschi meinte vor der Partie: «Wir sind stark dezimiert. Für Fergerson ist die Saison beendet, Barber fühlt sich heute nicht spielreif, obwohl er ein medizinisches Okay bekommen hat. So müssen wir halt eben mit dem Kader antreten, das uns zur Verfügung steht.» Auch der Serbe Branko Milisavljevic trat mit einer Gesichtsmaske an, welche seine gebrochene Nase schützen sollte. Dies hinderte ihn nicht daran, die Fäden zu ziehen und bester Skorer seines Teams zu werden.

Dennoch setzten zu Beginn die Gastgeber die Akzente. 1850 Zuschauer bekamen eine abwechslungsreiche und bis kurz vor Ende höchst spannende Partie zu sehen. Ein Ed Draughan in Hochform sorgte bis zur 5. Minute für eine 13:6-Führung. Neben dem Amerikaner skorten bis zur Pause bloss noch zwei andere Spieler (Reid und Yates)–zu wenig für ein derart hochkarätiges Kader.

Mladjans Dreier

In Freiburgs Reihen wusste man um die Treffsicherheit eines Dusan Mladjan. Der Top-Skorer der Tessiner zeigte sein grosses Können auch im St. Leonhard. Im zweiten Abschnitt verwertete er drei Dreier und leitete so einen ersten Umschwung ein. Es war den Gästen anzumerken, dass sie mit mehr Biss angetreten waren. Bei den Freiburgern haperte es phasenweise wieder in der Defensive, und man musste den Gegnern zu viel Raum für erfolgreiche Würfe zugestehen. Aber auch die Offensive geriet zu oft ins Stocken. Schrittfehler und Fehlpässe ins Aus lösten in den Zuschauerreihen Kopfschütteln aus. Dennoch war zur Pause nichts entschieden, Lugano lag mit einem winzigen Pünktchen vorne.

Nach dem Seitenwechsel war es mit Derek Stockalper ein anderer Südschweizer, welcher für die nötigen Punkte der Gäste sorgte. In der 26. Minute betrug ihr Vorsprung zwölf Punkte (45:57). Erst jetzt schienen die Freiburger wieder zu erwachen: Ein erfolgreicher Dreier Reids weckte sowohl die Akteure wie auch das Publikum. Unter frenetischem Jubel traf plötzlich auch Jonathan Kazadi und stellte auf 65:66. Nun glaubte man wieder an den Sieg. Knapp zwei Minuten vor Schluss schien sich der erste so wichtige Heimsieg der Leyrolles-Truppe anzubahnen. Ein Dreier Draughans und weitere Punkte Kazadis brachten die Führung zurück (39.; 73:70).

Milisavljevic schlägt zu

Innert ein paar Sekunden dann die Entscheidung: Milisavljevic traf gleich zwei Mal aus der Langdistanz. Als dann auch noch Gordon seine Freiwürfe verwandelt, war es um die Freiburger geschehen. Die Tessiner behielten in der Schlussphase die Nerven und konnten alle ihnen zugesprochenen Freiwürfe verwerten. Gerade in diesem Bereich hat Olympic kläglich versagt (9/20 Versuche).

Für die Freiburger folgt morgen Dienstag erneut zu Hause so etwas wie das Spiel der letzten Chance, will man noch an den Finaleinzug glauben.

 

Telegramm

Olympic – Lugano 76:82 (40:41)

St. Leonhard; 1850 Zuschauer; SR: Bertrand/Michaelides/Novakovic.

Olympic:Kazadi (11), Yates (21), Draughan (26), Reid (14),Shaw, Garrett (4), Uliwabo, Kovac.

Lugano:Stockalper (10), Milisavljevic (21), Schneidermann (16) , Mladjan (18), Gordon (8), Molteni (7), Magniani (2).

Bemerkungen:Olympic komplett (Almanson überzählig); Lugano ohne Barber und Fergerson (verletzt); 5 Fouls: Milisavljevic (40.). Techn. Fouls: Mladjan, Gordon (4.) Beste Spieler: Draughan und Mladjan.–Teilresultate: 25:19; 15:22; 12:16; 24:25.

Halbfinal. Stand Serie(best of 5): 0:1.

Reaktionen: «Die zwölf Dreier taten weh»

O bwohl keiner von einer grossen Enttäuschung sprach, sah man eine gewisse Konsternation in den Augen der Olympic-Spieler. So meinte etwa Ed Draughan: «Wir haben zu oft den Kopf verloren. Wir haben den Start zur zweiten Hälfte verpasst, kamen aber wieder ran und hätten auch als Sieger aus der Halle gehen können. Es ist nur eine Niederlage, die Serie ist nicht zu Ende.» Dennoch: Der Heimvorteil ist weg, mindestens ein Sieg im Tessin muss her. Trainer Damien Leyrolles: «Gratulation an den Gegner: Lugano war heute besser, auch wenn sie nicht komplett antreten konnten. Zwölf Dreier hinnehmen zu müssen tut weh und spricht gegen die Defensivleistung. Den Unterschied aber machten heute die Bank-Spieler; von unserer Seite kam da zu wenig.» Sprach man nicht davon, dass gerade dieser Bereich ein grosses Plus der Freiburger sei? Glücklich hingegen war Luganos Trainer-Assistent Bernasconi: «Eigentlich waren wir heute gar nicht bereit. Wir haben seit zwei Wochen kaum richtig trainieren können, weil so viele Spieler verletzt waren. Nun aber siegen wir in Freiburg. Es lag heute an der Motivation. Ich habe versucht, in diesem Bereich auf meine Spieler einzuwirken. Und siehe da: Es ist gelungen, das Team gab alles und glaubte an sich.» bb

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